Blaulicht-Report

Dieb macht sich an Zivilwagen vom PK 42 zu schaffen

(ha). Ein Zivilfahnder sitzt in seinem Dienstwagen im Stadtteil Billstedt und beobachtet die Umgebung. Plötzlich taucht ein junger Mann auf, zückt ein Messer und hantiert damit am Fahrzeugemblem des zivilen Fahrzeugs herum – offenbar will er es aus der Befestigung herausbrechen. Der Polizist vom Polizeikommissariat (PK) 42 fackelt nicht lange, steigt aus und nimmt den Mann fest. Handschellen klicken. Bei der anschließenden Durchsuchung findet der Beamte im Rucksack des Verdächtigen 20 weitere Fahrzeugembleme und -Schriftzüge. Der 24-jährige Mann war offenbar schon eine Weile auf Beutezug… 


Spielhalle in der Hammer Landstraße überfallen

(ha/pp). Die Polizei Hamburg fahndet nach zwei bislang unbekannten Tätern, die am frühen Morgen des 26. Juni 2017 eine Spielhalle in der Hammer Landstraße überfallen haben. Nach Angaben der Polizei betraten die beiden Täter gemeinsam die Spielhalle, in der sich zu diesem Zeitpunkt keine Kunden befanden. Einer der Täter war maskiert, der zweite hatte die Kapuze seines Pullovers aufgesetzt und trug eine Wollmütze und eine Sonnenbrille. Im weiteren Verlauf bedrohte einer der beiden die 63-jährige Angestellte mit einem Messer und forderte sie auf, die Kasse zu öffnen. Nachdem sie dieser Aufforderung nachgekommen war, griff der Täter in die Kasse und entnahm daraus 150 Euro. Anschließend flüchteten die beiden Täter auf der Hammer Landstraße in Richtung stadteinwärts (U-Bahn-Haltestelle Burgstraße). An den sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen waren insgesamt acht Funkstreifenwagen und der Polizeihubschrauber „Libelle 2“ beteiligt. Die Fahndungsmaßnahmen führten allerdings nicht zur Festnahme der Täter. Die 63-Jährige wurde bei dem Überfall nicht verletzt. Die beiden Täter können wie folgt beschrieben werden: Täter 1: 20 bis 25 Jahre alt , etwa 1,65 Zentimeter groß, braune Augen. Er trug einen grauen Kapuzenpullover und sprach Deutsch mit Akzent. Täter 2: soll etwa 20 bis 25 Jahre alt sein, etwa 1,70 bis 1,75 Zentimeter groß. „Südländische“ Erscheinung mit kräftiger/dicklicher Figur, rundes Gesicht, braune Augen. Er trug einen dunkelgrauen Kapuzenpullover, eine schwarze Wollmütze und eine Sonnenbrille. Zeugen, die Hinweise auf die Täter geben können oder verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 040/428 65 67 89 zu melden.


Zum Mittagessen bei der Polizei geparkt…

(mr/ha). Der Beruf des Polizisten ist nie langweilig: das mussten am 29. Juni 2017 gegen 12.35 Uhr Beamte des Polizeikommissariates 41 (Hamm) erneut feststellen. Sie sahen aus ihrem Dienstgebäude am Sievekingdamm aus einem Mercedes mit Dortmunder Kennzeichen ein Paar aussteigen, welches Tüten einer Schnellrestaurantkette bei sich trug. Als die Beiden wider erwarten nicht in das Polizeikommissariat kamen, überprüften die Polizisten das Kennzeichen und stellten fest, dass diese für einen Opel ausgegeben und nach Diebstahl zur Fahndung
ausgeschrieben waren. Daraufhin suchten die Beamten einen nahe gelegenen Park auf und trafen die 27-Jährige und ihren 29 Jahre alten Begleiter beim Verzehren des mitgebrachten Mittagessens an. Die Fahrerin des Mercedes räumte ein, den Wagen vor einigen Tagen gekauft und die Kennzeichen von einem ihr befreundeten Autohändlers  bekommen zu haben. Weiterhin ermittelten die Beamten, dass die 27-Jährige nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Nach rechtlicher Belehrung, dass sie im Verdacht steht, ein Fahrzeug ohne
Versicherungsschutz und ohne erforderliche Fahrerlaubnis gefahren zu haben, machte sie keine Angaben vor den Beamten. Die Polizisten stellten den Fahrzeugschlüssel und die Kennzeichen sicher. Die abschließenden Ermittlungen führen die Verkehrsermittler des Polizeikommissariates 41.


