Montag, 20.02.2017
     
Der Reisetipp Ihrer Hamburger Allgemeinen Rundschau
     

Die Schiffsfahrt führt unter die knapp drei Kilometer lange Öresundbrücke kurz vor Malmö.

 

Eine Tagesfahrt ins Schwedische Malmö
"Urlaub, mach mal Urlaub” – ganz nach dem Motto des Schlagers von Ulla Norden ist es ein Leichtes, mal eben einen Abstecher in Schwedens drittgrößte Stadt zu machen: nach Malmö. Möglichkeiten gibt es viele. Vom Hamburger Hauptbahnhof aus fährt ein Schnellzug direkt bis nach Kopenhagen. Von dort ist es quasi nur ein Katzensprung, mit der Bahn über die Öresundbrücke zu fahren. Eine Alternative bietet die Fährverbindung von Puttgarden nach Rødbyhavn (Dänemark). Von dort geht es über Kopenhagen ebenfalls über die Öresundbrücke nach Malmö. Wem allerdings die lange Zug- oder Autofahrt gar nicht liegt, kann auf eine weitere Alternative zurückgreifen: von Lübeck-Travemünde gibt es eine Direktverbindung nach Malmö. Mit der Fähre von Finnlines dauert die Fahrt etwa neun Stunden – der Autofahrer kann sich während der Überfahrt in einer der 190 Kabinen bestens ausruhen. Tipp: täglich startet eine der insgesamt drei Fähren um 22 Uhr in Travemünde und kommt morgens um 7 Uhr in Malmö an. Nach einem Abendessen im bordeigenen Büfett-Restaurant oder einem Besuch in der Sauna, im Fitnessraum oder beispielsweise im Schwimmingpool, kann sich der Fahrgast in der großzügigen Kabine ausruhen. Während der neunstündigen Fahrt, mit Stärkung und ausreichend Schlaf, kommt der Körper zur Ruhe. Entspannt und ausgeruht kann der Besuch der knapp 300.000-Einwohner-Metropole um 7 Uhr (gleich nach dem Anlegen) gestartet werden.

Der Fähranleger liegt nur wenige Minuten vom Stadtkern entfernt. Die Innenstadt deckt alles ab, was das Herz begehrt: große Shopping-Malls, viele Marktplätze mit kleinen Läden im Retro-Design und fast unzählige Restaurants. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Malmö gehört der gedrehte Hochhausturm, der Turning Torso. Auch der Folkets Park, das Schloss Malmöhus, der historische Schlosspark und die Kunsthalle sollten besichtigt werden. Wer sich allerdings das ländliche südwestliche Schweden anschauen möchte, kann einen Abstecher nach Lund, Vellinge oder zum Beispiel Landskrona machen machen. Landskrona (Heimat von Siw Malmkvist) ist eine gemütliche kleine Stadt, die direkt am Öresund liegt. Dort gibt es ein kleines Fischerdorf, das besichtigt werden kann. Fast endlos können am Strand Spaziergänge absolviert werden. Wenn dann der Hunger ruft, gibt es viele Möglichkeiten zu leckeren Fischgerichten. Wieder zurück in Malmö sollte nun der Westhafen angeschaut werden. Dort erlebt man richtige Hafenatmosphäre und sieht die Schiffe beim Ein- oder Auslaufen. Selbstverständlich lockt die Altstadt mit ihren zahlreichen kleinen Plätzen und Hinterhöfen. Abends geht es dann wieder zurück nach Lübeck-Travemünde. Pünktlich um 22 Uhr legt die Fähre von Finnlines wieder ab und erreicht am nächsten Morgen gegen 7 Uhr den Hafen. Ein schöner Kurzurlaub geht zuende. Weitere Information zur gemütlichen Stadt Malmö finden Sie unter www.malmo.se. Informationen zu den Abfahrtzeiten der Fähren von Lübeck-Travemünde nach Malmö finden Sie unter www.finnlines.de.

Text/Fotos: M. Röhe

Bild 1: Der Kapitän der Fähre „Finntrader“ (Reederei Finnlines) beim Einlaufen in den Hafen von Malmö. In der Morgendämmerung legt das Schiff im Hafen an.
Bild 2: Der Künstler Stig-Owe Jemseby zeigt einige seiner Werke. Sein Atelier ist in Landskrona.
Bild 3: Mit der Eisenbahn entlang der Küste von Schweden. Eine herrliche Angelegenheit.
Bild 4: Der Hafen von Schwedens drittgrößter Stadt Malmö.