(ha). Noch bis zum 12. Juni – voraussichtlich innerhalb des Zeitfensters 9 bis 18 Uhr – trainiert die Luftwaffe auf dem zivilen Flughafen Hamburg Starts und Landungen. Dabei stützt sie sich auf die zivile Infrastruktur des Flughafens Hamburg. Die Übung – genannt „Dispersed Operations 2026 – Panther Shield“ hat das Ziel, die Zusammenarbeit mit zivilen Einrichtungen zu stärken und die Verteidigungsfähigkeit im Bündnisfall realitätsnah zu üben.

Senatorin Dr. Melanie Leonhard, Präses der Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg:
„Sicherheit braucht Übung. Zivile Flughäfen sind im Ernstfall wichtige Start- und Landeoptionen. Genau dieses Szenario wird in Hamburg in den kommenden Tagen realitätsnah trainiert. Diese Übung ist ein konkreter Baustein für den Schutz des Luftraumes über Norddeutschland.“
Oberst Jens Schumacher, Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 “Immelmann“:
„Die Übung Panther Shield ist ein wichtiger Beitrag zur Stärkung unserer Verteidigungsfähigkeit und zur Zusammenarbeit mit unseren zivilen Partnern. Mir ist bewusst, dass diese Übung Auswirkungen für Bevölkerung und den Flughafen haben wird. Aber wir leben in einer Zeit, in der wir die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands, Europas und der NATO stärken müssen. Wir sind dem Hamburg Airport und der Freien und Hansestadt Hamburg für die Unterstützung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit dankbar. Dies legt einen wesentlichen Grundstein für eine erfolgreiche Übung und dient somit dem Verteidigungsbündnis.“
Christian Kunsch, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport:
„Hamburg Airport ist weit mehr als ein Ort für Urlaubs- und Geschäftsreisen. Als wichtiger Luftfahrtstandort übernehmen wir auch Aufgaben im gesamtgesellschaftlichen Interesse. Dazu gehört es, unsere Infrastruktur und unser Know-how für Übungen wie diese bereitzustellen. Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass der zivile Flugbetrieb während der Trainingstage reibungslos weiterläuft. In der Luftfahrt hat Sicherheit oberste Priorität. Wir wissen, wie wichtig gute Vorbereitung und eingespielte Prozesse sind – gerade in besonderen Einsatzlagen.“
Warum zivile Flughäfen
In aktuellen Konflikten zeigt sich, dass Streitkräfte flexibel agieren müssen. Im Mittelpunkt der Nutzung ziviler Infrastruktur stehen dabei reibungslose Abläufe und die enge Zusammenarbeit zwischen militärischen Kräften und zivilen Partnern vor Ort. Die Übung leistet damit einen wichtigen Beitrag zur nationalen Sicherheitsvorsorge.
Verteidigungsoperationen im Fokus
Geübt werden sogenannte „Dispersed Operations“, auch als „Agile Combat Employment“ (ACE) bekannt. Diese flexible Form des Einsatzes macht die Luftstreitkräfte widerstandsfähiger und weniger berechenbar.
Praktische Umsetzung
Auf dem Flughafen Hamburg trainiert das Taktische Luftwaffengeschwader 51 “Immelmann“ Starts und Landungen mit ingesamt sechs militärischen Tornado-Kampfflugzeugen. Die Soldatinnen und Soldaten greifen dabei auf vorhandene zivile Strukturen zurück, stimmen sich eng mit dem Flughafenbetreiber ab und üben gleichzeitig den Schutz der eingesetzten Kräfte. Der zivile Flugbetrieb soll so wenig wie möglich eingeschränkt werden.
Bedeutung für die Länder
Hamburg unterstützt die Übung aktiv, indem es Infrastruktur bereitstellt. Damit leistet es einen wichtigen Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und des Bündnisses.
Aktuelle Relevanz
Die Übung unterstreicht die Bedeutung gemeinsamer Verteidigung in Europa. Präzisionswaffen und hybride Angriffe zeigen, wie wichtig realistische Trainings sind. „Dispersed Operations 2026 – Panther Shield“ in Hamburg ist ein Teil dieser Vorbereitung.
Hinweise für Anwohnerinnen und Anwohner
Für Fragen oder Beschwerden zur Geräuschentwicklung im Zusammenhang mit der Übung steht der Bürgerservice rund um den militärischen Flugbetrieb zur Verfügung: Telefon: 0800 / 862 07 30.