Polizei löst SoKo „Schwarzer Block“ auf

Die Polizei ging gegen mutmaßliche Straftäter auch mit modernen Wasserwerfern (WAWE 10.000) vor. Foto: FoTe-Press

(ha). Die Sonderkommission „Schwarzer Block“ hat seit ihrer Einrichtung im Juli 2017 über 3.400 Ermittlungsverfahren gegen mehr als 850 namentlich bekannte Beschuldigte im Zusammenhang mit Straftaten anlässlich des G20-Gipfels geführt. Dabei haben die zeitweilig bis zu 180 Mitarbeiter der Soko mehrere Hundert Hinweise, Spuren sowie knapp 100 Terabyte Fotos und Videos gesichtet und ausgewertet. Die Soko hat zahlreiche Durchsuchungsbeschlüsse im In- und Ausland vollstreckt.

Insgesamt wurden in drei Öffentlichkeitsfahndungen – zum Teil auch im europäischen Ausland – Fotos von 281 Personen veröffentlicht, von denen bislang 73 Personen identifiziert werden konnten. Das bedeutet, dass mehr als ein Viertel der in diesen Öffentlichkeitsfahndungen gezeigten Straftäter namhaft gemacht werden konnte.

Die Arbeit der Soko „Schwarzer Block“ wurde kürzlich allerdings in die Alltagsorganisation des Landeskriminalamtes überführt. Sämtliche Die Ermittlungen werden nunmehr in einer in der Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamtes (LKA 7) angegliederten Ermittlungsgruppe „Schwarzer Block“ mit einer reduzierten Personalstärke fortgeführt. Dies geschieht weiterhin mit der Zielrichtung, Tatverdächtige der schweren Auseinandersetzungen während der Gipfeltage zu identifizieren.

„Die Arbeit der Soko „Schwarzer Block“ ist eine Erfolgsgeschichte. Akribische und innovative Ermittlungsarbeit, Beharrlichkeit und der unermüdliche Einsatz der Kolleginnen und Kollegen haben dazu geführt, dass eine große Zahl der während des G20-Einsatzes begangenen Straftaten aufgearbeitet und Straftäter beweissicher der Justiz überstellt werden konnten beziehungsweise können. Die Ermittlungsgruppe wird diese erfolgreiche Arbeit mit ebenso großem Engagement fortsetzen“, teilt Polizeipräsident Ralf Martin Meyer dazu mit.


Neuer Standort für Feuerwehr an Autobahn 7

So sieht das neue Feuerwehrgerätehaus aus, wenn es voraussichtlich im Frühjahr 2019 eröffnet wird. Foto: ha/ AH+P – Architekten Hellbusch & Partner

(ha). „In einer wachsenden Stadt investieren wir weiter in eine moderne und leistungsfähige Großstadt-Feuerwehr. Dazu gehört neben einem erheblichen Personalaufbau auch die Realisierung wichtiger Infrastrukturprojekte. Die Hamburger können sich somit auch in Zukunft jederzeit auf ihre Feuerwehr verlassen“, sagt Innensenator Andy Grote.

Nachdem im Januar dieses Jahres bereits die Feuer- und Rettungswache Othmarschen eingeweiht wurde, startet mit dem heutigen Tag (19. September) der Bau der zweiten von insgesamt drei Portalwachen der Feuerwehr Hamburg am überdeckelten Abschnitt der Autobahn 7. Hamburgs Innensenator Andy Grote, Feuerwehr-Chef Klaus Maurer und der Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH, Martin Görge, haben am Mittwoch den Grundstein für den Neubau der Portalwache Volkspark gelegt. Gleichzeitig treibt die Innenbehörde die geplante Erneuerung der Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg weiter voran.

An der neuen Portalwache Volkspark werden zukünftig rund um die Uhr drei Einsatzfahrzeuge mit Besatzung für die Brandbekämpfung und technische Hilfeleistungen stationiert sein. Voraussichtlich im Frühjahr 2019 soll das rund 640 Quadratmeter große Gebäude fertiggestellt sein. Die dritte Feuer- und Rettungswache wird in Schnelsen entstehen. Hamburgs Innensenator Andy Grote: „Nachdem seit 1994 keine neue Feuerwache mehr gebaut wurde, entsteht jetzt bereits die zweite Portalwache innerhalb kurzer Zeit. Die drei autobahnnahen Portalwachen der Feuerwehr Hamburg ermöglichen im Ernstfall ein noch schnelleres Eingreifen und somit eine hocheffektive Notfallversorgung bei Bränden oder Unfällen an den überdeckelten A7-Abschnitten. Damit gewährleisten wir für eines der größten Hamburger Verkehrsinfrastrukturprojekte ein bestmögliches Sicherheitsniveau.“

Parallel dazu hat Innensenator Andy Grote am Mittwoch eine weitere wichtige Weichenstellung bekanntgegeben: Für die Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg, die bisher an der Wendenstraße angesiedelt ist, soll auf einer Fläche an der Eiffestraße 52-56 ein Neubau errichtet werden, der den modernsten technischen Anforderungen Rechnung trägt. In dem neuen Gebäude, in dem insgesamt etwa 200 Mitarbeiter beschäftigt sein werden, sollen neben der neuen Rettungsleitstelle unter anderem auch der Führungsstab und die Einsatzabteilung der Feuerwehr untergebracht werden. Von hier aus werden zukünftig rund um die Uhr eingehende Notrufe bearbeitet, um Einsätze innerhalb kürzester Zeit zu koordinieren. Nach den derzeitigen Planungen soll der Bau in der Eiffestraße im Sommer 2020 beginnen, die neue Rettungsleitstelle voraussichtlich im Jahr 2022 ihren Betrieb aufnehmen. Das Projekt soll gemeinsam mit der Sprinkenhof GmbH realisiert werden.