Schrecksekunde am Filmset vom „Tatort“: Passant fällt zu Boden

Das Filmset vom "Tatort Niedersachsen" an der Eichenstraße in Hamburg-Eimsbüttel. Hier kommt ein Rentner zu Fall, der für Aufregung bei den Dreharbeiten sorgt. Schuld am Sturz war offenbar kein Kabel oder technisches Equipment, sondern menschliche Unaufmerksamkeit. Foto: FoTe Press

(mr). Aufregung am Filmset vom „Tatort Niedersachsen“: An der Eichenstraße im Stadtteil Eimsbüttel in Höhe der Hausnummer 38 dreht ein Filmteam aktuell Szenen für eine neue Folge des ARD-Krimis mit dem Arbeitstitel „König in Gelb“. Zwei Stunden dreht das TV-Team in einem Gebäude, dann kommt das etwa 15-köpfige Team auf die Straße und macht Außenaufnahmen. Vor der Kamera stehen Maria Furtwängler, Andreas Lust und Kathrin Ackermann. Alle drei machen zunächst Proben auf dem Bürgersteig. Der österreichische Schauspieler Andreas Lust spielt Matthias Vogel, steht nur mit badeschlappen auf dem Bürgersteig und steigt nach einer kurzen Unterhaltung mit Maria Furtwängler als Polizistin Charlotte Lindholm in ein Taxi. Schauspielerin Kathrin Ackermann alias Annemarie Lindholm stößt dazu.

Der ältere Mann setzt sich auf eine Holzkiste. Vom
Filmteam bekommt er eine Flasche Wasser. Nette
Geste! Fotos: FoTe Press

Während der Probe plötzlich Aufregung: ein Mann kommt nur wenige Meter vom Schauspieler-Trio zu Fall. Sofort wird die Probe unterbrochen. Regisseur Alexander Adolph und eine Mitarbeiterin helfen dem Mann wieder auf die Beine. Auch Maria Furtwängler kümmert sich liebevoll um den Rentner mit Brille, der sichtlich unter Schock steht. Furtwängler hebt seine Tasche auf. Der ältere Mann setzt sich auf eine Holzkiste, bekommt eine Flasche Wasser gereicht! Vorbildlich: mehrere Crew-Mitglieder kümmern sich um den Mann.

Danach geht es mit der Probe und den Filmarbeiten weiter. Aber warum ein „Tatort“, der in Niedersachsen spielt, überhaupt bei uns in Hamburg gedreht? Antwort: die Filmproduktionsfirma Triple Pictures GmbH. die im Auftrag für die ARD den neuen „Tatort“ produziert, hat ihren Sitz in Hamburg. Aus Kosten- und Produktionsgründen wird daher ein Großteil in der Hansestadt gefilmt. Deswegen wird vom TV-Team gerne mal geschummelt und Schilder an Gebäude und Fahrzeuge montiert, so dass der Fernsehzuschauer später den Eindruck bekommen, es sei in Niedersachsen.

Andreas Lust und Maria Furtwängler.

Der neue Fall von „Tatort“-Kommissarin Charlotte Lindholm ist ein ungewöhnlicher, rätselhafter Tod. In einem Pflegeheim für Menschen mit Demenz gibt es einen Unfall – zumindest vermeintlich. Dieser entpuppt sich jedoch als möglicher Mord, wie es vom Norddeutschen Rundfunk heißt. Bis Ende März wird Furtwängler bei den Dreharbeiten für den neuen Film mit dem Arbeitstitel „Tatort: König in Gelb“ vor der Kamera ermitteln. An ihrer Seite sind der Schauspieler Andreas Lust als Hauptkommissar Matthias Vogel sowie Thomas Thieme als Gustav König zu sehen. In der gesamten vergangenen Woche machte das Filmteam zahlreiche Innenaufnahmen an der Norderstraße. Zahlreiche Aufenthaltswagen, Masken- und Kostümmobile nahmen fast die ganze Straße in Beschlag. Einige Technik-Lkw und Cateringwagen parkten am Besenbinderhof.

Das Aufenthaltsmobil von Maria Furtwängler war übrigens vor Blicken Schaulustiger oder „Tatort“-Fans abgeschirmt: es stand fünf Tage lang in einem Innenhof eines Bürogebäudes. Streng bewacht von mehreren Sicherheitsmitarbeitern der Filmcrew.

Der eigentliche Schauplatz von Lindholms neuem Fall ist ein sogenanntes Demenzdorf. Menschen mit Demenz wird dort ein normales Alltagsleben ermöglicht. Das Demenzdorf befindet sich im niedersächsischen Kleinhude. Der Bewohner und allseits beliebte Herr König soll nach den Behauptungen von Hauptkommissar Vogel ein Serientäter sein, dem bereits sieben Menschen zum Opfer gefallen sind. Aber keiner will Vogel glauben, weshalb er seine Kollegin Charlotte Lindholm um Hilfe bittet.

Dieses Gebäude an der Eichenstraße in Hamburg-
Eimsbüttel dient als Filmkulisse für den neuen
„Tatort“.

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