(ha). Die Verbraucherzentrale Hamburg hat ihren Jahresbericht 2025 veröffentlicht. Darin wird deutlich: Das Bild des „mündigen Verbrauchers“ – gut informiert, kritisch und rational entscheidend – ist in der Realität ohne weitere Unterstützung schwer umsetzbar. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat daher auch im vergangenen Jahr recherchiert, beraten, informiert und aufgeklärt, um Hamburgerinnen und Hamburger zu selbstbestimmteren Marktteilnehmenden zu machen.
„Verbraucherinnen und Verbraucher können nur dann gute Entscheidungen treffen, wenn sie Produkte und Dienstleistungen anhand objektiver Kriterien verstehen, bewerten, vergleichen und ihre Rechte durchsetzen können“, betont Michael Knobloch, Vorstand der Verbraucherzentrale Hamburg. Doch solche Offenheit liegt selten im Interesse der Anbieter. Hier setzt die Arbeit der Verbraucherzentrale Hamburg an. Fast 120.000 Kontakte zu Verbraucherinnen und Verbrauchern, über 4,1 Millionen Besuche auf www.vzhh.de und fast 50.000 Zugriffe auf die bereitgestellten Legal-Tech-Angebote konnte die Verbraucherzentrale im Berichtsjahr verzeichnen und sich zudem einigen Schwerpunkten widmen:
Fake-Shops: Betrugsprävention
Betrügerische Online-Shops, die mit günstigen Angeboten locken und Vorkasse verlangen, sind eine wachsende Gefahr. Die von der Verbraucherzentrale Hamburg geführte Liste fragwürdiger Online-Shops wurde 2025 über 500.000-mal aufgerufen und half Verbraucherinnen und Verbrauchern, Betrug zu erkennen.
Finanzcoaching für Frauen: Intransparente Kosten aufgedeckt
Ein Marktcheck zu Finanzangeboten für Frauen zeigte: Nur sechs von 15 Anbieterinnen nannten die Kosten ihrer Angebote transparent. Bei weiteren vier waren die Preise nur teilweise auffindbar, und eine Anbieterin versteckte die Information, dass das Hauptangebot – ein Mentoring – einen mittleren vierstelligen Betrag kostet. Fünf Anbieterinnen machten keinerlei Angaben zu Kosten.
PFAS in Pfannen: Unerwünschte Chemikalien im Haushalt
PFAS, potenziell gesundheitsschädliche Chemikalien, werden in Antihaftbeschichtungen eingesetzt – ohne Deklarationspflicht. Ein Marktcheck der Verbraucherzentrale Hamburg zeigte: In vier von sechs untersuchten Pfannen waren hohe Mengen organischen Fluors enthalten.
Ratenkredite: Kosten und Nebenkosten im Blick
Mit einem neuen Online-Service können Verbraucherinnen und Verbraucher seit Anfang 2025 ihren Zinssatz mit dem marktüblichen Zins vergleichen. Das Tool zeigt nicht nur die tatsächlichen Kosten des Kredits, sondern auch, ob die Rate in einem angemessenen Verhältnis zum Einkommen steht.
Mogelpackung des Jahres: Saftmenge halbiert
Der Granini Trinkgenuss Orange ist die »Mogelpackung des Jahres 2024«. Bei der von der Verbraucherzentrale Hamburg durchgeführten Wahl entfielen fast die Hälfte der über 32.000 abgegebenen Stimmen auf das Produkt der Eckes-Granini Deutschland GmbH. Der Hersteller hat im Frühjahr 2024 die Rezeptur des beliebten Saftes verändert, die Menge des Orangensaftes pro Flasche halbiert und durch Zuckerwasser ersetzt. Trotzdem hat der Handel den Verkaufspreis beibehalten.

Geheimnis ums Grab von Nadja Abd el Farrag gelüftet

(mr). Die meisten der prominenten Grabstätten auf dem Friedhof Ohlsdorf können problemlos besucht werden. Die Friedhofsverwaltung bringt unregelmäßig Flyer mit genauen Grablagen prominenter Persönlichkeiten heraus, die die Besucherinnen und Besucher dieklt an die Grabstätten bringen. Auch die am Haupteingang befindliche Friedhofsinformation gibt die allermeisten Grablagen heraus. Nicht zuletzt können Interessierte sich auch im Internet schlau machen und genaue Grablagen von Schauspielern, Politikern, Sportlern oder beispielsweise Musikern eruieren.
