Bahnbetriebsunfall: Bauzug kollidiert mit Werkzeuganhänger

Das Logo der Bundespolizei an der Tür eines Dienstwagens. Foto: FoTe Press

(ha). Ein Bauzug kollidierte einige hundert Meter stadtauswärts hinter dem Bahnhof Bergedorf am 17. September 2026 gegen 23:29 Uhr aus noch nicht geklärten Gründen mit einem auf den Schienen stehenden Werkzeuganhänger eines Baustellentrupps.

Der Bauzug, der mit dem Anhänger kollidierte, war nach jetzigem Ermittlungsstand nicht für die betroffene Baustelle eingesetzt. Nach Angaben des Triebfahrzeugführers fuhr der Bauzug etwa 60 km/h. Demnach habe ein Sicherungsposten die herannahende Diesellok auf der gesperrten Strecke bemerkt und die Mitarbeitenden am und auf dem Gleis gewarnt.

Diese hätten daraufhin schlagartig das Gleis verlassen. Nach aktuellem Sachstand der Bundespolizei wurde bei diesem Unfall keine der 18 Personen verletzt.

Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Hamburg, der Hamburger Landespolizei und der Feuerwehr erreichten im Rahmen der Rettungskette umgehend den Einsatzort. Insgesamt wurden 10 Polizeistreifen eingesetzt. Die Befragung der Zeugen wurde durch die Einsatzkräfte durchgeführt und das KIT Hamburg alarmiert. Dieses betreute im weiteren Verlauf die Bauarbeiter.

Der Triebfahrzeugführer des betroffenen Zuges stand unter dem Eindruck des Geschehens und wurde abgelöst. Zur Schadenshöhe können zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben gemacht werden. Ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Bahnverkehrs aufgrund grob pflichtwidrigen Verhaltens wurde eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen werden vom Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg geführt. Der Einsatzort wurde an den DB-Notfallmanager gegen 2:05 Uhr übergeben.


Das neue Logo der Hamburger Allgemeine Rundschau mit dem Claim „Hummel Hummel. Infos Infos“.