Das gibt’s doch gar nicht? DOCH! 

(mr/ha). Polizeibeamte haben des öfteren auch mit Geschichten aus der Kategorie „Das gibt’s doch gar nicht“ zu tun. So auch Beamte der Davidswache auf St. Pauli: Ein Mann zeigte den Diebstahl seines Fahrzeugs an und hatte nicht damit gerechnet, dass der aufnehmende Beamte ihn unmittelbar der Lüge überführte. Der Tatverdächtige aus dem Hamburger Umland Dienstwagen der Polizeihatte sich an das Polizeikommissariat 15 (Davidwache) gewandt, um den Diebstahl seines Renault Traffic anzuzeigen. Angeblich hatten unbekannte Täter das Fahrzeug in der Nacht in der Bernhard-Nocht-Straße entwendet. Noch während der Polizeibeamte die Anzeige des Deutschen entgegen nahm, kamen ihm Zweifel am Wahrheitsgehalt der gemachten Angaben. Der Anzeigende verstrickte sich zunehmend in Widersprüche. Nach weiteren Ermittlungen gab der 37-jährige Anzeigenerstatter zu, dass er den Diebstahl aus finanziellen Gründen vortäuschen wollte. Gegen ihn wird nun ein Strafverfahren wegen des Vortäuschen einer Straftat eingeleitet. Polizeibeamte erkennen sehr schnell, ob eine Straftat tatsächlich stattgefunden hat oder nicht. Das Vortäuschen einer Straftat ist kein Kavaliersdelikt. Polizeibeamte müssen dafür Zeit investieren, die für andere Ermittlungsverfahren benötigt wird.


Taschendieb gerät an den Falschen…

(ha). Zivilfahnder der Davidwache beobachteten einen Mann, der sich immer wieder auffällig an offensichtlich betrunkene Passanten heranmachte und sehr offensiv Körperkontakt suchte. Dabei machte er auch vor einem der Fahnder nicht Halt, der als vermeintlich Betrunkener eine offensichtlich überzeugende Vorstellung bot. Der Verdächtige umarmte den Fahhnder und hob ihn an, um sein Gewicht zu schätzen. Bei seiner Festnahme hielt er das Portmonee des Polizisten, das er aus der Gesäßtasche entwendet hatte, noch in der Hand. 


Schwerer Verkehrsunfall mit Rettungswagen in Hamm

(mr). Kürzlich kam es im Stadtteil Hamm zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Grund war der Fund einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Vermutlich kam es auf Grund der Unfall HamburgEvakuierung von etwa 1.000 Bewohnern zu einem schweren Unfall mit einem Krankentransport des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Das Fahrzeug des Ortsverbandes Altona war auf dem Weg zur Evakuierung, als es an der Kreuzung Borgfelder Straße/Grevenweg mit einem Mercedes zusammenstieß. Die Besatzung des DRK-Transports blieb unverletzt, der 42-jährige Mercedesfahrer musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr der 31-jährige Fahrer des Rettungswagens mit Sonderrechten (eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn) auf dem rechten Fahrstreifen der Hammer Landstraße in Richtung Borgfelder Straße. Nach Zeugenangaben hielt der Rettungswagen vor der Kreuzung Burgstraße an und fuhr dann in den Kreuzungsbereich ein. Von rechts kam der 42-Jährige mit seinem PKW, beide Fahrzeuge kollidierten. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Rettungswagen auf die Mittelinsel geschleudert und knickte dort einen Ampelmast um. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Foto: Röhe


Der satirische Polizeireport Ihrer Hamburger Allgemeinen Rundschau

FPolizeireportoto 1: Ein Lob an die Besatzung dieses Fahrzeugs: gerade und schön rückwärts eingeparkt haben sie ihn ja – ihren Streifenwagen. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, ob dem Fahrer die Bedeutung der weißen Hilfslinien bekannt ist. Stolze Leistung! Ein Streifenwagen auf zwei Stellflächen zu parken – Wahnsinn. PS: Liebe Streifenwagenbesatzung: vielleicht parken Sie ihren Wagen das nächste Mal einfach quer. Mit etwas Glück schaffen Sie es vielleicht, sogar noch einen dritten Parkplatz in Anspruch zu nehmen. Einfach mal probieren!

