(ha). Einsatzkräfte fanden gestern Mittag gegen 12.10 Uhr im Stadtteil Farmsen-Berne zwei leblose Personen mit mutmaßlichen Schussverletzungen auf. Nach derzeitigen Erkenntnissen soll es in dem Stadtteil aus ungeklärten Gründen zunächst zu einem Streit zwischen einer 56-jährigen Frau und ihrem 77-jährigen Ehemann gekommen sein. Im Zuge der Auseinandersetzung flüchtete die Frau auf ein Nachbargrundstück und erlag aufgrund mehrerer Schussabgaben ihren Verletzungen.
Alarmierte Einsatzkräfte der Polizei fanden wenig später den Tatverdächtigen (deutsche Nationalität) leblos auf der Terrasse seines Grundstücks. Dieser hatte sich mutmaßlich selbst durch eine Schussabgabe tödlich verletzt. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde durch die Polizistinnen und Polizisten bei dem Mann aufgefunden und sichergestellt. Bei den Einsatzmaßnahmen kamen unter anderem etwa 20 Funkstreifenwagenbesatzungen, der Polizeihubschrauber „Libelle“ sowie Spezialeinsatzkräfte des Landeskriminalamtes (LKA 24) zum Einsatz.
Das Kriseninterventionsteam (KIT) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) übernahm vor Ort di psychosoziale Akutbetreuung von mehreren Personen. Der Kriminaldauerdienst (LKA 26) führte die ersten Ermittlungen am Einsatzort, welche wenig später durch die Mordkommission (LKA 41) in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft übernommen wurden und andauern.
Einen Tag nach den tödlichen Schüssen am Hopfenhof erinnern wenige am Boden abgelegte Blumen an der beschaulichen Wohnstraße an die schreckliche Gewalttat. Nachbarn sind geschockt.
Anmerkung der Redaktion: Ihre Hamburger Allgemeine Rundschau berichtet aufgrund der hohen Nachahmerquote in der Regel nicht über Suizide oder Suizidversuche. Ausnahme: sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie selbst unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leiden oder Sie jemanden kennen, der daran leidet, können Sie sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie erreichen sie unter anderem telefonisch unter 0800 / 111 01 11 (0800 / 111 02 22 oder 116 / 123) oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt. Die Telefonseelsorge bietet allen Ratsuchenden das vertrauensvolle und anonyme Gespräch mit Ehrenamtlichen an, unabhängig von Glaube oder Weltanschauung.
