2 Millionen Besucher auf Hamburgs Winterdom

Der Winterdom 2017 ist seit dem 3. Dezember zu Ende. Aufgrund schlechten Wetters kamen diesmal etwa zwei Millionen Besucher. Foto: FoTe-Press

(ha/pp). Am 4. Dezember ging der Winterdom zu Ende – damit schließt die Volksfestsaison 2017. „Unseren Aufzeichnungen zufolge hat es während des Winterdom an 14 von 31 Tagen geregnet. Besonders betroffen waren die Wochenenden und zwei Familientage, die in
der Regel die besucherstärksten Tage darstellen. Dennoch können wir am Ende knapp zwei Millionen Besucher vermelden. Die Winterdom-Besucher trotzen eben dem Hamburger Schietwetter“, sagt Franziska Hamann, Leiterin des DOM-Referates der veranstaltenden
Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. Aufs Jahr gesehen hat es sogar an 32 von insgesamt 92 Veranstaltungstagen geregnet. Dabei waren die Hälfte aller Familientage und die Hälfte aller Wochenendtage betroffen. Das bleibt nicht ohne Folge, so dass die Gesamtbesucherzahl in diesem Jahr nur knapp sieben Millionen Besucher beträgt. Trotzdem sind die Schausteller unter diesen Umständen mit dem Jahr 2017 zufrieden. „Sicherlich hätten die Besucherzahlen besser sein können, aber wir sind als Outdoor-Veranstaltung nun einmal vom Wetter abhängig und müssen das Beste daraus machen. Natürlich gab es auch sehr gut besuchte Tage, an denen eine fröhliche und ausgelassene Volksfest-Atmosphäre herrschte“, resümiert Manfred Pluschies, Präsident des Schaustellerverbandes Hamburg von 1884 e.V., und ergänzt: „Daran wollen wir im kommenden Jahr anknüpfen und hoffen einfach auf besseres Wetter, denn die Besucher aus allen Regionen Deutschlands und dem Ausland lieben den Hamburger DOM.“ Aber bekanntlich ist nach dem DOM auch immer vor dem DOM: der Frühlingsdom‎ öffnet vom ‎23. März 2018 bis 22. April 2018 seine Pforten.


Betonsteine und mehr Präsenz von Sicherheitsleuten auf dem Dom

(ds). Nichts ist nach den Anschlägen auf dem Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember 2016, sowie weiteren Anschlägen in Frankreich, Spanien, Belgien, England und beispielsweise Schweden mehr so, wie es einmal war. Stadt- und Volksfeste werden extrem gesichert – selbst das Sicherheitskonzept für den Hamburger Dom wurde angepasst. Zwar gebe es aktuelle keine konkreten Hinweise auf eine Gefährdung, wie die Veranstaltern bei der Dom-Pressekonferenz betonten, dennoch werde die Präsenz der Sicherheitskräfte erhöht. „Das Dom-Gelände werden wir so sichern, dass keine unberechtigten Fahrzeuge auf die Veranstaltung gelangen können“, hieß es. Das Heiligengeistfeld (St. Pauli) wird mit einem Zaun gesichert. Zudem werden an den Eingängen Betonsteine eingesetzt und zusätzlich wird ein privater Sicherheitsdienst engagiert, der sich mit Fahrzeugen im Eingangsbereich aufhält und somit die Polizei entlastet. Apropos Polizei: Schwerpunkt des Konzeptes der Polizei soll die Ansprechbarkeit und Erkennbarkeit der Beamten sein. Neben der Wache werden an den Haupteingängen Beamte eingesetzt, die als Ansprechpartner fungieren. Zudem laufen weitere Beamte regelmäßig Streife.

Anmerkung der Redaktion: Bei Anfertigung dieses Symbolfotos wurde der Fotograf am 16. August 2017 gegen 18.10 Uhr massiv vom Sicherheitsdienst genötigt. Mit den Worten „Was fotografieren Sie denn da?“ kam ein unfreundlicher Mitarbeiter der Firma „Securitas“, der zunächst in seinem weißen Sprinter saß und dann ausstieg, auf den Fotografen zu. Dieser konterte in charmanter Art erst einmal mit dem Satz: „Guten Tag, wer sind Sie denn? Ich habe Ihren Namen nicht verstanden.“ Ohne den Mitarbeiter weiter zu beachten, setzte der Fotograf seinen Tätigkeit fort und machte Fotos vom Eingangsbereich – ohne den Sicherheitsmitarbeiter oder gar seinen Wagen mit auf dem Foto zu haben. Der Mitarbeiter stellte sich dann demonstrativ vor die Kamera. Es folgten Sätze wie „Ich bin hier für die Sicherheit zuständig. Also muss ich wissen, wozu hier Fotos gemacht werden. Verpissen Sie sich sonst.“ Der Fotograf freut sich über solche kompetenten, freundlichen Mitarbeiter aus der Sicherheitsbranche. So hat er schließlich immer etwas zu erzählen…Übrigens haben wir natürlich bei dem Unternehmen (sitzt in der Wendenstraße im Stadtteil Hamm) um eine Stellungnahme gebeten. „Wir werden den Vorfall prüfen und gegebenenfalls mit dem Mitarbeiter sprechen“, hieß es.  Foto: Schmidt