Auf dem Dach eines Hochhauses: Dreh für „Morden im Norden“

Ingo Naujoks (links) und Sven Martinek stehen als Ermittler der Kripo Lübeck auf einem Hochhausdach in Hamburg-Altona. Foto: FoTe Press

(ha/mr). Auf dem Dach eines Hochhauses an der Louise-Schroeder-Strasse waren in diesen Tagen merkwürdige – im wahrsten Sinne – Szenen zu erleben: mehrere Frauen und Männer standen dort bei strahlendem Sonnenschein und produzierten eine neue Folge von „Morden im Norden“. Dabei kan es zu lautstarken Wortgefechten, die mehrere Passanten davon abbrachten, einfach weiter zu gesehen. Stattdessen schauten sie sich einige Minuten lang das Treiben an. Vor der TV-Kamera standen unter anderem Sven Martinek und Ingo Naujoks.

Auf dem Dach dieses Hochhauses machte die
Filmcrew von „Morden im Norden“ mehrere
Aufnahmen. Später wird die gedrehte nach
Lübeck verortet. Fotos: FoTe Press

In einer Drehstartmeldung teilte die ARD mit: Erfolg in Serie – 200 Fälle und „kein Ende in Sicht“: Am 22. April haben die Dreharbeiten zur 14. Staffel der Krimiserie „Morden im Norden“ begonnen. In Lübeck, Hamburg und Umgebung entstehen zwölf neue Folgen der ARD-Vorabendserie, die ein ganz besonderes Jubiläum feiert: Das Ermittlerteam übernimmt seinen 200. Kriminalfall.

Die Lübecker Mordkommissare Finn Kiesewetter (Sven Martinek), Lars Englen (Ingo Naujoks) und Gregor Michalski (Jonas Minthe) ermitteln in den neuen Krimidramen gemeinsam mit Rechtsmediziner Dr. Henning Strahl (Christoph Tomanek). Frischer Wind kommt mit der neuen Kriminalhauptkommissarin Khira Rahman (Tabita Johannes). Sie übernimmt den Platz von Kommissarin Nina Weiss (Julia E. Lenska), die sich – in der Serie wie im echten Leben – in Elternzeit befindet.

Vor der unverwechselbaren Kulisse Lübecks erzählt „Morden im Norden“ hochaktuelle Fälle, die nah an den gesellschaftlichen Realitäten unserer Zeit sind. Von den Ermittlern ist neben ihrem kriminalistischen Spürsinn wieder große Empathie, psychologisches Einfühlungsvermögen und starker Teamgeist gefordert. Zum Auftakt verschwinden zwei Mädchen nach dem heimlichen Treffen mit einer Online-Bekanntschaft – eine Entführung? In einer weiteren Episode sind die Ermittler mit Voyeurismus und der Sexualisierung von Frauen in der Öffentlichkeit konfrontiert. Die Kommissare ermitteln auch in einer Polizeischule. Dort wächst der Druck auf die Auszubildende Leyla: Die Schwester eines polizeibekannten Linksaktivisten hat eine Affäre mit ihrem Ausbilder. Als dieser ermordet wird, rückt die junge Polizistin in den Fokus der Ermittlungen. Und in einem ganz persönlichen Fall wird Kommissar Gregor Michalski mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Seine alte Jugendliebe gerät unter Mordverdacht.

Nichts für schwache Nerven: die drei Schauspielerinnen und
Schauspieler agieren auf dem Dach eines Hochhauses in
Hamburg-Altona- Rechts filmt ein Kameramann das Trio.

„Als wir anfingen, hätte ich niemals gedacht, dass die Serie einmal ein Dauerbrenner wird. Dass wir bis heute immer noch neue, auch viele jüngere Fans dazu gewinnen, freut mich sehr“, sagt Ingo Naujoks. Sven Martinek ergänzt: „Knapp 200 Morde in 14 Jahren – und kein Ende in Sicht. Ein Team, das zur Familie wurde, ein Rezept für dauerhaften Erfolg und ein stetig wachsendes Publikum, das alles erfüllt mich mit großer Dankbarkeit.“

Die zuletzt ausgestrahlte 12. Staffel „Morden im Norden“ stellte einen neuen Rekord auf: Im Schnitt rund 3,4 Millionen Zuschauende fieberten pro Folge mit, was einem Marktanteil von 16,7 Prozent entspricht. Diese Staffel macht „Morden im Norden“ zur aktuell erfolgreichsten Serie auf dem Sendeplatz um 18:50 Uhr (Montag bis Donnerstag) im Ersten. Der Spielfilm „Morden im Norden – Weil du böse bist“ begeisterte am 5. Januar 2026 um 20:15 Uhr knapp 6,15 Millionen Zuschauende bei einem Marktanteil von 23 Prozent.