Aber nicht jede Grablage ist für die Öffentlichkeit zugänglich und wird vom Friedhofspersonal verraten. Dazu zählt unter anderem die Grabstätte von Karin Eckholt, die einem breiten Publikum durch „Die Schwarzwaldklinik“ bekannt wurde. Dort verkörperte sie in 43 Folgen die Rolle des Fräulein Meis, genannt „Meislein“. Karin Eckhold lebte mit ihrem Mann Otmar Herren in Hamburg.– beide wurden am 4. Juli 2018 tot in der Wohnung aufgefunden. Die Polizei geht von einem gemeinsamen Suizid aus. Angaben zur Grablage bekommt man nicht. Nach Informationen Ihrer Hamburger Allgemeine Rundschau fanden beide ihre letzte Ruhestätte in einem anonymen Grab auf dem städtischen Friedhof Volksdorf in Hamburg.
Ähnlich verhält es sich mit der Grabstätte von Sängerin Nadja Abd el Farrag, kurz „Naddel“ genannt. Auch darüber geben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Friedhofs Ohlsdorf keine Auskünfte. „Absoluter Sperrvermerk“, heißt es seitens der Verwaltung, die ansonsten auch zuständigskeitshalber Auskünfte für die Friedhöfe Öjendorf, Finkenriek, Finkenwerder, Kirchdorf-Amtshof, Volksdorf und Wohldorf erteilt. Nicht so bei „Naddel“. Pressesprecher Lutz Rehkopf bestätigt, dass keine Auskünfte gegeben werden.
Gegegenüber der „Bild“, deren Redaktion sich fieberhaft auf die Suche nach dem Grab begeben hat, erklärt er den Grund: „Einige Angehörige bitten uns als Friedhofsverwaltung, die genaue Lage des Grabes ihrer verstorbenen Familienmitglieder nicht weiterzugeben. Daran halten wir uns selbstverständlich, denn dieses Anliegen hat mit ihrer Trauer zu tun und dem Schutzgefühl für Verstorbene und ihr Grab. Dann erteilen wir keine Auskunft, weder persönlich noch über die Verstorbenensuche auf unserer Homepage“.
Ihre Hamburger Allgemeine Rundschau weiß nun – fast eineinhalb Jahre nach dem Tot der Sängerin – wo sie ihre letzte Ruhe gefunden hat. Sie liegt auf dem Friedhof Ohlsdorf – somit in der Nähe ihres 2001 verstorbenen Vaters Ibrahim. Gerne zeigen wir an dieser Stelle das Grab. Kein Grabstein, keine Stele oder Grabplatte erinnert an die Künstlerin, die am 9. Mai 2025 im Alter von 60 Jahren in einer Klinik in Hamburg an Organversagen gestorben ist. Lediglich ein ausgedrucktes Foto von „Naddel“ erinnert an die Sängerin.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass auch wir keine Auskünfte zur genauen Lage des Grabes geben. Wir respektieren die Privatsphäre der Angehören. Auch über ein Jahr nach dem Tod von Nadja Abd el Farrag möchten Angehörige in Ruhe an der Grabstätte trauern können.
Übrigens: Die Grabstätte auf eigene Faust zu finden, ist vermutlich chancenlos. Auf dem Ohlsdorfer Friedhof existieren weit über 200.000 Grabstätten. Das Friedhofsgelände umfasst etwa 390 Hektar und zählt zu den größten Parkfriedhöfen weltweit. Er verfügt sogar über zwei Buslinien, die die insgesamt 13 Kapellen miteinander verbinden und kann mit dem Pkw oder Fahrrad befahren werden. Auutofahrer müssen allerdings beachten, dass der Friedhof mit einer Schranke versehen ist, damit Autofahrer den Friedhof nicht als Ankürzungstrecke benutzen.
Hier sehen Sie weitere Grabstätten von prominenten Persönlichkeiten.