500 Pfund Bombenblindgänger erfolgreich entschärft

Ein Fahrzeug des Kampfmittelräumdienstes der Feuerwehr Hamburg im Einsatz. Regelmäßig kommt es in der Hansestadt zu Funden von Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Foto: FoTe Press

(ha). Am gestrigen Nachmittag wurde die Feuerwehr gegen 15.15 Uhr zu einem Kampfmittelfund in die Schleswiger Straße alarmiert. Bei Tiefbauarbeiten auf einer Baustelle war ein 500 Pfund Bombenblindgänger englischer Bauart mit einem Säure-Langzeitzünder gefunden worden.

Der Sprengkörper befand sich auf einem erhöhten Bahndamm. Nach Einschätzung des Kampfmittelräumdienstes der Feuerwehr Hamburg bestand eine ständige Detonationsgefahr. Daraufhin wurde ein Sperrradius von 400 Metern sowie ein Warnradius von 1000 Metern eingerichtet. Rund 2500 Menschen mussten den Sperrbereich verlassen. Für die Betroffenen richtete die Feuerwehr drei Notunterkünfte in einem sicheren Bereich ein.

Für die Bevölkerung innerhalb des Warnradius wurde luftschutzmäßiges Verhalten angeordnet. Zudem wurden umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen im Umfeld der Einsatzstelle getroffen. Aufgrund der unmittelbaren Nähe des Blindgängers zu den
Bahnanlagen wurde vor Beginn der Entschärfung der Bahnverkehr im betroffenen Bereich gesperrt.

Nachdem der Sperrbereich vollständig geräumt war, bereitete der Kampfmittelräumdienst der Feuerwehr Hamburg die Entschärfung vor. Mittels eines Wasserschneidverfahrens gelang es den Spezialisten, den Säure-Langzeitzünder erfolgreich aus dem Bombenkörper zu entfernen. Der Zünder wurde anschließend separat gesprengt.

Nach Abschluss der Arbeiten konnten der Sperr- und Warnbereich aufgehoben werden. Die Bevölkerung wurde über das Warnsystem entwarnt und die etwa 2500 betroffenen Menschen konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Der Einsatz der Feuerwehr Hamburg und den Hilfsorganisationen, sowie weiteren Akteuren der Gefahrenabwehr endete gegen 23 Uhr. Alle Maßnahmen wurden aufgehoben.

Die Feuerwehr Hamburg war mit etwa 120 Einsatzkräften sieben Stunden im Einsatz.