Frauen demonstrieren für Gleichstellung in Hamburgs Innenstadt

Mehrere Teilnehmer der Demo ziehen durch die Hamburger Innenstadt. Dieses Foto entstand in Höhe des Landesgerichts am Sievekingsplatz. Foto: FoTe Press

(mr). In der Hamburger Innenstadt haben zirka 1.200 Personen, darunter mehrheitlich Frauen, für gleiche Rechte, gleiche Bezahlung und Wertschätzung von Care-Arbeit demonstriert. Das Aktionsbündnis Töchterkollektiv hatte zum Frauenstreik aufgerufen.  Auf diese Weise soll die Bedeutung von Frauen und ihrer Arbeit sichtbar gemacht werden. Durch den Frauenstreik soll der Internationale Frauentag (war am 8. März) verlängert werden. Weil der von vielen als „feministischer Kampftag“ bezeichnete Tag am 8. März 2026 auf einen Sonntag fiel, haben die Initiativen für den nächsten Werktag zum Frauenstreik aufgerufen. An einem Sonn- oder Feiertag zu streiken, hätte laut den Organisatorinnen keinen Effekt.

Mehr Lohngerechtigkeit für Frauen, Wertschätzung von Sorgearbeit und Frauen vor Gewalt schützen – das sind die Hauptanliegen der Initiatorinnen vom Töchterkollektiv.


An der Langen Reihe: Ärger wegen Markise in Regenbogenfarben

Eine neue Regenbogen-Markise am „Café Uhrlaub“ in St. Georg sorgt für viel Aufmerksamkeit. Inhaber Sherzad Hossin hat die handgefertigte Markise bewusst als Zeichen für Vielfalt und Zusammenhalt angebracht. Foto: FoTe Press

(mr). Als gäbe es keine wichtigeren Probleme: eine neue Regenbogen-Markise sorgt an der Langen Reihe im Stadtteil St. Georg aktuell für großen Ärger im Internet. Dafür sollte der neue Licht- und Regenschutz eigentlich für Liebe und Toleranz stehen. Zu finden ist die Markise am Café Uhrlaub, welches seit mehr als 60 Jahren Kaffee, Frühstück und Mittagstisch anbietet. Gerade in dem Stadtteil St. Georg, in dem jährlich der Christopher Street Day startet und der sich durch seine queere Bevölkerung auszeichnet, sorgt die neue Markise für Aufregung? Was ist passiert?

Inhaber Sherzad Hossin postete vor einigen Tagen ein Foto mit der neuen Markise auf Social Media – seitdem schlägt ihm purer Hass entgegen. Die Kommentare, die ihn erreichen, sind schockierend. Am 5. Februar schreibt der Inhaber bei Facebook: „Die Lange Reihe mitten in Hamburg war immer ein Ort für queeres Leben. Doch leider verschwinden immer mehr schwul-lesbische Cafés, Bars und sichere Orte für unsere Community. Caféurlaub gehört zu den wenigen Cafés in der Langen Reihe, die es seit über 60 Jahren gibt. Und wir sagen ganz klar, Wir sind noch da. Wir bleiben. Wir sind sichtbar.“

Allein unter diesem Post finden sich so viele negative Kommentare, die wir an dieser Stelle nicht wiedergeben möchten, denn „ekelhaft“ oder „wer braucht den Regenbogenscheiß?“ gehören dabei noch zu den harmlosen. Auch auf den nachfolgenden Posts häufen sich zum Teil sehr negative Kommentare. Zum Glück gibt es aber auch positive Bemerkungen zu der neuen Markise – genau aus diesem Grund schreibt der Inhaber unter seinem bislang letzten Post: „Ich bleibe bunt. Ich bleibe sichtbar. Nicht gegen euch – sondern für uns.“ Besser kann man es nicht ausdrüken.


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