So wird die Arbeitslosigkeit schöngerechnet

Der Haupteingang der Arbeitsagentur für Arbeit in Hamburg. Millionen Menschen in Deutschland sind arbeitslos. Die genaue Zahl veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit jeden Monat. Doch nicht jeder Erwerbsfähige, der einen Job sucht, taucht in der Statistik auf. Foto: Röhe

(mr). Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht einmal im Monat die neuesten Arbeitslosenzahlen. Ebenfalls einmal im Monat melden sich Opposition und Sozialverbände mit fundamentaler Kritik: die Arbeitslosenzahl ist Schönfärberei. In Wirklichkeit seien wesentlich mehr Menschen arbeitslos – allerdings rechne die Regierung sie mit allerlei Tricks aus der offiziellen Statistik heraus. Bundesweit gelten fast eine Million Menschen offiziell nicht als arbeitslos, obwohl sie die Kriterien dafür erfüllen. Sie gelten lediglich als unterbeschäftigt. Dazu zählen Menschen, die an einer Maßnahme der aktiven Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder vorübergehend krank sind oder sie sind älter als 58 Jahre alt und beziehen ALG 2 (umgangsprachlich Hartz IV). Getrickst werde vor allem bei der Arbeitslosenzahl von Langzeitarbeitslosen. Also Personen, die in der Regel länger als ein Jahr als arbeitssuchend gemeldet sind und somit ALG 2 beziehen. In Hamburg gibt es aktuell 45.352 Bezieher von ALG2 (Stand: September 2017).

Damit die Statistik noch besser aussieht, steckt die Behörde sogar Selbständige in Maßnahmen – also so genannte „Aufstocker“. Sie kommen mit ihrer Selbständigkeit nicht über die Runden, beziehen noch zusätzliches ALG2. „Ich wurde gezwungen, an einer AGH teilzunehmen. 20 Stunden in der Woche musste ich einer ehrenamtlichen Arbeit nachgehen, anstatt Geld mit meiner Selbständigkeit zu generieren“, sagt Stefan J. (Name geändert) und ergänzt: „Die Tätigkeit an sich ist kein Problem für mich. Wer Geld von Vater Staat bekommt, kann der Allgemeinheit auch gerne etwas zurück geben und eine der Allgemeinheit nützlichen Beschäftigung nach gehen. Allerdings haben sich meine Einnahmen drastisch verändert und die lassen sich nicht nach Beendigung der AGH einfach mal eben so wieder auffangen.“ Ihre Hamburger Allgemeine Rundschau hat beim Jobcenter team.arbeit.hamburg nachgefragt. „Oberste Priorität und gesetzlicher Auftrag von Jobcenter team.arbeit.hamburg ist es, arbeitslose Hamburger in sozialversicherungspflichtige und tariflich entlohnte Beschäftigung zu vermitteln. Grundsätzlich gilt: Arbeitsgelegenheiten (AGH) sind nur eines von vielen Förderinstrumenten, die Jobcenter team.arbeit.hamburg bei bedarfsgerechtem Einsatz und unter Berücksichtigung der individuellen Belange der einzelnen Kunden zur Verfügung stehen“, sagt Heike Böttger, Sprecherin von Jobcenter team.arbeit.hamburg. Im Dezember 2015 waren 2.320 Teilnehmer in einer AGH in der Hansestadt eingebunden – im Jahresdurchschnitt 2015 nahmen 2.296 Personen an einer AGH teil.

