Montag, 20.02.2017

 

     

Stimmen des Nordens

Diese Promis setzen ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit. Unter anderem auf dem Foto zu sehen Carlo von Tiedemann, Gunter Gabriel, Micaela Schäfer und Jörg Pilawa.

Foto: FoTe-Press

 

Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit

(mr). Vor dem Hintergrund dramatisch steigender Flüchtlingszahlen und gleichzeitig zunehmender Diffamierungen von Hilfesuchenden, vor allem auch in sozialen Netzwerken, wurde am 1. September 2015 die Aktion "Stimmen des Nordens – gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus" ins Leben gerufen. Bislang 75 prominente Persönlichkeiten aus Politik, Kirche, Unterhaltung und Kultur machen ganz deutlich mittels Videobotschaft deutlich, dass es in Deutschland keinen Platz für Fremdenhass geben darf. Mit der Aktion "Stimmen des Nordens" wehren sie sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus. Zu den 75 Beteiligten zählen die Sänger Udo Lindenberg und Roger Cicero, die Ministerpräsidenten Torsten Albig (Schleswig-Holstein), Stephan Weil (Niedersachsen) und Erwin Sellering (Mecklenburg-Vorpommern), sowie Jörg Pilawa und Guido Cantz. Ihre Videos sind auf der Internetseite des Projekts zu sehen. (www.stimmen-des-nordens.de) Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz ist übrigens der bislang Einzige aus den vier nördlichsten Bundesländern, der sich nicht in der Lage sah, eine Videobotschaft zu produzieren. "Wir haben mehrfach angefragt", erklärt Initiator Max-Fabian Wolff-Jürgens. "Aber wir haben lediglich als Antwort bekommen, dass Olaf Scholz sich schriftlich zu dem Thema äußern könne. Das haben wir dankend abgelehnt", so Wolff-Jürgens.

"Keiner verlasse sein Land freiwillig", sagte Moderator Jörg Pilawa am 1. September bei der Präsentation. "Wenn Menschen, die so viel in ihrer Heimat aufgegeben und sich Gefahren ausgesetzt hätten hier nicht willkommen seien, beschämt es mich nicht nur, sondern das macht mich so was von wütend. Dagegen muss man die Stimme erheben", erläutert Pilawa. Bei seinen zahlreichen Afrika-Reisen habe er stets eine herzliche Gastfreundschaft erlebt, so der TV-Moderator weiter. Ziel der Aktion ist es, dass möglichst viele Menschen – auch Nicht-Prominente – ihre Stimme für Weltoffenheit und Toleranz erheben. Jeder Einzelne kann ab sofort ein Statement als Video-Selfie per Whatsapp oder per E-Mail an die Seite senden oder auch auf Facebook teilen. Dabei könne es sich um Argumente oder persönliche Erlebnisse handeln, sagte Initiator Max-Fabian Wolff-Jürgens. "Egal ob gesprochen, gesungen oder gerappt, sachlich oder ärgerlich, poetisch oder klare Kante." Wichtig sei, dass viele spontan und engagiert mitmachen.

Auf die Frage, warum Moderator und NDR-Urgestein Carlo von Tiedemann diese Aktion unterstützt, antwortete der 71-Jährige: "Die Flüchtlinge, die derzeit nach Deutschland kommen, hätten unvorstellbares Grauen erlebt. In ihrem Land herrscht Krieg, das sagt doch alles aus!"

Die "Dandys" (Foto unten) haben eigens einen Song für die Aktion komponiert.

Die Videos werden auf der Internetseite, bei Facebook und im YouTube-Kanal zu sehen sein. Um Missbrauch zu verhindern, sollen sie aber vorher geprüft werden. Wer mitmachen möchte, kann sein Video hochladen: www.stimmen-des-nordens.de.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Von links: Gunter Gabriel und Micaela Schäfer.

Dandys

Die "Dandys" haben einen eigenen Song für die Aktion komponiert.

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