TV-Produktion verortet Hamburger Volkspark in den Teutoburger Wald

Ann-Kathrin Kramer spielt in der ZDF-Krimireihe „Im Grunde Mord“ die ambitionierte Staatsanwältin Britta Everslage. Rechts ist die Filmklappe zu sehen. Fotos: FoTe Press

(mr/ha). Bäume rascheln, Vögel twitschern, ab und zu bellen Hunde. Aber die Ruhe ist schnell vorbei: Durch den beschaulichen Volkspark in Stellingen fahren mehrere Funkstreifenwagen der Polizei Nordrhein Westfalen herum. Auch zahlreiche andere Personkraftwagen aus Nordrehin Westfalen – unter anderem mit Kennzeichen LIP – stehen an der Nansenstraße in Nähe der Waldbühne. Was ist denn hier los? Ermittelt die Landespolizei aus dem bevölkerungsereichsten Bundesland bei uns in Hamburg?

Ja, das tut sie! Allerdings nur im Fernsehen. Zwei weitere Filme mit den Arbeitstiteln „Hexenjagd“ und „Stille Wasser“ entstehen derzeit für die Krimireihe „Im Grunde Mord“. Gedreht wird in Hamburg, Detmold und Umgebung, wie es in einer Drehstartmeldung des ZDF heißt.

Zwei Funkstreifenwagen parken auf einem Sandweg im Volkspark
Stellingen. Sie haben beide das Kennzeichen NRW, wie sie in der
Realität auch die echten Fahrzeuge der Landespolizei NRW haben.
Dieses sind allerdings nur Filmfahrzeuge.

In „Hexenjagd“ wird nachts in einem Waldstück ein Toter gefunden – ausgerechnet von Holger Schäfer (Rainer Reiners), dem an Demenz erkrankten Vater der Kriminalkommissare Paula (Hanna Plaß) und Leon Schäfer (Jakob Benkhofer). Der Scheidungsanwalt Karsten Korte (Alexander Beyer), mit dem Staatsanwältin Britta Everslage (Ann-Kathrin Kramer) seinerzeit als Kanzleikollege befreundet war, gerät in den Fokus der Ermittlungen. Der Tote, Peer Haverich (Christopher Fliether), hat als Privatdetektiv für ihn gearbeitet. Die Ermittlungen führen auch zu Kim Burkamp (Valentina Popovic), die kürzlich, nur Tage nachdem Korte eine einstweilige Verfügung gegen sie erwirkt hatte, bei einem Verkehrsunfall starb. Paula und Leon finden sich in einem komplexen Fall wieder, in dem nichts so ist, wie es scheint.

In „Stille Wasser“ wird die zehn Monate alte Mila während eines Wanderausflugs aus der Obhut ihrer Eltern Jennifer (Anna Herrmann) und Tim Nolte (Andreas Helgi Schmid) entführt. Paula und Leon Schäfer von der Detmolder Kripo übernehmen die Ermittlungen. Ein entscheidender Hinweis kommt schließlich von Maike Tenger (Sabrina Amali), Leons ehemaliger Vorgesetzten. Während Leon auf tragische Weise feststellen muss, dass er zu lange der falschen Person vertraut hat, gerät Paula beim Versuch, Mila zu retten, in Lebensgefahr.

Schauspielerin Ann-Kathrin Kramer
spielt in der ZDF-Krimireihe „Im
Grunde Mord“ die ambitionierte
Staatsanwältin Britta Everslage.

In weiteren Rollen spielen Julika Jenkins, Kristin Alia Hunold, Robert Schupp, Mohamed Achour, Paula Kroh, Amy Benkenstein, Hendrik Heutmann, David Ruland, Jona Eisenblätter, Harald Schrott, Jonathan Hutter, Peter Sikorski und andere. Bruno Grass führt erneut Regie, die Drehbücher stammen wieder von Stefan Rogall. Es produziert Network Movie Film- und Fernsehproduktion, Bernd von Fehrn und Anne-Lena Dwyer, Hamburg.

An zwei aufeinanderfolgenden Tagen beziehungsweise Nächten machte das Filmteam rund um die Waldbühne Volkspark Aufnahmen. Gedreht wurde sehrversteckt an einem Waldweg, auf dem ein grauer BMW fernsehgerecht drapiert wurde. Offenbar wurde hier eine Leiche gefunden. Die Basis – also die zahlreichen Produktionswagen für Kostüm, Maske, Aufenthalt, Requisite und unter anderem Catering standen an der August-Kirch-Straße. Ein genauer Sendetermin für die beiden neuen Folgen steht noch nicht fest.