Jubiläum: Das 25. Filmfest Hamburg beginnt

Paparazzi aufgepasst: das Filmfest Hamburg läuft vom 5. bis 14. Oktober 2017 und lockt wieder zahlreiche Promis in die Hansestadt. Foto: Röhe

(mr/ha). “Ich glaube, dass wir mit unserem Programm in den vergangenen Jahren eine ganz eigene Handschrift entwickelt haben und das Hamburger Publikum mit unserer Auswahl und unseren Entdeckungen jedes Jahr wieder neu begeistern und überraschen können”, sagt Festivalleiter Albert Wiederspiel, der seit 2003 die Arbeit seiner Vorgänger Rosemarie Schatter (1992), Gerhard von Halem (1994) und Josef Wutz (1995 bis 2002) erfolgreich fortsetzt. Jährlich im Herbst zeigt das Filmfest Hamburg etwa 120 Filme aktuell in den Sektionen Freihafen, Hamburger Filmschau, Transatlantik, Veto!, Voilà!, Vitrina, Asia Express, Eurovisuell, 16:9 und Kaleidsokop. Hinzu kommt das „Michel Kinder und Jugend Filmfest“ mit einem eigenen Film-, Veranstaltungs- und Workshop-Programm für die kleinen Kinobesucher.
In seinem 15. Festivaljahr kann Albert Wiederspiel auf eine er folgreiche Bilanz zurückblicken. Das Festival ist über die Jahre kontinuierlich gewachsen, die Besucherzahlen haben sich seit 1992 verzehnfacht. Vom 5. bis 14. Oktober 2017 lädt Filmfest Hamburg zur 25. Ausgabe in die Kinos Abaton, CinemaxX Dammtor, Metropolis, Passage und Studio-Kino ein. Das 15. „Michel Kinder und Jugend Filmfest“ findet vom 6. bis 14. Oktober im Abaton Kino statt. Erwartet werden in diesem Jahr unter anderem US-Regisseur und Schauspieler John Carroll Lynch, Heino Ferch, Aglaia Szyszkowitz, Odin Eikre, David Kross, Devid Striesow, Axel Milberg (Foto links, „Tatort“-Darsteller), Christiane Paul, Jürgen Vogel, Francis Fulton-Smith und beispielsweise Rudolf Kowalski. Das ausführliche Programm, welcher Promi wann und wo auf dem roten Teppich flaniert, finden Sie unter www.filmfest-hamburg.de. Das Filmfest lohnt sich nicht nur für Paparazzi, sondern auch für alle Filmbegeisterten.

Im Jubiläumsjahr, das zugleich die 15. Ausgabe unter der Leitung von Albert Wiederspiel ist, werden insgesamt 131 Filme aus 59 Ländern in fünf Hamburger Kinos gezeigt. Die Werke namhafter Regisseure sind ebenso zu sehen wie Filme von Nachwuchsfilmemachern. Insgesamt werden im Rahmen des Filmfestes zehn Preise vergeben, darunter der renommierte Douglas Sirk Preis, den in diesem Jahr der Regisseur, Autor und Fotograf Wim Wenders erhält. Eröffnet wird das Filmfest mit dem Film „Lucky“ von John Caroll Lynch und einem Grußwort von Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz. „25 Jahre – das Filmfest Hamburg hat diese Zeit genutzt, um seine Rolle als Fixpunkt des Kinos im Norden beharrlich und klug auszubauen. Dabei gelingt es auch dieses Jahr wieder, den Reichtum des Weltkinos in der Hansestadt zu präsentieren und gleichzeitig vielversprechende, aber noch wenig bekannte Filmemacher vorzustellen. Das Filmfest zeigt mit großem Einsatz Filme, die für die Kinokunst und für die gesellschaftliche Verständigung relevant sind. Es ist nah an den Themen der Zeit, das heißt im Jahr 2017: dass es sich besonders intensiv mit den Folgen der Globalisierung beschäftigt“, sagt Olaf Scholz (Foto).

Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Das Filmfest Hamburg hat sich in 25 Jahren zu einem wichtigen Fest für den Spiel- und Dokumentarfilm entwickelt. Mit Wim Wenders wird in diesem Jahr einer der ganz Großen des Films geehrt. Albert Wiederspiel und seinem Team gelingt es seit nunmehr 15 Jahren, jedes Jahr ein erstklassiges Programm zusammenzustellen. Beiträge wie der in Cannes ausgezeichnete Film ‚A Man of Integrity‘ des in Hamburg und Teheran lebenden Regisseurs Mohammad Rasoulof stellen immer wieder die große gesellschaftliche Relevanz des Films unter Beweis. Es ist gut, dass sich das auch beim Filmfest Hamburg wiederfindet.“ In seinem 25. Jahr zeigt das Filmfest Hamburg erneut ein vielfältiges Programm aus aller Welt. In thematischen Schwerpunkten wie „Arbeit“ oder „Heimat“ nehmen in diesem Jahr zahlreiche Filme aktuelle, gesellschaftlich relevante Themen in den Fokus. Neben dem renommierten Douglas Sirk Preis werden im Rahmen des Filmfestes 2017 weitere Preise in Höhe von 100.000 Euro vergeben. Darunter, in einer Dotierung von insgesamt 50.000 Euro, zum vierten Mal der Hamburger Produzentenpreis, der zu gleichen Teilen von der Hamburger Behörde für Kultur und Medien und der Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten mbH (VFF) finanziert wird. Gewürdigt werden damit die besonderen Leistungen von deutschen Produzenten und Film- und Fernsehproduktionsfirmen. Erstmals wird zudem der mit 10.000 Euro dotierte Filmpreis „Sichtwechsel“ verliehen, den das Auswärtige Amt stiftet. Damit sollen Regisseurinnen und Regisseure ausgezeichnet werden, die über nationale und kulturelle Grenzen hinweg außerhalb ihrer Heimatländer arbeiten und Filme realisieren. Seit 1992 präsentiert das Filmfest Hamburg jährlich nationale und internationale Spiel- und Dokumentarfilme als Uraufführungen, Europapremieren oder deutsche Erstaufführungen. Dabei reicht das Spektrum von anspruchsvollen Arthouse-Filmen über innovative Publikumsrenner bis hin zu einem bunten Film- und Veranstaltungsprogramm für Kinder im integrierten Michel Kinder und Jugend Film Fest Hamburg. Zahlreiche Veranstaltungen machen das Filmfest Hamburg mit einem ambitionierten Rahmenprogramm zu einem wichtigen Treffpunkt für die Filmbranche und Kinobegeisterte. Weitere Informationen, das vollständige Programm und Karten erhalten Sie unter www.filmfesthamburg.de.