U3: Mehr Barrierefreiheit, moderne Haltestellen und gebündelte Bauarbeiten

Ein U-Bahn der Linie 3 fährt durch die Haltestelle St. Pauli. Foto: FoTe Press

(ha). Die Verkehrsbehörde sichert jetzt die Finanzierung für wichtige Modernisierungsprojekte entlang der U3 – darunter der barrierefreie Ausbau der Haltestelle Sierichstraße, der Umbau der Haltestelle Habichtstraße sowie der Neubau der Station Fuhlsbüttler Straße. Allein für diese drei Projekte sind Investitionen von insgesamt rund 80 Millionen Euro vorgesehen. Damit erhalten rund 15.000 Menschen eine deutlich besseren U-Bahn-Anschluss. Die unterschiedlichen Bauvorhaben werden so gebündelt, dass die Einschränkungen für Fahrgäste möglichst gering bleiben.

Verkehrssenator Dr. Anjes Tjarks: „Die U3 ist für viele Hamburgerinnen und Hamburger jeden Tag ein zentraler Teil ihres Alltags – auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit. Umso wichtiger ist es, dass sie für alle zugänglich ist. Deshalb investieren wir gezielt in moderne, barrierefreie Haltestellen und eine leistungsfähige Infrastruktur. Gleichzeitig achten wir darauf, Bauarbeiten so gut wie möglich zu bündeln, damit Einschränkungen für Fahrgäste planbar bleiben und nicht immer wieder neue Sperrungen notwendig werden. Mit den Investitionen entlang der U3 machen wir Hamburgs U-Bahn-Netz Schritt für Schritt komfortabler und zuverlässiger.“

U3-Haltestelle Habichtstraße erhält einen zweiten Zugang

Die Planungen für den Ausbau der U3-Haltestelle Habichtstraße sind weit fortgeschritten. Die Haltestelle bekommt einen zweiten Zugang, der etwa 4.700 Anwohnenden einen direkteren Anschluss ermöglicht. Dafür sind Investitionen in Höhe von etwa 15,35 Millionen Euro vorgesehen. Damit die Bauarbeiten wie geplant im Frühjahr 2027 starten können, werden die notwendigen finanziellen Verpflichtungen bereits 2026 abgesichert.

Barrierefreier Ausbau der U3-Haltestelle Sierichstraße

Die Haltestelle Sierichstraße soll umfassend modernisiert und barrierefrei umgebaut werden. Hier wird außerdem der Bahnsteig verlängert und ein zweiter Zugang gebaut. Für die Maßnahme sind rund 25,7 Millionen Euro eingeplant.

Neue Haltestelle Fuhlsbüttler Straße

Mit der neuen Haltestelle erhalten künftig rund 10.000 Menschen in Barmbek-Nord einen deutlich besseren Zugang zum U-Bahn-Netz. Geplant sind barrierefreie Zugänge mit Aufzügen, eine moderne Gestaltung sowie eine bessere Anbindung der umliegenden Quartiere. In die Haltestelle Fuhlsbüttler Straße werden rund 38,5 Millionen investiert. Durch die enge zeitliche Abstimmung der Projekte entlang der U3 sollen Bauarbeiten gebündelt und Einschränkungen für Fahrgäste möglichst effizient organisiert werden.

Bauarbeiten gebündelt: Weniger Einschränkungen für Fahrgäste

Das Projekt an der Haltestelle Habichtstraße wird gemeinsam mit dem Neubau der Haltestelle Fuhlsbüttler Straße sowie der Grundinstandsetzung des Viadukts Barmbek umgesetzt. Dafür ist mit Beeinträchtigungen im Betrieb der U3 zwischen Barmbek und Wandsbek-Gartenstadt in der zweiten Jahreshälfte 2027 zu rechnen. Durch die Bündelung der Maßnahmen sollen wiederholte Sperrungen vermieden, Bauzeiten verkürzt und Einschränkungen für die Fahrgäste möglichst geringgehalten werden.

Investitionen in eine moderne und leistungsfähige U-Bahn

Die U3 gehört zu den meistgenutzten U-Bahn-Linien Hamburgs und verbindet viele dicht besiedelte Stadtteile miteinander. Die Investitionen leisten einen wichtigen Beitrag für eine moderne Infrastruktur, mehr Barrierefreiheit und einen attraktiveren öffentlichen Nahverkehr.


