Hier ruhen Hamburgs Persönlichkeiten

Das Grab von Hellmuth Karasek auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg. Der Literaturkritiker und Buchautor starb am 29. September 2015 in seiner Wohnung. Foto: Röhe

(mr). Bronze-Tiger, kunstvolle Jugendstilornamente, Engel, herrschaftliche Grabstätten – oder auch Grabstätten mit schlichten Holzkreuzen. Auf den Friedhöfen in Hamburg haben zahlreiche Persönlichkeiten, die im Laufe der Jahrhunderte in der Hansestadt lebten und wirkten, ihre letzte Ruhe gefunden. Ob Musiker, Dichter, Wissenschaftler, Schauspieler, Entertainer, Künstler oder Politiker: Prominenten-Grabstätten sind Pilgerorte für Fans und Touristen. In der Information des Friedhof Ohlsdorfs gibt es sogar einen eigens nur für Grabstätte Witta Pohlprominente Grabstätten konstruierten Friedhofsplan. Ob es Trauer ist, die Nähe zum Idol oder einfach nur die Neugier: täglich kommen Menschen auf Hamburgs Friedhöfe, um sich das Grab eines Promis anzuschauen.

Die Grabstätte von Schauspielerin Witta Pohl auf dem Friedhof Ohlsdorf. Bekannt wurde die beliebte Darstellerin unter anderem aus den Serien „Diese Drombuschs“ und „Happy Birthday“.

Ihre Hamburger Allgemeine Rundschau stellt Ihnen auf dieser Seite ein paar ausgewählte Grabstätten prominenter Persönlichkeiten vor. Weitere Grabstätten von Prominenten aus aller Welt finden Sie hier. Grabstätten auf dem Friedhof Ohlsdorf finden Sie hier.

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Von links nach rechts: Die Grabstätte von Hannelore „Loki“ Schmidt auf dem Friedhof Ohlsdorf, Grabstätte von Reformpädagoge Wilhelm Flitner, von Karikaturist Mirko Szewczuk und Theologin Dorothee Sölle. Alle Drei befinden sich auf dem Friedhof in Nienstedten.

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Die Grabstätte von Hanns Joachim Friedrichs (links). 1955 kam er zum Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR), wechselte 1964 zum Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) und moderierte dort ab 1969 die Nachrichtensendung “heute”. Für die “Tagesthemen” der ARD wurde er 1987 verpflichtet. Seine Grabstätte ist auf dem Friedhof Nienstedten. Das Foto rechts daneben zeigt die Grabstätte des Entertainers und Schauspieler Carlheinz Hollmann. Bekannt ist Hollmann aus der Sendung „Aktuelle Schaubude“, die er bis 1964 als Moderator leitete. Zudem moderierte er das „Hamburg Journal“ des NDR, später „Schaufenster Deutschland“, “ Das ist ihr Leben“ oder „Was wäre wenn…“ Das Foto rechts zeigt die letzte Ruhestätte des Unternehmers Hermann Fürchtegott Reemtsma.

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Von links nach rechts: Grabstätte von Schauspielerin Gerda Gmelin, Komödiant Heinz Erhardt, Regisseur Jürgen Roland (alle auf dem Friedhof Ohlsdorf) und Schauspielerin Evelyn Hamann (Friedhof in Niendorf).

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Von links nach rechts: Das Grab von Tagesschau-Sprecher Werner Veigel (Friedhof Ohlsdorf), der Grabstein des Tropenmediziners Bernhard Nocht, des Unternehmers Rolf Dittmeyer (beide Nienstedtener Friedhof) und des Schauspielers Werner Riepel (Hauptfriedhof Altona).

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Von links nach rechts: Das Grab von Schauspieler Hans Albers (Friedhof Ohlsdorf) und Volksschauspielerin Heidi Kabel (Friedhof Nienstedten) zusammen mit ihrem Mann Hans Mahler (ebenfalls Theater- und Filmschauspieler), sowie von Musiker und Komponist Helmut Zacharias (Friedhof Ohlsdorf).

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Von links nach rechts: Das Grab von Politiker Max Brauer (Hauptfriedhof Altona), von Unternehmer Werner Otto, Gründer des Tierparks Hagenbeck Carl Hagenbeck und Schauspieler Jörg Pleva (alle Friedhof Ohlsdorf).

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Von links nach rechts: Das Grab von Schriftsteller Siegfried Lenz (Friedhof Groß-Flottbek), Schauspielerin Mareike Carriere (Friedhof Ohlsdorf), Sänger Peter Beil (Hauptfriedhof Altona) und Bundeskanzler a. D. Helmut Schmidt (Friedhof Ohlsdorf).

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Musiker James Last fand ebenfalls seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof Ohlsdorf, genauso wie Box-Legende Fritz Sdunek. An seinem Grab steht eine Stehle mit zwei Boxhandschuhen. Das Foto rechts zeigt den Grabstein von Schauspieler Walther Bullerdiek und seiner Frau Magda Bäumken (Schauspielerin), ebenfalls auf dem Friedhof Ohlsdorf. Ganz rechts ist das Grab von TV- und Hörfunkreporter Hermann Rockmann zu sehen (Friedhof Ohlsdorf).

