Unbekannte bedrohen freien AfD-Mitarbeiter in Barmbek

Ein Streifenwagen der Polizei im Einsatz. Symbolfoto: Röhe

(mr/ha). Feiger Angriff auf einen 38 Jahre alten Mitarbeiter der Hamburger AfD-Fraktion. Wie die Pressestelle der Alternative fĂŒr Deutschland (AfD) mitteilt, ist der freie Mitarbeiter vor seiner Wohnung (im Stadtteil Barmbek) von etwa 15 bis 20 Personen bedroht worden. Demnach sollen am 28. Juni 2019 gegen 21 Uhr vor der Wohnung eines freien Mitarbeiters der AfD-Fraktion zum Teil vermummte Personen aufgetaucht sein und skandierten „dumpfe Nazi-Parolen“. Der freie AfD-Mitarbeiter betreut die IT der AfD-Fraktion, nimmt aber ansonsten keine inhaltlichen Aufgaben wahr.

Die Personengruppe nahm bei ihrer EinschĂŒchterungsaktion ausdrĂŒcklich auf das Engagement des Mitarbeiters fĂŒr die AfD Bezug. Damit auch die ganze Straße diese ĂŒble Agitation mitbekommt, benutzte der EinschĂŒchterungstrupp ein Megafon, wie es weiter heißt. Außerdem wurden FlugblĂ€tter an die Fassade des Hauses ĂŒber den AfD Mitarbeiter verteilt. Betitelt wurde das Flugblatt wortgemĂ€ĂŸ mit „Vorsicht, Nazis in der Nachbarschaft“.

Die herbeigerufene Polizei war sehr schnell mit zehn Streifenwagen vor Ort und verfolgte die Unbekannten. Der Fraktions- und Landesvorsitzende der AfD, Ex-Innensenator Dirk Nockemann, sieht die Aktion in einem Zusammenhang mit der ĂŒblen Hetze, die aktuell gegen die AfD immer stĂ€rker gepflegt wird. „Wer die AfD pauschal als Rechtsextremisten bezeichnet oder sie permanent in die NĂ€he von Rechtsextremisten rĂŒckt, nimmt derartige Aktionen nicht nur billigend in Kauf, sondern leistet moralische UnterstĂŒtzung fĂŒr derartige Aktionen. In Hamburg ist die innere Sicherheit massiv durch Linksextremisten bedroht, solange diese in grĂ¶ĂŸeren Truppen maskiert auftauchen können, wann und wo sie wollen“, sagt Nockemann.

Der Fraktions- und Stellvertretender Landesvorsitzende Alexander Wolf ergĂ€nzt: „SchĂ€men mĂŒssen sich diejenigen Politiker der Altparteien und Mainstream-Journalisten, die zwar von „Toleranz“ viel reden, aber knallhart ausgrenzen und diffamieren, wenn unabhĂ€ngige Positionen vertreten werden. Ich erinnere an Joachim Gauck und seine Aufforderung, endlich zwischen „rechts“ im Sinne von legitim-konservativ einerseits und „rechtsextrem“ andererseits sauber zu unterscheiden. Das sei diesen Antifanten und ihren Gesinnungsgenossen in Politik und vielen Medien ins Stammbuch geschrieben.“

Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen zu dem Vorfall werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.


Hamburgs Abiturienten haben 2,42 als Notendurchschnitt

Die Heinrich-Hertz-Schule in Winterhude. Symbolfoto: FoTe-Press

(ha). Bildungssenator Ties Rabe hat die Ergebnisse der vorlĂ€ufigen Abitur-Abfrage der Schulbehörde veröffentlicht. Danach haben 95 Prozent der SchĂŒler die AbiturprĂŒfungen an Hamburgs Gymnasien, Stadtteilschulen, Beruflichen Gymnasien, Berufsoberschulen und in der Erwachsenenbildung bestanden. Die Abiturdurchschnittsnote liegt in diesem Jahr bei 2,42 und ist damit stabil. Senator Ties Rabe gratuliert den Abiturienten herzlich: „Herzlichen GlĂŒckwunsch! Ich freue mich sehr darĂŒber, dass Hamburgs Abiturienten das Hamburger Zentral-Abitur mit vielen bundeseinheitlichen Aufgaben gut bewĂ€ltigt haben. Jetzt wĂŒnsche ich allen SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern schöne Ferien. Erholt Euch gut, Ihr habt Euch das verdient.“

