(ha). Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand der Bundespolizeiinspektion Hamburg soll es am 17. September 2026 gegen 10:43 Uhr zu einem versuchten Diebstahl einer Einkaufstüte mit Medikamenten auf dem Südsteg des Hamburger Hauptbahnhofs gekommen sein. Dabei soll ein 24-jähriger, somalischer Staatsangehöriger beim Vorbeigehen die Tüte aus den Händen des Geschädigten gerissen haben. Bei der Tathandlung zerriss die Tüte, sodass die Medikamente auf den Boden des Südstegs fielen.
Der Tatverdächtige konnte kurzzeitig durch den Geschädigten festgehalten werden. Aufmerksame Bahnreisende unterstützten den 76-Jährigen und sammelten die Medikamente vom Boden auf.
Eine Präsenzstreife der Bundespolizei, die sich in unmittelbarer Nähe befand, wurde auf den Sachverhalt aufmerksam und konnte den Tatverdächtigen vor Ort festnehmen. Der Geschädigte gab an, bei der Handlung auch zu Boden gefallen zu sein, aber keinen Rettungswagen zu benötigen. Er äußerte, dass er soeben Medikamente gekauft habe und plötzlich habe der Tatverdächtige ihm die Einkaufstüte entreißen wollen. Der 76-jährige Mann stellte Strafantrag wegen Diebstahls.
Eine durch die Bundespolizei umgehend durchgeführte Videosichtung bestätigte den oben geschilderten Tatablauf.
Der Beschuldigte wurde dem Bundespolizeirevier am Hamburger Hauptbahnhof zugeführt und in Gewahrsam genommen. Bei einem Atemalkoholtest wurde ein Promillewert von 2.07 festgestellt. Ein angeforderter Arzt stellte die Gewahrsamsfähigkeit des Mannes fest. Auf Grund von fehlenden Haftgründen konnte keine Haftzuführung erfolgen. Der Beschuldigte wurde um 17:42 Uhr nach ausreichender Ausnüchterung aus dem Gewahrsam entlassen.
Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Diebstahls eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen werden vom Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg geführt.
Hinsehen statt weggehen. 6 Tipps der Bundespolizei zur Zivilcourage:
1. Helfen Sie, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.
2. Fordern Sie andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf.
3. Beobachten Sie genau und prägen Sie sich Täter-Merkmale ein.
4. Organisieren Sie Hilfe unter Notruf 110.
5. Kümmern Sie sich um Opfer.
6. Stellen Sie sich als Zeuge zur Verfügung.