Die Vorabendserie „Morden im Norden“ wird produziert von der ndF Berlin im Auftrag der ARD-Werbung und der ARD für das Erste. Produzent ist Hans-Hinrich Koch, Producerinnen sind Marion Klann und Anna Neudert. Executive Producerin ist Diana Schulte-Kellinghaus (NDR), die Redaktion liegt bei Karsten Willutzki (NDR).


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Hinter den Kulissen der TV-Serie Morden im Norden: Daten, Zahlen, Fakten über die beliebte Polizeiserie Taschenbuch

Das Buchcover des Nachschlagewerks über die
TV-Serie „Morden im Norden“. Foto: FoTe Press

„Morden im Norden“ ist eine TV-Serie, die in der ARD (Das Erste) ausgestrahlt wird und sich bei den Zuschauern großer Beliebheit erfreut. Regelmäßig gehen Schauspieler Sven Martinek als Finn Kiesewetter und Kollege Ingo Naujoks als Lars Englen auf Verbrecherjagd und in der Serie „Morden in Norden“ auf Sendung. Die Polizeiserie erzählt zum Teil spannende Geschichten, die in der Hansestadt Lübeck spielen. Der Autor dieses Buches deckt auf, dass die schleswig-holsteinische Stadt an der Trave allerdings nur selten Drehort ist. Zudem stellt der Autor die Schauspieler und deren Rollen vor, beschreibt die Fahrzeugflotte der Lübecker Polizei und listet prominente Gastdarsteller auf. In einzelnen Folgen wirkten bislang unter anderem Thomas Kügel, Sven Walser, Kai Maertens, Till Demtrøder, Mareike Carrière, Hans Peter Hallwachs oder beispielsweise Pheline Roggan mit. Den Leser erwartet ein unterhaltsames Suchrätsel mit Begriffen rund um die TV-Serie und Hintergrundberichte über Dreharbeiten zur achten Staffel, die 2020 erfolgten. In diesem Buch gibt es Erlebnis- und Hintergrundberichte zu den Dreharbeiten. Auch geht der Autor auf Filmfehler ein, die ihm beim Anschauen der Folgen aufgefallen sind. Die Kripo Lübeck klärt nicht nur Mordfälle auf, sondern lässt regelmäßig ganze Kirchtürme verschwinden. Warum fällt es der Filmcrew nicht auf, dass in manchen Folgen Kirchtürme aus Lübecks Innenstadt zu sehen sind, die in späteren Folgen fehlen? Eine mögliche Antwort: die Kripobeamten kümmern sich um Mordfälle, nicht um Diebstähle. Aber der Fernsehzuschauer der Fernsehserie „Morden im Norden“ kann etwas dazu lernen: Wussten Sie, dass auch Privatpersonen auf eigene Kosten eine Obduktion einer Leiche in Auftrag geben können? In Folge „Tödliche Tiefe“ klärt Kripobeamter Finn Kiesewetter darüber auf. Auch die tollen Luftaufnahmen von Lübeck bringen den TV-Zuschauer zum Staunen. Was ist Lübeck bloß für eine tolle Stadt – würde die Serie doch bloß dort auch gedreht werden…In diesem Buch geht der Autor auch auf die Dreharbeiten ein, die unter „Corona-Bedingungen“ entstanden sind. Abgerundet wird der Inhalt mit einem Kapitel, in dem der Autor Stellung bezieht zu einem Boykott zum Kauf des Buches „Der Norden mordet in Hamburg“ (ebenfalls über die TV-Serie „Morden im Norden“), den Schauspieler Sven Martinek über seine offiziellen Kanäle in den sozialen Medien geteilt hat.

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