Elbtunnel: Zweite Röhre vom 9. bis 22. April 2018 gesperrt

Wenn es vom 9. bis 22. April 2018 zu einer Sperrung der zweiten Elbtunnelröhre kommt, muss mit Stau gerechnet werden. Symbolfoto: FoTe-Press

(ha). Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) sorgt im Auftrag des Bundes für den ordentlichen und sicheren Zustand der Autobahnen und Bundesstraßen im Stadtstaat Hamburg. Hierzu sind Modernisierungs- und Instandsetzungsarbeiten in der zweiten Röhre des Elbtunnels notwendig, wie die Behörde mitteilt. Die Röhre muss von Montag, 9. April, ab 20 Uhr bis Sonntag, 22. April, 5 Uhr gesperrt werden. Für den Zeitraum stehen je Fahrtrichtung weiterhin drei Spuren zur Verfügung. „Grund für die Sperrung sind umfangreiche Baumaßnahmen“, sagt Susanne Meinecke, Sprecherin des LSBG. Teile der Fahrbahn wurden zuletzt 1992 asphaltiert und müssen nunmehr saniert werden. „Es wird eine mehrlagige Abdichtung, inklusive einer Asphaltdeckschicht, eingebaut“, erklärt Meinecke. Der LSBG tauscht zudem defekte Messsysteme zur Verkehrsauswertung aus und wartet weitere technische Einbauten. Durch die Bündelung der Maßnahmen können zusätzliche Sperrungen der Röhre vermieden werden.

Die Baumaßnahme wird im Vorwege der angekündigten Sanierung des südlichen Tunnelvorfeldes (K30) in 2019, der Sanierung und des Ausbaus der „Hochstraße Elbmarsch“ (K20) ab 2020 sowie dem Bau des „Altonaer Deckels“ durchgeführt. Für September 2018 sind aus demselben Grund auch Sanierungsarbeiten in der dritten Röhre vorgesehen. Mit den diesjährigen Arbeiten wird der Elbtunnel für die kommenden Baumaßnahmen an der A7 fit gemacht, um ein möglichst störungsfreien Verkehrsfluss im Elbtunnel zu ermöglichen. Der LSBG bittet alle von diesen notwendigen Maßnahmen Betroffenen um Verständnis für die zu erwartenden Beeinträchtigungen.


Einkaufswagen-Diebe machen Discountern zu schaffen

Symbolfoto von aneinandergereihten Einkaufswagen eines Discounters in Hamburg. Immer wieder beklagen Discounter den Diebstahl dieser praktischen Einkaufshilfen. Foto: FoTe-Press

(mr). Es ist ein unangenehmes und vor allem kostspieliges Problem, mit dem seit Jahren die Discounter zu kämpfen haben: Jährlich werden Tausende Einkaufswagen geklaut. Zählt man alle Einkaufswagen von Penny, Netto, ReWe, Aldi, Lidl oder beispielsweise Norma zusammen, werden jährlich in ganz Deutschland jedes Jahr etwa 100.000 Wagen entwendet. Damit soll jetzt bald Schluss sein: Um Diebstähle von Einkaufswagen zu erschweren, testen mehrere Discounter derzeit neue Sicherungsmethoden. In einem Zeitungsinterview in der „Neuen Westfälischen“ nennt Frank Host, Leiter vom EHI Retail Institute in Köln, klare Zahlen: „Die Schwundrate liegt bei gut zwei Prozent jährlich. Also also etwa 100.000 Einkaufswagen.“ Dies entspräche in etwa einem jährlichen Schaden in Höhe von 15 Millionen Euro (ein Einkaufswagen kostet je nach Ausstattung zwischen 120 bis 200 Euro). Dieser Betrag müsse von den Supermärkten meist selbst getragen werden und habe somit negative Auswirkungen auf die Bilanz.

Übrigens: eine Entwendung eines Einkaufswagens sei aus rechtlicher Perspektive noch kein Diebstahl. Schließlich könne jeder Kunde, der mit einem Einkaufswagen durch die Stadt zu sich nach Hause flaniert, behaupten, er wolle seinen Einkauf nur in seine Wohnung bringen und den Einkaufswagen hinterher wieder zum Discounter bringen. Damit wäre der Tatbestand eines Diebstahls nicht erfüllt. Viele Discounter weisen zwar mit Beschilderung darauf hin, dass es verboten ist, einen Einkaufswagen vom Gelände zu schieben – aber selten werden solche Fälle zur Anzeige gebracht. Auch Frank Host geht davon aus, „dass es meist aus Transportgründen ist, die Kunden damit also ihre Einkäufe nach Hause bringen wollen.“ Zwar gebe es zunehmend neue Sicherungssysteme, die Mithilfe von Magnet- oder Funksystemen Kunden daran hindern sollen, das Gelände mit dem Einkaufswagen verlassen zu können, da die Räder blockieren. Aber wie heißt es so schön: wer etwas will, der schafft es auch. Da hilft auch das sicherste System nicht wirklich viel. Das Problem mit dem Entwenden von Einkaufswagen ist auch in Hamburg bekannt. Mehrere Mitarbeiter bestätigen, dass auch in Hamburg mehrere Einkaufswagen auf Nimmerwiedersehen verschwinden…

Den Discountern sei übrigens an dieser Stelle der Tipp gegeben, mal bei Flüchtlingsunterkünften nachzuschauen. Ob aus Unwissenheit oder reiner Bequemlichkeit: sowohl bei Flüchtlingsunterkünften in den Stadtteilen Lurup, Wilhelmsburg, Wandsbek, Harburg und Bahrenfeld, als auch in Winterhude ist aufgefallen, das dort mehrere Einkaufswagen stehen und von den dort lebenden Menschen nicht wieder zurückgebracht wurden.

Auch bei Heimspielen vom HSV oder St. Pauli gehen Flaschensammler auf die Jagd – mit Einkaufswagen von Discountern. Grundsätzlich ist ja auch nichts dagegen einzuwenden.  Aber ist es denn so schwer am nächsten Tag, wenn die Pfandflaschen sowieso beim Discounter abgegeben werden, auch gleichzeitig den Einkaufswagen dort abzugeben?

Eine Flüchtlingsunterkunft in Hamburg-Harburg. In der Mitte des Bildes stehen einige Einkaufswagen, die nach dem Einkauf nicht wieder zurück gebracht wurden. Foto: Schmidt