Die Gesamtnote des Abiturs setzt sich zu einem Drittel aus den Noten der AbiturprĂŒfungen (drei schriftliche und mindestens eine mĂŒndliche oder PrĂ€sentationsprĂŒfung) und zu zwei Dritteln aus den in der zweijĂ€hrigen Oberstufe erzielten Noten in den UnterrichtsfĂ€chern zusammen. Die Durchschnittsnote des gesamten Abiturs liegt in Hamburg seit Jahren relativ konstant zwischen den Noten 2,4 und 2,5. In diesem Jahr betrĂ€gt der Abiturdurchschnittsnote fĂŒr die staatlichen und nichtstaatlichen Schulen in Hamburg insgesamt 2,42 (Vorjahr 2,41). Die durchschnittliche Abiturnote liegt in diesem Jahr an Stadtteilschulen bei 2,57, an Gymnasien bei 2,33 und an den Beruflichen Gymnasien 2,58.

Um das Abitur gerechter zu gestalten, wurde 2014 in Hamburg in fast allen SchulfĂ€chern das erweiterte Hamburger Zentralabitur eingefĂŒhrt. Seitdem mĂŒssen alle Stadtteilschulen und Gymnasien in 27 FĂ€chern dieselben, zentral vorgegebenen Hamburger Abituraufgaben im schriftlichen Abitur einsetzen. Das erweiterte Zentralabitur umfasst auch klar vorgegebene Bewertungsraster fĂŒr die korrigierenden LehrkrĂ€fte. Diese Maßnahmen sichern, dass das schriftliche Abitur an allen Hamburger Schulen gleich schwer ist. DarĂŒber hinaus setzen die BundeslĂ€nder bundeseinheitliche zentrale Aufgaben in den KernfĂ€chern ein. Üblich ist eine Mischung von Bundes- und Landesaufgaben, insbesondere in den Sprachen, bei denen in den BundeslĂ€ndern zurzeit noch unterschiedliche literarische Werke im Abitur thematisiert werden. Hamburg hat sehr viele Bundesaufgaben eingesetzt, nach ersten Erkenntnissen deutlich mehr als die meisten anderen BundeslĂ€nder.

In den bislang ausgewerteten Schulen mit 8.701 SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern, die zu den AbiturprĂŒfungen getreten sind, haben 8.280 SchĂŒlerinnen und SchĂŒler die AbiturprĂŒfungen bestanden (95,2%). Davon waren 7.581 SchĂŒler an staatlichen (92%) und 699 SchĂŒlerinnen und SchĂŒler an nicht staatlichen Schulen (8%). 421 SchĂŒlerinnen und SchĂŒler (4,8%) haben die AbiturprĂŒfungen nicht bestanden. Die Gesamtzahlen werden vermutlich noch einmal um zirka 10 Prozent höher liegen, weil noch nicht alle Schulen ihre Daten gemeldet haben.

Bei den Abiturienten haben die Frauen mit einem Anteil von 51,6 Prozent die Nase vorn. Die SchĂŒlerinnen erreichten eine Durchschnittsnote von 2,38, die SchĂŒler von 2,48. 61% der SchĂŒler bestanden das Abitur an Gymnasien, 32% an Stadtteilschulen, 4% an Beruflichen Gymnasien und 3% an weiteren Schulen.

An den sieben Beruflichen Gymnasien haben 273 SchĂŒlerinnen und SchĂŒler das Abitur bestanden. An den fĂŒnf Berufsoberschulen, also im Anschluss an eine berufliche Ausbildung, haben 40 SchĂŒler das Abitur bestanden.

Zum dritten Mal in der Geschichte des bundesdeutschen Abiturs haben die BundeslĂ€nder in den schriftlichen Klausuren in Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik neue, bundesweit gleich schwere Aufgaben einsetzen. Die Aufgaben waren von Experten aller BundeslĂ€nder am Institut zur QualitĂ€tsentwicklung im Bildungswesen (IQB) in Berlin entwickelt und von Wissenschaftlern auf einen angemessenen Schwierigkeitsgrad untersucht worden. Außerdem gelten einheitliche BewertungsmaßstĂ€be.