„Die `Eingliederungsquote AGH` beträgt 6,5 Prozent – Integration binnen sechs Monaten nach Austritt aus der Maßnahme“, teilt Heike Böttger weiter mit. (Hinweis zum aktuellen Stand : Nach dem Ende der AGH im Dezember 2014 wurde geprüft, ob die  Teilnehmer Mitte 2015 in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung war.) Im August 2016 waren 1.703 Teilnehmer in einer AGH. Ihre Hamburger Allgemeine Rundschau hakte noch einmal nach und wollte wissen, in welchem Zusammenhang die 6,5 Prozent der ALG 2-Bezieher in eine Beschäftigung gekommen sind? Vor allem interessant: wie viele Teilnehmer einer AGH wurden direkt beim Träger der AGH übernommen oder haben überhaupt im Zusammenhang mit der Maßnahme einen Job erhalten? „Dazu liegen uns keine Erkenntnisse vor. Die Statistik weist nur die Anzahl der Teilnehmer einer AGH aus“, sagt Matthias Thamling, ebenfalls Sprecher des Jobcenters team.arbeit.hamburg. Das Kuriose: laut einer internen Dienstanweisung des Bundesagentur für Arbeit sollten “Aufstocker” nicht mit diesem Förderinstrument bedacht werden. Warum steckt das Jobcenter denn überhaupt “Aufstocker” in eine AGH? „Gemäß der internen Dienstanweisung der Bundesagentur für Arbeit werden sogenannte Aufstocker in der Regel nicht zu einer Teilnahme an einer Arbeitsgelegenheit verpflichtet. Es handelt sich bei der zugrunde zu legenden Passage (…) – der Fachlichen Weisungen um eine Empfehlung, was in begründeten Ausnahmefällen Ausnahmen zulässt“, teilt Thamling weiter mit. Als Beispiel für eine Förderung eines Aufstockers im Sinne der Fachlichen Weisungen könne es Fälle geben, in denen der Arbeitslosengeld I-Bezug im Laufe eines Monats endet, der Arbeitslosengeld II-Bezug aber bereits am ersten eines Monats begonnen hat und der Einstieg in AGH ebenfalls in diesem Monat stattgefunden hat. Je nach statistischem Abfragedatum erscheinen dann entsprechende Förderungen.

Matthias Thamling verteidigt die AGH bei Aufstockern mit einem Beispiel: „Ein Bezieher von ALG 2 ist mit einer sehr niedrigen Wochenstundenzahl angestellt, die nicht zur Deckung seiner Bedarfe ausreicht, allerdings sozialversicherungspflichtig ist. Er bezieht ergänzende Leistungen vom Jobcenter. Um ihm vertiefende Berufserfahrung zu ermöglichen oder an einen mehrstündigen Arbeitsalltag heranzuführen, kann eine Teilnahme an  einer Arbeitsgelegenheit mit einer reduzierten Stundenzahl sinnvoll sein.  Ebenso kann es – insbesondere um einen strukturierenden Tagesablauf zu erhalten – sinnvoll sein, den bisherigen Besuch der AGH in Vollzeit nicht lediglich durch eine Teilzeitbeschäftigung zu ersetzen. In der begleitenden AGH kann dann weiter an den persönlichen Rahmenbedingungen gearbeitet werden. Diese Förderungen sind immer einzelfallspezifisch umfassend zu prüfen und fortlaufend in Hinblick auf die Zielerreichung zu beobachten.“ Im Jahr 2015 befanden sich nach Angaben der Pressestelle von Jobcenter team.arbeit.hamburg im Jahresdurchschnitt sieben „Aufstocker“ in Arbeitsgelegenheiten. Ob diese nach der AGH einen besseren Standpunkt hatten, ist nicht bekannt. Stefan J. sagt ganz deutlich: „Die AGH hat mir nichts gebracht – im Gegenteil. Vor der AGH hatte ich Einnahmen von mehreren Hundert Euro monatlich. Abzüglich meiner Kosten hatte ich in etwa 300 bis 400 Euro Gewinn, die mit dem ALG 2 verrechnet wurden. Nach der AGH sind meine Gewinne quasi auf null herunter gefahren. Ich habe im Vorwege ganz deutlich daraufhin gewiesen, dass meine Selbständigkeit nicht mit einer Tätigkeit von 20 Stunden vereinbar ist.“


