Schlagerlegende Freddy Quinn nach langer Pause zurück im Rampenlicht

Freddy Quinn mit einem Clown im Zirkuszelt. Foto: FoTe Press

(mr/ha). Er hate sich vor mehr als einem Jahrzehnt im schleswig-holsteinischen Hennstedt-Ulzburg zurückgezogen. Kürzlich zeigte sich Freddy Quinn wieder öffentlich – und zog mit seinem Erscheinen Hunderte in ein Zirkuszelt unweit seines Heimatortes. Viele Besucher kennen seine Songs auswendig: „Schön war die Zeit“, „Die Gitarre und das Meer“, „Junge, komm bald wieder“ oder beispielsweise „Unter fremden Sternen“. Der 95-Jährige, der mit seiner Frau Rosi auf einem alten Bauernhof lebt, trat erstmals wieder in der Öffentlichkeit auf – und zwar im  Universal  Circus Traber in Leezen nahe Bad Segeberg. Mit der Zirkus-Familie ist er befreundet, wie Zirkusdirektor René Traber vor Ort bestätigte.

Freddy Quinn (95) signierte vor und nach der Vorstellung
zahlreiche Bücher, Schallplatten oder Autogrammkarten. Fotos: FoTe Press

In einem liebevollen Post auf Social Media bedankt sich die gesamte Familie Traber für den tollen nachmittag: „Liebe Besucher, liebe Fans und Lieber Freddy und Rosi Quinn. Vielen lieben Dank dafür das ihr gestern 17. Oktober 26 bei unserer 15-Uhr-Show dabei wart. Wir waren alle sehr überwältigt von dieser Menge, von viele Gesten und Komplimente und für diesen atemberaubenden Applaus der nicht nur uns galt, sondern natürlich auch unseren Freddy. Welt Premiere mit 95 Jahre wieder im Rampenlicht als ein Zuschauer und Gast im Universal Circus Traber unser Lieber Freund Freddy Quinn mit Ehe Frau und Treue Begleiterin in seinem Leben Rosi Quinn erst war es nur ein Geburstags Geschenk an Freddy Quinn von seiner Frau Rosi, nun heute ein Geschenk an unsere Familie und Circus Betrieb. Wir arbeiten nicht um Geld zu besitzen, wir arbeiten um unseren Circus unsere Generation aufrecht zu erhalten, wir leben für den Circus und nicht für das Geld. Je her wurde unser Beruf noch nie so angesehen wie man es gern hätte weder wie wir leben noch warum wir reisen. Heut zu Tage weis keiner mehr was ehrliche aufrichtige harte Arbeit bedeutet, doch der Circus Mensch hat es nie verlernt zu lachen und so weiter zu machen wie bisher ob nun Leere oder volle Kassen. Doch Lieber Freddy genau du weist wie das ist, du kennst genau den Ablauf wie man ein Circus Zelt aufbaut, wie man Menschen eine Lachen ins Gesicht zaubert, wie schön es sein kann und trotzdem auch hart. Wie man abends einfach müde ins Bett fallen möchte aber erst noch Strom und Wasser gelegt werden muss und trotzdem jeden Tag alles von sich gibt um einfach nur den Circus aufrecht zu erhalten. Du bist eine Legende ob in der Circus Welt , als Schauspieler, Entertainer oder als Sänger. Wir freuen uns das ihr Lieber Freddy und Rosi bei uns wart , ihr seit immer wieder Herzlich Willkommen und sei es nur auf eine Tasse Kaffe und uns heute unterstütz den Applaus wieder zu bekommen den die Artisten in einem Circus verdienen. Die komplette Familie Traber sagt mit Herzen.“

Noch bevor die Artisten und Clowns in die Manege kamen, griff Freddy Quinn zum Mikrofon, stand auf und richtete mit fester Stimme Begrüßungsworte ans Publikum. 

Bereits gegen 13.15 Uhr – fast zwei Stunden vor dem geplanten Beginn der Vorstellung – kam der Künstler Freddy Quinn mit einem Freund und seiner Frau Rosi an. Freddy saß auf dem Beifahrersitz, während Rosi auf einem der hinteren Plätze saß. Mit der frühen Ankunft wollte Freddy Quinn den Trubel am Haupteingang vermeiden. Daher parkte der Wagen auch gut versteckt hinter dem Zelt, direkt am Bühneneingang.

Freddy Quinn hob mehrere Male seinen Gehstock in die
Höhe. Gerne ließ er sich nicht fotografieren.

Gegenüber seinen Fans war Freddy Quinn zuvorkommend: es machte Selfies und unterschrieb zahleiche Bücher, Schallplatten und Autogrammkarten. Nur mit dem gut ein Dutzend Fotografen haderte der betagte Entertainer etwas: Immer wieder beschiimpfte er sie. Glücklichweise griff seine Frau Rosi mehrfach ein und verhalf zu mehreren gestelltren Fotos, Als es ihm zu viel wurde, scheuchte er sie weg. „Ende, Ende“, sagte er mit lauter Stimme. Gleich bei der Ankunft drohte er mehrmals mit seinem Gehstock, den er in bedrohlicher Art gegen die Fotografen anhob. Zum Einsatz kam er dann aber nicht! Auf die Frage, was denn der Anlass für seinen Hass auf Fotografen sei kam die Antwort von mehreren Kollegen prompt: „Er war schon immer so!“

Meinung: Freddy,was habe ich mich auf Sie gedreut. Gerne habe ich Ihre Lieder gehört und mich auf den Termin mit Ihnen im Zirkuszelt gedreut. Aber ich habe Sie noch niemals in meinem Leben zu sehen bekommen. Es war mein erstes Mal – und dann zeigen Sie mit ihrem Gehstock auf uns und beschimpfen uns? Journalsiten und Fotografen haben Sie zu dem gemacht, was Sie sind: ein Weltstar. Zeigen Sie doch also bitte ein wenig Dankbarkeit. In diesem Sinne freue ich mich schon auf eine baldige Begegnung mit Ihnen. Ihr Matthias Röhe


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