Diesmal waren die Bundesaufgaben in Mathematik allerdings in bestimmten Zusammensetzungen bei den Klausuren auf grundlegendem Niveau (Grundkurs) zu schwer. Das hat das fĂŒr die Bundesaufgaben zustĂ€ndige Institut fĂŒr QualitĂ€t im Bildungswesen (IQB) gegenĂŒber der Hamburger Schulbehörde bestĂ€tigt. Deshalb wurde der Bewertungsmaßstab fĂŒr diesen besonderen Fall angepasst, zusĂ€tzlich konnten die SchĂŒler ĂŒber eine mĂŒndliche PrĂŒfung ihre Leistungen verbessern. Die Ergebnisse in Mathematik auf grundlegendem Niveau liegen durch diese Maßnahmen auf einem Ă€hnlichen Niveau wie in den Vorjahren: bei 3,46 (2018: 3,39, 2017: 3,54). In der Mathe-PrĂŒfung auf erhöhtem Niveau (3,38, Vorjahr 3,34) waren keine Anpassungen notwendig.

Mindestens 137 SchĂŒler an 70 Schulen haben mit der Traumnote 1,0 abgeschlossen (Vorjahr 159). Die meisten 1,0er-Abiturienten an staatlichen Schulen gibt es in diesem Jahr am Walddörfer-Gymnasium (6x, Volksdorf), Johanneum (5x, Winterhude) und an der Max-Brauer-Schule (5x, Stadtteilschule in Ottensen/Bahrenfeld). 75 der 137 1,0er-Abiturienten sind weiblich, also rund 55%. 105 der 137 1,0er Abiture (77%) wurden an Gymnasien vergeben, 26 an Stadtteilschulen, drei an Beruflichen Schulen, drei an einer Abendschule.

Die grĂ¶ĂŸte Anzahl von Abiturienten gibt es in diesem Schuljahr am Gymnasium Ohmoor (Niendorf, 149) und am Walddörfer-Gymnasium (Volksdorf, 169) fĂŒr die Gymnasien sowie an der Goethe-Schule-Harburg (154) und der Julius-Leber-Schule (Schnelsen, 152) fĂŒr die Stadtteilschulen. Die besten Abitur-Durchschnittsnoten an staatlichen Stadtteilschulen haben vergeben: Max-Brauer-Schule/Bahrenfeld (2,11), Stadtteilschule Winterhude (2,21) und Stadtteilschule Blankenese (2,39). Die besten Abitur-Durchschnittsnoten an staatlichen Gymnasien haben vergeben:  Helene-Lange-Gymnasium/EimsbĂŒttel (2,02), Gymnasium Buckhorn/Volksdorf (2,09) und Wilhelm-Gymnasium/Harvestehude (2,10).


Überfall auf Rentnerin in Hamburg-SĂŒlldorf

(ha). Die Polizei fahndet nach einem derzeit unbekannten TĂ€ter, der am Abend des 29. Juni 2019 gegen 20.45 Uhr eine 91-jĂ€hrige Frau in ihrem Haus in Hamburg-SĂŒlldorf ĂŒberfallen und beraubt hat. Die 91-jĂ€hrige befand sich alleine in ihrem Haus, als es gegen 20:45 Uhr an der HaustĂŒr klingelte. Sie öffnete, da sie zunĂ€chst einen Nachbarn vermutete, wurde dann allerdings sofort von dem ihr unbekannten TĂ€ter ins Haus gedrĂ€ngt, zu Boden gebracht und dort gefesselt und geknebelt. Der Mann durchsuchte anschließend sĂ€mtliche RĂ€umlichkeiten des Hauses und entwendete einen geringen Bargeldbetrag aus Spardosen der Enkelkinder der 91-JĂ€hrigen sowie ein Portemonnaie mit knapp 20 Euro Bargeld. Anschließend flĂŒchtete er in unbekannte Richtung.

Der 91-JĂ€hrigen gelang es, sich selbst zu befreien und die Polizei zu alarmieren. Sie erlitt leichte Verletzungen. Eine sofort eingeleitete Fahndung mit zahlreichen Funkstreifenwagen fĂŒhrte nicht zur Festnahme des TĂ€ters. Dieser kann wie folgt beschrieben werden: mĂ€nnlich, etwa 50 Jahre, etwa 180 Zentimeter groß, er hatte ein osteuropĂ€isches Erscheinungsbild, sprach gebrochen deutsch. Er hatte eine krĂ€ftige Statur und kurze, blonde Haare. Zeugen, die Hinweise zur IdentitĂ€t des TĂ€ters geben können oder verdĂ€chtige Beobachtungen im Zusammenhang mit der Tat gemacht haben – insbesondere auch im zeitlichen Vorfeld der Tat – werden gebeten, sich beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg unter der Rufnummer 040 / 428 65 67 89 zu melden.


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