„Pro Finlandia. Finnlands Weg in die Unabhängigkeit“

(ha). Im Festjahr 2017 zur 100-jährigen Unabhängigkeit Finnlands präsentiert die Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität (im Stadtteil Wandsbek) die Ausstellung „Pro Finlandia. Finnlands Weg in die Unabhängigkeit“. Die Ausstellung behandelt die historischen Beziehungen Finnlands zu Deutschland, Großbritannien und Österreich-Ungarn vom Mittelalter bis Anfang der 1920er-Jahre. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem 19. Jahrhundert und der Zeit des Ersten Weltkriegs. Die frühesten Kontakte entstanden durch die Handelsbeziehungen im Ostseeraum; weitere Berührungspunkte brachten die Reformation und der Dreißigjährige Krieg mit sich. Im 19. Jahrhundert stand die Wissenschaft im Fokus: Vor allem britische Forscher interessierten sich für Finnland. Bald machte man sich auch von Finnland aus an deutsche und britische Universitäten auf und importierte von dort industrielle Innovationen. Außerdem waren die Kontakte in der Kunst besonders eng. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die weitgehende Autonomie Finnlands im Russischen Reich zu einer politischen Frage. So stärkten beispielsweise deutsche, britische, österreichische und ungarische Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kultur Finnland in der Phase der verstärkten russischen Vereinheitlichungsmaßnahmen den Rücken und unterstützten das finnische Unabhängigkeitsbestreben in der „Pro Finlandia“-Petition, welche Namensgeber für die Ausstellung ist. Staatliche Institutionen hingegen hielten sich zurück. Der politische Einfluss Deutschlands in Finnland während der Zeit des Ersten Weltkriegs endete mit der Niederlage des Deutschen Kaiserreichs Ende 1918. Auf der Suche nach einer neuen Positionierung im internationalen Gefüge wandte sich Finnland u.a. wieder Großbritannien zu, aber die Beziehungen zu Deutschland blieben inoffiziell weiterhin stark. Eine Ausstellung des Nationalarchivs Finnlands in Zusammenarbeit mit der Botschaft von Finnland und dem Finnland-Institut in Deutschland.

Laufzeit der Ausstellung: 4.11.2017 – 22.11.2017

Öffnungszeiten: Mo-Do 9-16 Uhr, Fr 9-14 Uhr

Sonnabend, 4.11.2017, 17-24 Uhr („Nacht des Wissens“)

Eintritt frei.

Barrierefreier Zugang.


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Nach 25 Jahren: Serien-Aus bei beliebter Vorabendserie „Der Landarzt“

(mr). Schock für alle Landarzt-Fans. Am 3. Oktober 2012 – dem Tag der deutschen Einheit und somit einem Feiertag – gab die Novafilm Fernsehproduktion GmbH Berlin das Serien-ADer Landarztus bekannt. Auf der Internetplattform „Facebook“ postete das Unternehmen: „Cut! Der Landarzt ist abgedreht. Für immer. Wir haben gestern das Abschlussfest

Eine der letzten Szenen: Janina Elkin, Edith Behleit, Wayne Carpendale und Regisseurin Ulrike Hamacher (von links) bei Dreharbeiten am Sonnabend, dem 29. September 2012 in Kappeln-Ellenberg. Foto: FoTe Press