Exklusiv: Filmarbeiten für Beatles-Projekt gehen weiter

In diesem Gebäude an der Reeperbahn soll nach Informationen der Hamburger Allgemeinen Rundschau der Kaiserkeller nachgebaut sein. Es ist davon auszugehen, dass die Filmcrew das Gebäude auch für Außenaufnahmen nutzt: die Fassade wurde extra für Filmarbeiten fernsehtechnisch hergerichtet. Es ähnelt dem „Top Ten Club“. Foto: FoTe Press

(mr). Nachdem die Filmarbeiten für eine neue sechsteilige Serie über die Anfänge der weltbekannten Beatles bei uns in Hamburg gestoppt wurden, weil Schauspielerin Luna Jordan im Alter von 25 Jahren plötzlich und unerwartet verstarb, gehen die Dreharbeiten aktuell an der Reeperbahn weiter. Luna Jordan sollte die Fotografin Astrid Kirchherr spielen. Aus diesem Grund musste das Filmteam eine Zwangspause einlegen. Schließlich musste beraten werden, ob das Drehbuch umgeschrieben und die bisherigen gedrehten Szenen erhalten bleiben oder ob die Rolle komplett neu besetzt und alles bisherige neu gedreht werden muss. Zu welchem Ergebnis die Filmcrew gekommen ist? Unbekannt.

An der Seilerstraße stehen zahlreiche Produktionsfahrzeuge: Technikwagen, Shuttlebusse, Toilettenanhänger und Masken- und Aufenthaltsmobile. Das Filmteam hat auch mehrere schwarze Zelte aufgebaut. In diesen befinden sich zum Teil Tische mit Getränken und kleinen Snacks. Sicherheitsmitarbeiter passen auf, dass die Filmcrew in Ruhe drehen kann und hält neugierige Pasaanten vom Filmset fern. Fotos: FoTe Press

Bekannt ist hingegen, dass die Filmcrew aktuell wieder fleißig am Drehen ist. In einem Gebäude an der Reeperbahn – zwischen dem ehemaligen „Cafe Keese“ (heute ein Hotel) und dem „Hotel North“ hat die Filmcrew die berühmten Kaiserkeller nachgebaut. Nach Informationen der Hamburger Allgemeinen Rundschau sollen dort unter anderem Konzerte der Beatles aufgenommen werden. An einem Drehtag in dieser Woche standen 80 Komparsinnen und Komparsen vor den TV-Kameras und spielten Gäste des Konzerts. Sie wurden mit zwei großen Bussen vom Heiligengeistfeld – dort ist die so genannte Basis – zum Drehort an der Seilerstraße gefahren. Genauso wie der Großteil der Filmcrew. Sämtliche Mitarbeiter verschiedener Gewerke (Aufnahmeleitung, Herstellungsleitung, Licht, Ton, Maske, Kostom, Kamera, Komparsenbetreuung, Set-Runner, Requisite, Ausstattung) werdenwährend der Filmarbeiten ebenfalls geshuttelt.

Auf dem Heiligengeistfeld hat die TV-Crew eine kleine Zeltstadt aufgebaut. In drei Zelten können die Crew-Mitglieder essen und trinken und sich in den Drehpausen ausruhen. Darüber hinaus stehen hier mehrere Produktionsfahrzeuge. Die so genannte Basis ist streng bewacht und gegen Einblicke mit Sichtschutzwänden geschützt.

Schaulustige bekommen also von den Filmarbeiten bislang nicht viel mit. Schauspieler steigen aus den Shuttlebussen, die direkt vor der Hintertür des Gebäudes parken. Am Haupteingang an der Reeperbahn ist ebenfalls nichts zu sehen. Mehrere Zäune sind direkt vor dem Eingang aufgebaut. Dort stehen weitere Technikfahrzeuge von der Filmproduktion und versperren die Sicht auf die Filmkulisse.

Nach unseren Informationen wird die Filmcrew allerdings noch draußen drehen. Die Fassade ähnelt dem damaligen „Top Ten Club“. Die Beatles besuchten oft, wenn sie nicht im Kaiserkeller spielten, Tony Sheridan, der mit seinen The Jets im „Top Ten Club“ auftrat. Dabei spielten sie auch mal gelegentlich zusammen.

In diesem Gebäude an der Reeperbahn soll nach Informationen der Hamburger Allgemeinen Rundschau der Kaiserkeller nachgebaut sein. Es ist davon auszugehen, dass die Filmcrew das Gebäude auch für Außenaufnahmen nutzt: die Fassade wurde extra für Filmarbeiten fernsehtechnisch hergerichtet. Es ähnelt dem „Top Ten Club“. Foto: FoTe Press

Wer unser Foto mit Fotos in einem Zeitungsartikel vergleicht, wird sehen: ja, es scheint tatsächlich die nachgebaute Fassade des Clubs zu sein. Wann genau die Filmcrew ihre Außenaufnahmen produziert wird nicht offen kommuniziert. In den kommenden Tagen werden unter anderem Aufnahmen in Schleswig-Holstein gemacht.