(ha). Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) beginnt am 31. August mit dem Umbau der Steinstraße. Damit wird ein zentrales Projekt aus dem Handlungskonzept Innenstadt umgesetzt. Ziel ist es, die Verbindung zwischen dem Herzen der Innenstadt und dem Hauptbahnhof zu erneuern und aufzuwerten. Dabei wird durch eine durchgehende doppelte Baumreihe (58 Neupflanzungen) eine neue grüne Allee geschaffen, die im Sommer schattige Plätze bietet und durch Verdunstungskühlung als natürliche Klimaanlage in Hamburgs Mitte wirkt.
Ziel ist es, die Buslinien dauerhaft zwischen Mönckeberg- und Steinstraße aufzuteilen. Dafür entsteht eine sogenannte Kommunaltrasse – das ist eine spezielle Fahrspur, die vor allem für Busse, Taxis, MOIAs und Einsatzfahrzeuge reserviert ist. Die Querungsmöglichkeiten für Fußgängerinnen und Fußgänger werden erheblich verbessert und es wird deutlich mehr Platz für Außengastronomie geben. Durch weniger Durchgangsverkehr sinken Lärm und Abgase. So wird eine der ältesten Straßen Hamburgs grüner, attraktiver und moderner und kann zum neuen Anziehungspunkt für Hamburgerinnen und Hamburger werden.
Hintergrund: Wie kam es zu den Plänen?
Auslöser für die Planungen war der barrierefreie Ausbau der U-Bahnlinie 3 im Jahr 2021. Während der Bauarbeiten wurden alle Busse von der Mönckebergstraße in die Steinstraße verlegt. Dafür wurde die Steinstraße in Richtung Westen für Autos gesperrt.
Mit diesen Erfahrungen und Erkenntnissen hat die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende gemeinsam mit den Behörden und Verkehrsbetrieben der „Arbeitsgruppe für die Innenstadt“ (AG5) ein neues Verkehrskonzept für das gesamte Gebiet entwickelt. Die Kommunaltrasse in der Steinstraße zwischen Jakobikirchhof und Hammaburgplatz (ehemaliger Domplatz) steht dabei im Mittelpunkt. Hier dürfen künftig Busse, Taxis, MOIAs, Fahrräder sowie Lade- und Lieferverkehre fahren. Im östlichen Teil der Steinstraße bleibt die Zufahrt für private Pkw weiterhin möglich – in westlicher Richtung über die Bugenhagenstraße, in östlicher Richtung über die Steinstraße.
Wann und wo wird gebaut?
Die Bauarbeiten starten am 31. August 2026 und werden voraussichtlich am 1. Juli 2028 abgeschlossen sein. Los geht’s im Westen an der Straße Speersort, dann wird abschnittsweise Richtung Osten bis zur Kreuzung Steinstraße/Klosterwall gebaut. Insgesamt gibt es vier Bauabschnitte. Um die Einschränkungen für Autos und Busse möglichst gering zu halten, werden in einzelnen Bereichen die Arbeiten mit mehreren Bautrupps parallel ausgeführt.
Wie läuft der Verkehr während der Bauzeit?
Während der Bauarbeiten wird die Steinstraße für den Autoverkehr teilweise eingeschränkt. Busse, Rad- und Fußverkehr haben Vorrang. Es gibt provisorische Verkehrsführungen, damit Anwohnende möglichst wenig eingeschränkt werden, Geschäfte und Garagen erreichbar bleiben und Feuerwehr sowie Rettungsdienste jederzeit durchkommen.
In jeder Bauphase bleibt mindestens eine Fahrspur für Autos von West nach Ost offen. Ladezonen und Ausweichmöglichkeiten für die Müllabfuhr werden eingeplant.
Voraussichtlich im Frühjahr 2027 wird ein Abschnitt der Steinstraße zwischen Kattrepel und Jakobikirchhof (Ost) für etwa zwei Monate komplett gesperrt. Über diese und weitere Details informiert der LSBG regelmäßig online: www.lsbg.hamburg.de/steinstrasse.