für die 22. Staffel gefeiert und haben uns von unserem tollen Team verabschiedet. Im 25. Ausstrahlungsjahr hat das ZDF die Serie nun leider abgesetzt. Unser Dank gilt allen, die ihren Teil dazu beigetragen haben, dass „Der Landarzt“ in dieser Qualität hergestellt werden konnte und den vielen Millionen Menschen, die das Programm mit Freude einschalten. 2013 werden die letzten Folgen der Serie ausgestrahlt und wir wünschen allen Zuschauern viel Spaß beim Genießen!“ Erst vor wenigen Wochen startete die neue Staffel der beliebten Arztserie im Fernsehen, die im Durchschnitt laut ZDF etwa 4,5 Millionen Zuschauer sahen. Warum jetzt das plötzliche Serien-Aus? „Das ZDF wird im Rahmen der kontinuierlichen Programmerneuerung die Vorabendserie ‚Der Landarzt’ nicht fortsetzen. Darüber wurde die betreffende Produktionsfirma bereits informiert“, gibt Iris Käsche von der Pressestelle bekannt. „Für den Sendeplatz am Freitagabend (19.25 Uhr) werden neue Formatideen entwickelt. Zur kontinuierlichen Modernisierung eines TV-Programms gehört auch der gelegentliche Abschied von lang laufenden Formaten. Sonst gäbe es keine Sendeplätze für Neuentwicklungen“, führt Iris Käsche fort. Das Team staunte am Dienstag nicht schlecht, als im Rahmen der Abschlussfeier zum Ende der 22. Staffel das endgültige Aus verkündet wurde. Mit 25 Jahren gehört „Der Landarzt“ zu den ältesten Serien im Deutschen Fernsehen. Kaum jemand kann nun die Entscheidung des ZDF verstehen. Die letzten vier Jahre wurden selbst die Dreharbeiten für Journalisten abgeschirmt. Nur einmal im Jahr wurden Pressevertreter kollektiv ans Set gelassen, um Fotos zu schießen und Interviews zu führen. Das war zu Zeiten von Christian Quadflieg (Landarzt von 1987–1992) und Walter Plathe (Landarzt von 1992 bis 2008) anders. Seit des Einstiegs von Wayne Carpendale im Jahr 2008 hat sich nicht nur vom Inhalt eine Menge geändert. Auch die Arbeitsweise am Set soll sich stark verändert haben. So erstaunt es fast nicht, dass der Hauptdarsteller Wayne Carpendale auch nur einen kurzen Kommentar über seine offizielle Facebook-Seite postete: „Ich muss Euch leider sagen, dass ich am Montagabend meine letzte Szene als Dr. Jan Bergmann gespielt habe. Der Sender hat sich entschieden, den Landarzt nicht fortzusetzen. Es waren fünf wunderschöne Jahre mit einem ganz besonderen Team und tollen Fans. Dafür ein riesen fettes DANKE!“ Im Zeitalter des Internet wohl die einfachste Art, einfach tschüß zu sagen…


„Kunstüberfall“ vom Bundesjugendballett

(mr). Es klopft an der Tür – der Schulunterricht wird unterbrochen. Zwei Tänzer des Bundesjugendballetts betreten das Klassenzimmer und beginnen mittels verschiedener Arm-. Hand- und Fußbewegungen die Schüler zum Mitmachen zu animieren. Der Plan geht auf: Sofort springen die – zugegeben – ungeübten Schüler in die Höhe und machen die BundesjugendballettTanzbewegungen der Profis nach. Seit der Spielzeit 2011/12 gibt es in Deutschland erstmals ein Bundesjugendballett. Die Idee dazu hatte Ballettdirektor und

Das komplette Ensemble des Bundesjugendballetts: Winnie Dias, Patrick Eberts, Gabriela Finardi, Graeme Fuhrman, Maurus Gauthier, Madoka Sugai, Yukino Takaura und Daan van den Akker. Foto: FoTe Press

