(mr). Auf den tag genau heute vor 10 Jahren ist Roger Willemsen verstorben. Als Publizist und Moderator, zum Beispiel von „Willemsens Woche“, prägte er die deutsche Fernseh- und Hörfunklandschaft. Bekannt war er für seine weisen und manchmal bissigen Kommentare über Literatur, prominente Kollegen und das Leben. Willemsen wurde in den 1990ern einem breiten Publikum bekannt durch die TV-Sendung „0137“, später auch durch „Willemsens Woche“. Seine Interviews waren berühmt, weil er wirklich zuhörte – und klug, manchmal unbequem nachfragte.
Er engagierte sich außerdem stark politisch und gesellschaftlich, etwa für Menschenrechte (u. a. Amnesty International), und war ein kritischer Beobachter von Medien, Macht und Oberflächlichkeit.
Viele mochten ihn, weil er gebildet, aber nie herablassend, kritisch, aber immer menschlich war. Roger Willemsen lebte mehrere Jahre in einem Haus im Hamburger Stadtteil Uhlenhorst. Dann zog er nach Wentorf in Schleswig-Holstein. Am Mühlenteich 10, hier hat Roger Willemsen zuzletzt gewohnt. In einem Haus in einer ruhigen Straße in Wentorf, einem Ort im Osten Hamburgs.
Als Autor schrieb er Essays, Reportagen und Bücher unter anderem:
- Deutschlandreise (eine sehr persönliche Bestandsaufnahme des Landes)
- Das Hohe Haus (über ein Jahr auf der Besuchertribüne des Bundestags)
- Momentum (Gedanken über Zeit, Aufmerksamkeit und Leben)
Er starb am 7. Februar 2016 im Alter von 60 Jahren in seinem Haus in Wentorf bei Hamburg an den Folgen einer schweren Krankheit. Die öffentliche Trauerfeier fand am 22. Februar 2016 auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg statt. Die anschließende Beisetzung erfolgte im engsten Kreis.