Montag, 20.02.2017

 

     

Jan Oppermann

Bezirksabgeordneter Jan Oppermann (SPD) steht an der neuen Ampelanlage an der Schwindsuchtbrücke in Rothenburgsort.

Foto: Röhe

 

 

Ampelanlage an der Schwindsuchtbrücke

(mr). Die Zufahrt in den Stadtteil Rothenburgsort für breitere Fahrzeuge ist seit vielen Jahren deutlich eingeschränkt. Dafür wurden feste Fahrbahneinengungen in der Ausschläger Allee und auf der Billhorner-Deich-Brücke – im Volksmund auch Schwindsuchtbrücke – errichtet. Hintergrund war der Wunsch der Bevölkerung, größere LKW, die ihren Fahrtweg abkürzen wollten, aus dem Stadtteil herauszuhalten. So soll die Wohn- und Lebensqualität in Rothenburgsort erhalten werden. In das Konzept der Fahrbahnverengung ist auch die Billhorner-Deich-Brücke mit einer Fahrbahnbreite von 4,5 Meter eingebunden. Genau hier kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Kollisionen. Im Verkehrsausschuss wurden daher mehrere Möglichkeiten diskutiert: Die Polizei plädierte anfangs mit dem Einrichten einer Einbahnstraßenregelung. Es folgte die Idee, die Fahrbahn für Kraftfahrzeuge von 450 auf 600 Zentimeter zu verbreitern und eine Zufahrtbeschränkung mit einer durch eine Schranke geregelten Umfahrungsmöglichkeit zwischen Ausschläger Billdeich und Eisenbahnüberführung Bahnhof Rothenburgsort zu bauen. Nun die Wende: mit einer neuen Ampelanlage soll der Unfallschwerpunkt abgeschwächt werden. „Die Ampel ist eine gute Lösung. Vorstöße seitens der Polizei, die Fahrbahn auf der Brücke zu erweitern, wurden von der Kommunalpolitik, dem Stadtteilrat und vielen Rothenburgsortern abgelehnt“, sagt SPD-Bezirksabgeordneter Jan Oppermann, der seit 32 Jahren in dem Stadtteil lebt. Vor vier Wochen wurde probeweise eine Ampelanlage eingerichtet. „Wie zu erwarten, ergaben sich keine Probleme aus diesem Probebetrieb“, erklärt Oppermann. Trotz dieser Regelung gelte in diesem Bereich weiterhin eine Höchstbreite von zwei Metern. „Leider halten sich viele Fahrzeugführer nicht an diese Breite. Ich wünschte, die bestehenden Poller würden wieder direkt an die Fahrbahn versetzt werden“, sagt Oppermann.

Der Name Schwindsuchtbrücke rührt Erzählungen nach daher, dass zu jeder Jahreszeit im Brückenbereich ein beständiger Wind herrscht, es für empfindliche Menschen zieht. Auf diese Weise könne man sich die Schwindsucht einfangen…