(ha/np). Die Bundespolizistinnen und -polizisten machen bloß ihren Job. Warum werden sie teilweise missachtet und beleidigt? Nach derzeitigem Stand soll am 18. Oktober 2026 gegen 3:55 Uhr ein Mann (38) sich direkt vor dem Bundespolizeirevier Hamburg Hauptbahnhof oberkörperfrei aufgehalten und lautstark geschrien haben. Auf Nachfrage der Bundespolizisten konnte der polnische Staatsangehörige keinen konkreten Sachverhalt benennen und legte sich wortlos direkt auf den Boden vor der Polizeiwache.
Da der Mann nicht mehr ansprechbar wirkte, wurde eine Rettungswagenbesatzung angefordert. Bei Eintreffen der Rettungswagenbesatzung war der 38-Jährige plötzlich wieder ansprechbar. Ein medizinischer Notfall lag nicht vor. Er zeigte sich unkooperativ, schrie im weiteren Einsatzverlauf die Einsatzkräfte an und weigerte sich die Örtlichkeit zu verlassen. Unter anderem soll er die eingesetzten Bundespolizisten als „Nazis“ beeidigt haben. Er wurde in Gewahrsam genommen und dem Bundespolizeirevier Hamburg Hauptbahnhof zugeführt.
Ein Atemalkoholtest ergab einen Promillewert von 1.81 Promille. Ein angeforderter Amtsarzt bestätigte die Gewahrsamsfähigkeit, sodass der Mann ausreichend Zeit zur Beruhigung und Ausnüchterung in der Bundespolizeiwache erhielt. Gegen den Tatverdächtigen wurde ein Strafverfahren wegen des Straftatverdachts „Beleidigung“ eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen werden durch den Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg geführt.
„Leider kommt es durch stark alkoholisierte Personen, verbunden mit leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen, immer wieder zu schweren Unfällen im Bahnbereich. Häufig gefährden sich alkoholisierte Personen durch ihr leichtsinniges Verhalten nicht nur selbst, sondern auch Reisende und Helfer“, warnt Pressesprecher der Bundespolizei Hamburg Woldemar Lieder.