Chefchoreograf des Hamburg Balletts John Neumeier. Es besteht aus vier Frauen und vier Männern. Die junge Compagnie verfolgt zwei Hauptziele: Sie fördert junge Tanztalente mit abgeschlossener Berufsausbildung und bringt den Tanz auch an Orte und zu Menschen, die mit Ballett selten in Berührung kommen. Darum auch unterschiedliche Aktionen wie der „Kunstüberfall“ in der Schule, dem Auftritt auf der Kuppel des Reichstages oder beispielsweise einer Tanzeinlage auf dem Hamburger Rathausmarkt. Auch Auftritte in Altenheimen und sogar Gefängnissen hat das Bundesjugendballett bereits absolviert. Für Neumeier ging mit Deutschlands erstem Bundesjugendballett ein langersehnter Traum in Erfüllung. Die Bundesregierung unterstützt das Projekt, das zunächst für vier Jahre angesetzt ist, mit 2,8 Millionen Euro. „Sechs Tage in der Woche trainieren wir. Wir machen ein ausgiebiges Aufwärmtraining mit Liegestützen und Dehnübungen“, sagt Maurus Gauthier. Der 20-jährige Tänzer ist seit vier Jahren in der Ballettschule Hamburg, seit einem Jahr im Bundesjugendballett. Ein prägendes Erlebnis brachte ihn zum Tanz: als Schüler sah er bei einer Aufführung ein Solo tanzen und war beeindruckt. Seitdem gehört er zu Deutschlands besten Ballett-Tänzern. Die acht jungen Tänzer zwischen 18 und 23 Jahren haben ihre Heimat im Ballettzentrum Hamburg – John Neumeier in Hamm. Das Bundesjugendballett will „in Bewegung“ sein und können insgesamt zwei Jahre gemeinsam arbeiten. „Es macht mir sehr viel Spaß. Ich liebe es, verschiedene Performances einzustudieren“, sagt Madoka Sugai. Der 18jährigen Japanerin stand als Gewinnerin des renommierten Tanzpreises „ Prix de Lausanne 2012“ die Tür in die Ballettwelt offen. Nun tanzt sie mit einem Stipendium beim Bundesjugendballett. Für ihre Leistungen im zeitgenössischen Fach erhielt sie zudem eine zusätzliche Auszeichnung. Im Mai gewann sie den „Grand prix“ beim internationalen Wettbewerb „Chausson d’Or“.


„Rothenburgsorter Gourmetkinder“

(mr). „Wir kochen jeden Montag mit zwölf Kindern der dritten Klasse im Rahmen der Ganztagsschulkurse und laden in regelmäßigen Abständen Eltern und Gäste ein“, sagt Hermann Teiner. Der 54-Jährige hatte im vergangenen Jahr die Idee, aus dem seit mehreren Jahren bestehenden „Kinderrestaurant“ in der Fritz-Köhne-Grundschule ein Projekt zu realisieren, in dem die Schüler neben dem Kochen auch Französisch lernen. „Die internationale Küchensprache ist französisch. Außerdem hat die hohe Kochkultur ihre historischen Wurzeln in Frankreich“, sagt der gelernte Koch, Sozialarbeiter und Leiter vom Haus der Jugend. Die Idee war geboren, aus dem Kinderrestaurant eine Art Französisch-Unterricht zu realisieren. Das besondere ist, das sich alle zwölf Kinder auf einem vergleichsweise hohen Niveau mit ihren Gerichten einüben. Dazu zählen Kochen, Anrichten und Servieren. Nach dem Motto „Kochen und Französisch“ lernen die Kinder alle Zutaten auf Französisch. „Die Schüler singen, lernen neue Begriffe und kochen gemeinsam. Das stärkt soziale Kompetenz“, sagt Henriette Rahden (69). Höhepunkt dieses Projektes war ein Ausflug nach Frankreich, bei dem zwölf Rothenburgsorter Gourmetkinder und zwölf Kinder aus Marseille gemeinsam nach Aix on Provence gefahren sind und dort gemeinsam gekocht haben. „Unterstützt wurde die Fahrt vom Deutsch-Französischen Jugendwerk, über das wir Kontakte zu einem französischen Jugendhilfeträger in Marseille aufnehmen konnten“, sagt Hermann Teiner. In Frankreich konnten die Grundschüler ihre Sprachkenntnisse vertiefen und ausbauen. „Das war schon schön Gourmetkinder Rothenburgsortzu erleben, wie gerade mal neun- und zehnjährige Kinder auf Französisch mit den dortigen Kindern sprechen konnten“, sagt Henriette Rahden.