Foto 2: So ein Schichtdienst macht den einen oder anderen Beamten ganz schön durstig. Das aber nach acht Stunden Streife mehrere Kisten Cola und andere Getränke (siehe Foto) konsumiert wurden, macht einen Außenstehenden stutzig. Wobei: vielleicht war es ja bei diesen Beamten so, wie bei einem Angler. Stundenlanges Angeln und Warten auf den Anbiss eines Fisches macht hungrig und durstig. PolizeireportÜbertragen wir das Angeln auf den Dienst der Polizisten: stundenlanges Warten und Überprüfen und das eine oder andere Fahrzeug aus dem Verkehr fischen. Ja: es muss ein großer Fisch dabei gewesen sein. Na dann Prost!

Foto 3: Füße hoch und Fußball schauen. Was für ein Erlebnis! Aber doch bitte sehr in der Freizeit, oder? Dieses Foto entstand während der Europameisterschaft 2008. Bei diversen PolizeireportFanfesten und Live-Übertragungen auf großen Plätzen waren natürlich auch mehrere Dutzend Polizisten im Einsatz. Im Einsatz? Naja. Wenn man sich das Foto so anschaut, waren diese Polizisten alles andere als im Einsatz. Selbst gedanklich waren sie offenbar nur beim Fernsehen. Apropos Fernsehen: Liebe Polizisten, haben Sie denn eigentlich schon GEZahlt (heute Rundfunkbeitrag)?

Foto 4: Ja was ist denn in der Helgoländer Allee auf St. Pauli los? Da parkt doch glatt ein Streifenwagen der Hamburger Polizei in einer Bushaltebucht! Und dann auch noch entgegen der Fahrtrichtung. Nicht schlecht. Gleich zwei Parksünden auf einmal – sensationelle Leistung! Wenige Minuten zuvor hatte diese Streifwagenbesatzung in der gleichen Straße acht falsch parkende Fahrzeuge mit einem weißen Zettel verwarnt (sonntags ist der gesamte Parkstreifen von den Landungsbrücken bis hoch zur Reeperbahn ausschließlich für Busse zu nutzen), auf dem vermerkt ist, dass der Halter in wenigen Tagen Post bekommen wird: Polizeireportwegen Falschparkens. Alles schön und gut. Aber liebe Polizisten: Sie sind Uniformträger und haben eine Vorbildfunktion! Bereits in der Polizeischule, die Sie doch mit hoher Wahrscheinlichkeit besucht haben werden, müssten Sie doch gelernt haben: Auch Sie haben sich an die Regeln der Straßenverkehrsordnung zu halten! Lange, lange ist es her, dass Sie die Schulbank der Polizeischule gedrückt haben. Gerne frischen wir den Inhalt der Straßenverkehrsordnung noch einmal für Sie auf:

In der Straßenverordnung, Paragraph 35, Absatz 1 heißt es wörtlich: „Von den Vorschriften dieser Verordnung sind die Bundeswehr, die Bundespolizei, die Feuerwehr, der Katastrophenschutz, die Polizei und der Zolldienst befreit, soweit das zur Erfüllung hoheitlicher Aufgaben dringend geboten ist.“ Liebe Besatzung dieses Streifenwagens: Sie haben sich an die Regeln der STVO zu halten! Denn: in diesem Fall liegt ganz sicher keine dringende hoheitliche Aufgabe vor. Verlangen Sie von anderen Verkehrsteilnehmern nichts, was Sie nicht selbst einhalten.

PolizeireportFoto 5: Wer seinen Mannschaftswagen liebt, der schiebt. Auf auf, Männer! Diese Beamten mussten in Höhe des Dänischen Konsulats in Hamburg-Rotherbaum ihren Mannschaftswagen schieben, weil er partout nicht anspringen wollte. PS: Vielleicht hätten sie vorher tanken sollen.

Foto 6: „Wenn ich einmal groß bin, will ich Wasserwerfer werden“. Nachwuchs bei der Hamburger Polizei: Dieser kleine Smart gehört zum Nachwuchs beim Fuhrpark der Landespolizei.Polizeireport

Der satirische Polizeireport Ihrer Hamburger Allgemeinen Rundschau. Zusammen getragen von (mr). Fotos: FoTe Press.