Flugunfallübung in Finkenwerder: Zusammenspiel mit Einsatzkräften

Bei der Übung auf dem Airbus-Gelände in Hamburg geht es vor allem um die Versorgung von Verletzten und die Betreuung von Passagieren, Crewmitgliedern und Angehörigen. Foto: FoTe Press

(mr/ha). Gegen 11.20 Uhr knallte es auf dem Gelände des Flughafens im Hamburger Stadtteil Finkenwerder. Danach ertönte lautes Martinshorn von zahlreichen Einsatzwagen.Aber glücklicherweise handelte es sich nur um eine Übung. Am vergangenen Sonnabend (6. Juni 2026) haben zahlreiche Einsatzkräfte den Ernstfall eines Flugunfalls geprobt. An der groß angelegten Übung beteiligten sich etwa 450 Mitarbeiter von Polizei, Feuerwehr, Airbus-Werkfeuerwehr, Hilfsorganisationen sowie weiteren Behörden und Organisationen, wie aus einer Mitteilung der Behörde für Inneres und Sport hervorgeht.

Ziel der Übung war es, das Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzkräfte bei einem Flugunfall zu trainieren. Regelmäßig übt Airbus in Finkenwerder gemäß den Anforderungen der internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO (International Civil Aviation Organization) zusammen mit Behörden, Ämtern, Organisationen und Institutionen die Abläufe für das Szenario eines Flugunfalles. 

Auf dem Rollfeld standen mehrere Einsatzwagen der Feuerwehr bereit. Foto: FoTe Press

Im Mittelpunkt des Szenarios standen die Sichtung, medizinische Versorgung und der Transport von Verletzten. Zudem wurde die Betreuung von Passagieren, Besatzungsmitgliedern und Angehörigen geübt. Bei der Übung waren neben Polizei und Feuerwehr auch freiwillige Helfer mehrerer Hilfsorganisationen, die Notfallseelsorge, das Bezirksamt Hamburg-Mitte sowie weitere Beteiligte vor Ort. Mehrere Statisten stellten Passagiere dar, die betreut und versorgt werden mussten.

Die Übung war nicht öffentlich – auch Medienvetreter hatten keinen Zutritt. Wörtlich hieß es in einer Pressemitteilung: „Die Übung findet im Sicherheitsbereich statt und ist nicht für Medienvertreterinnen und -vertreter zugänglich. Der Termin wird ausschließlich von Fachpersonal beobachtet und begleitet.“

Dennoch konnten mehrere Schaulustige am Zaun stehen und die Übung mit verfolgen. Während derGroßüÜbung waren zahlreiche Einsatzfahrzeuge auf dem Airbus-Areal unterwegs. Unter anderem waren Fahrzeuge der Werkfeuerwehr, Berufs- und Freiwillige Feuerwehr zu sehen. Die Produktion bei dem Flugzeugbauer wurde durch die Übung nicht beeinträchtigt. Einzig der Flugbetrieb auf dem Werksgelände wurde am Sonnabend eingestellt. Auswirkungen auf den Flugbetrieb am Hamburg Airport gab es nicht. Gegen 14.45 Uhr war die Übung zum Größtenteil beendet und erste Fahrzeuge rückten wieder ab.


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