Gemeinsam Kochen, Spaß haben und dabei auch noch französisch Lernen – das ist der Leitgedanke des Kooperationsprojekts des Hauses der Jugend und der Fritz-Köhne-Grundschule in Rothenburgsort. Foto: FoTe-Press


Prominente entdecken Hamburg als Fahrradstadt

(mr). Immer mehr Menschen satteln um aufs Fahrrad. Sportliche Aktivität, keine Fahrtkosten und vor allem immer an der frischen Luft. Fahrradfahren macht Spaß und hält fit. DasNandini MitraFabrian Harloffsehen auch immer mehr Prominente so. Fabian Harloff (Foto links) zum Beispiel ist bekennender Radfahrer. „Ich wohne im Stadtteil Rothenbaum und fahre gerne weite Strecken mit dem Fahrrad“, sagt der Schauspieler (bekannt aus der Kinderserie TKKG und Notruf Hafenkante). „Es macht mir viel Spaß entlang der Alster und Elbe entlang zu fahren – da kommen schon mal einige Kilometer am Tag zusammen.“

Auch TV-Moderatorin Nandini Mitra fährt sehr gerne mit dem Fahrrad durch Hamburg. „Ich wohne in Eimsbüttel und kurve gerne mal eine Runde durch meinen Bezirk. Bis zu 20 Kilometer schaffe ich am Tag – dann bin ich fertig“, sagt Nandini Mitra. Sie selbst hat zurzeit ein Herrenfahrrad mit dem sie kreuz und quer durch Hamburg fährt. „Mein Wunsch ist allerdings ein Tandem, mit dem ich dann mit meinem Freund fahren kann.“ Warum ein Tandem? Das wollte die Hamburger Allgemeine Rundschau wissen. „Es macht wahnsinnig viel Spaß auf einem Tandem zu fahren. Hinten sitzt der Kopf, vorne der Fahrer. Ich sag dann, wo es lang geht…“.

Auch Schauspieler Wolfgang Stumph fährt gerne Fahrrad. „Es hält jung und man ist immer an der frischen Luft. Beim Radfahren kann iWolfgang Stumphch ideal abschalten“, sagt der Schauspieler („Stubbe – von Fall zu Fall“). Auch in Hamburg fährt Wolfgang Stumph Fahrrad. Unser Foto zeigt ihn bei Dreharbeiten für eine Folge derAlena GerberKrimiserie „Stubbe – von Fall zu Fall“ in Moorfleet. Wenn Radfahren aus zeitlichen Gründen in der Freizeit nicht geht, dann wenigstens während der Arbeit fürs Fernsehen.

Moderatorin Alena Gerber steigt auch sehr gerne aufs Fahrrad. „Ich fahre zwar gerne im Sommer mit dem Motorrad, aber mit dem Fahrrad zu fahren bringt mir genauso viel Spaß“, sagt das Model. Die junge Frau aus Bayern kam kürzlich nach Hamburg, um die Werbetrommel fürs Radfahren zu drehen. „Ich liebe Hamburg. Früher hab ich sogar mal in der Stadt gewohnt. Eine tolle Stadt, in der man mit dem Fahrrad wunderbar fahren kann“, sagt Alena Gerber.


Linda Hesse stellt fest: „Ich bin doch kein Mann“

Linda Hesse(mr). Mit dem Titel „Ich bin doch kein Mann“ wurde sie bekannt: Linda Hesse. Die junge Sängerin kam kürzlich zu einer Autogrammstunde ins City Center Bergedorf (CCB) und gab drei ihrer Songs zum Besten – plus Zugabe. Glücklicherweise waren nicht allzu viele Kinder und Jugendliche vor der Bühne, denn gleich ihr erster Song hatte es in sich und ging um ein „Arschloch“.

„Damit meine ich aber nicht Sie, sondern meinen Ex-Freund“, sagte die Schlagersängerin und wirkte etwas verschämt. Es folgten weitere Stimmungslieder und zu guterletzt ihr Erfolgstitel aus dem Jahr 2012: „Ich bin doch kein Mann“, der für eine super Stimmung sorgte. Die etwa 50 Zuhörer freuten sich im Anschluss über eine ausgiebige Autogrammstunde. Und einige Fans machten sogar Erinnerungsfotos mit ihrem Star. „Es war mein erster Auftritt in Hamburg“, sagte Linda Hesse. Foto: FoTe-Press