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Auf dem Friedhof Ohlsdorf fanden auch Schauspieler Bob Iller (von links), Hanns Lothar und die Schauspielerin Hilde Knoth ihre letzte Ruhestätte. Auch das Grab von Bundesbankpräsident Karl Klasen ist dort zu finden.

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Ebenfalls auf dem Friedhof Ohlsdorf zu finden sind das Grab von Literaturkritiker Hellmuth Karasek sowie von Schauspieler Harry Rowohlt. Auf dem Grabstein von Harry Rowohlt ist eine Art Autogramm in einen großen Stein graviert, während auf dem Grabstein von Hellmuth Karasek sein Klarname zu lesen ist. Das Foto rechts zeigt die Grabstätte des am 30. Juli 2000 verstorbenen Musiker, Komponisten und Sänger, Werner Cyprys. Das Grab ist auf dem Neuen Friedhof Niendorf.  Das nebenan zeigt die Grabstätte von Unternehmer Johann Joachim Darboven auf dem Friedhof Nienstedten.

     

Von links: Grabstätte von Inge Meysel,Gustav Gründgens, Wolfgang Borchert und Mita von Ahlefeld. Auch diese vier Grabstätten befinden sich auf dem Friedhof Ohlsdorf. 

   

Von links: Peter Beil fand seine letzte Ruhe auf dem Hauptfriedhof Altona. Jürgen Roland wurde auf dem Friedhof Ohlsdorf beigesetzt. Auch die Grabstätte von Monica Bleibreu ist auf dem Friedhof Ohlsdorf zu finden. Das Grab von Hans Maler ist auf dem Friedhof Nienstedten. 

   

Von links: Die Grabstätte von Radiomoderator Friedhelm Mönter, Schauspieler Dietmar Mues, Tagesschau-Sprecher Karl-Heinz Köpke und von  Carolin Wosnitza („Sexy Cora“). 

   

Von links: Die Grabstätte von Politiker Hugo Brandt auf dem Friedhof Ohlsdorf. Ebenfalls auf dem größten Parkfriedhof liegen der Musiker Franz Jarnach, Komponist und Musiker Hans Joachim (Jochen) „Jo“ Ment und der Architekt Cäsar F. Pinnau. 


Hinweise: Einige Angehörige haben bei der jeweiligen Friedhofsverwaltung darüber verfügt, dass keine Auskünfte über die genaue Lage der Grabstätte gegeben werden dürfen. Auch wir halten uns aus Respekt gegenüber den Angehörigen daran, nicht die exakte Lage bekannt zu geben. Bitte sehen Sie von solchen Anfragen ab. Danke.


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Buch „Vergangen, aber nicht vergessen“ – Wo Persönlichkeiten ihre letzte Ruhe fanden

(ha). Passend zum Thema machen wir gerne auf ein Buch aufmerksam, welches im FoTe Press Zeitungsverlag erschienen ist. „Vergangen, aber nicht vergessen“ – Wo Persönlichkeiten ihre letzte Ruhe fanden. Klappentext: Friedhöfe sind etwas Schönes, haben aber etwas Trauriges an sich – immerhin liegen dort verstorbene Menschen. Angehörige nehmen auf verschiedene Art und Weise Abschied von ihren geliebten Personen. Teils sind es ergreifende, humorvolle oder überraschende Grabsteine, Grabplatten oder Grabstelen, teils sind es rätselhafte Gräber und Inschriften. Das Betrachten von Grabstätten ist aber auch für unbeteiligte Personen eine für die menschliche Seele nützliche Beschäftigung. Allen Menschen sei empfohlen, mit dem Tode auf gutem Fuße zu stehen. Immerhin ist der Tod die einzige Sache im Leben, die völlig sicher ist. „Wer früh stirbt, ist länger tot“ – mit diesem Spruch versuchen manche Menschen das Missverhältnis auszugleichen, zudem die Zeit steht, die wir leben, zu der endlosen Zeit, die wir tot sind.
Auf dem Grabstein von Volksschauspielerin Heidi Kabel steht treffend formuliert die plattdeutsche Inschrift „To’t Leben hört de Dood“ („Zum Leben gehört der Tod“). Appropos Schauspielerin: die meisten Menschen gehen regelmäßig auf Friedhöfe, um Grabstätten von Familienangehörigen zu besuchen oder in einigen Fällen auch zu pflegen. Es folgen Gräber von Nachbarn, dann folgen in der „Rangfolge“ (wenn bei verstorbenen Personen überhaupt von einer Rangordnung gesprochen werden kann) auch schon Gräber von prominenten Persönlichkeiten.

Angaben zum Buch: Autor: Tobi Thomsen, Erschienen bei Books on Demand (14. März 2017), ISBN-13: 978-3-7431-1236-0.