Exklusiv: Filmarbeiten für Beatles-Projekt gehen weiter

In diesem Gebäude an der Reeperbahn soll nach Informationen der Hamburger Allgemeinen Rundschau der Kaiserkeller nachgebaut sein. Es ist davon auszugehen, dass die Filmcrew das Gebäude auch für Außenaufnahmen nutzt: die Fassade wurde extra für Filmarbeiten fernsehtechnisch hergerichtet. Es ähnelt dem "Top Ten Club". Foto: FoTe Press

(mr). Nachdem die Filmarbeiten für eine neue sechsteilige Serie über die Anfänge der weltbekannten Beatles bei uns in Hamburg gestoppt wurden, weil Schauspielerin Luna Jordan im Alter von 25 Jahren plötzlich und unerwartet verstarb, gehen die Dreharbeiten aktuell an der Reeperbahn weiter. Luna Jordan sollte die Fotografin Astrid Kirchherr spielen. Aus diesem Grund musste das Filmteam eine Zwangspause einlegen. Schließlich musste beraten werden, ob das Drehbuch umgeschrieben und die bisherigen gedrehten Szenen erhalten bleiben oder ob die Rolle komplett neu besetzt und alles bisherige neu gedreht werden muss. Zu welchem Ergebnis die Filmcrew gekommen ist? Unbekannt.

An der Seilerstraße stehen zahlreiche Produktionsfahrzeuge: Technikwagen, Shuttlebusse, Toilettenanhänger und Masken- und Aufenthaltsmobile. Das Filmteam hat auch mehrere schwarze Zelte aufgebaut. In diesen befinden sich zum Teil Tische mit Getränken und kleinen Snacks. Sicherheitsmitarbeiter passen auf, dass die Filmcrew in Ruhe drehen kann und hält neugierige Pasaanten vom Filmset fern. Fotos: FoTe Press

Bekannt ist hingegen, dass die Filmcrew aktuell wieder fleißig am Drehen ist. In einem Gebäude an der Reeperbahn – zwischen dem ehemaligen „Cafe Keese“ (heute ein Hotel) und dem „Hotel North“ hat die Filmcrew die berühmten Kaiserkeller nachgebaut. Nach Informationen der Hamburger Allgemeinen Rundschau sollen dort unter anderem Konzerte der Beatles aufgenommen werden. An einem Drehtag in dieser Woche standen 80 Komparsinnen und Komparsen vor den TV-Kameras und spielten Gäste des Konzerts. Sie wurden mit zwei großen Bussen vom Heiligengeistfeld – dort ist die so genannte Basis – zum Drehort an der Seilerstraße gefahren. Genauso wie der Großteil der Filmcrew. Sämtliche Mitarbeiter verschiedener Gewerke (Aufnahmeleitung, Herstellungsleitung, Licht, Ton, Maske, Kostom, Kamera, Komparsenbetreuung, Set-Runner, Requisite, Ausstattung) werdenwährend der Filmarbeiten ebenfalls geshuttelt.

Auf dem Heiligengeistfeld hat die TV-Crew eine kleine Zeltstadt aufgebaut. In drei Zelten können die Crew-Mitglieder essen und trinken und sich in den Drehpausen ausruhen. Darüber hinaus stehen hier mehrere Produktionsfahrzeuge. Die so genannte Basis ist streng bewacht und gegen Einblicke mit Sichtschutzwänden geschützt.

Schaulustige bekommen also von den Filmarbeiten bislang nicht viel mit. Schauspieler steigen aus den Shuttlebussen, die direkt vor der Hintertür des Gebäudes parken. Am Haupteingang an der Reeperbahn ist ebenfalls nichts zu sehen. Mehrere Zäune sind direkt vor dem Eingang aufgebaut. Dort stehen weitere Technikfahrzeuge von der Filmproduktion und versperren die Sicht auf die Filmkulisse.

Nach unseren Informationen wird die Filmcrew allerdings noch draußen drehen. Die Fassade ähnelt dem damaligen „Top Ten Club“. Die Beatles besuchten oft, wenn sie nicht im Kaiserkeller spielten, Tony Sheridan, der mit seinen The Jets im „Top Ten Club“ auftrat. Dabei spielten sie auch mal gelegentlich zusammen.

In diesem Gebäude an der Reeperbahn soll nach Informationen der Hamburger Allgemeinen Rundschau der Kaiserkeller nachgebaut sein. Es ist davon auszugehen, dass die Filmcrew das Gebäude auch für Außenaufnahmen nutzt: die Fassade wurde extra für Filmarbeiten fernsehtechnisch hergerichtet. Es ähnelt dem „Top Ten Club“. Foto: FoTe Press

Wer unser Foto mit Fotos in einem Zeitungsartikel vergleicht, wird sehen: ja, es scheint tatsächlich die nachgebaute Fassade des Clubs zu sein. Wann genau die Filmcrew ihre Außenaufnahmen produziert wird nicht offen kommuniziert. In den kommenden Tagen werden unter anderem Aufnahmen in Schleswig-Holstein gemacht.