(mr). In der Speicherstadt laufen zurzeit Hundrerte Touristen und Hamburgerinnen und Hamburger, genießen ihre freie Zeit. Denn es sind in fast alles Bundesländern Sommerferien. Auch wenn die meisten Schülerinnen und Schüler ihre langen Ferien geneißen können, heißt es für einige: ran die Arbeit! Gerade laufen die Dreharbeiten für die 23. Staffel der beliebten Kinderserie „Pfefferkörner“. Und die wird überwiegend in der Hamburger Speicherstadt gedreht. So auch in der vergangenen Woche. Nachdem die Filmcrew Aufnahmen an der Stadtteilschule am Hafen in der Neustadt absolvierte hatte, zog die Filmcrew mit ihrem umfangreichen Fahrzeugtross an den Sandtorkai in die Speicherstadt. In einem der historischen Speicher nutzt das TV-Team Innenräume als Hauptquartier (HQ).

Gauner und Verbrecher? Fotos: FoTe Press
Gedreht wird aber auch in der HafenCity an der Marco-Polo-Terrasse, den Magelanterrassen, an verschiedenen Straßen rund um den Strandkai, sowie beispielsweise dem Dar-es-Salaam-Platz. In diesen Tagen filmte das Team auf dem Kehrwiedersteg.
„Hey, dass sind bestimmt die Pfefferkörner, die hier drehen“, hörte man mehrfach irgendwelche Touristen sagen. Sicher waren sie sich allerdings nicht. Denn die jungen Kinder-Schauspieler sind (noch) nicht so bekannt. Zunächst kommt es laut Drehbuch zu einer Begegung zwischen zwei Jungs, die mit ihren Fahrrädern am Kehrwiedersteg unterwegs sind. Sie setzen ihre Helme ab und unterhalten sich. Diese Szene wird mehrere Male aus verschiedenen Perspektiven gefilmt. Dazu wechselt die Fernsehkamera und sonstige Technik wie Monitore und Tonmischpult mehrere Male den Standort. Eine Filmproduktion filmt routinemäßig aus allen möglichen Richtungen. Hinterher wird im Schnitt spannendes Meterials zusammengemischt.
„Das Bild im Kasten, wir wechseln das Motiv und ziehen nach unten“, ruft ein Crew-Mitglied in die Runde. Alle etwas 25 Crew-Mitglieder nehmen die Technik in die Hand und gehen eine Treppe herunter. Unten angekommen werden mehrere Szenen gedreht. Unter anderem wird gefilmt, wie ein weibliches „Pfefferkorn“ mit ihrem Fahrrad vor einem Gebäude steht und die beiden Jungs zu beobachten scheint. Auch dies wird einige Mals gedreht – bis Regisseur Janco Christiansen zufrieden ist. Zahlreiche Passanten bleiben stehen und schauen sich das Treiben an. Mehrere Filmblocker in gelben oder orangefarbenen Farben stehen links und rechts vom Filmset entfernt und halten Fußgänger und Radfahrer kurzfristig davon ab, den Drehort während der Filmarbeiten zu betreten.

Mitglied. Dann beginnen die Filmarbeiten. Ein
Pfefferkorn sitzt auf dem Fahrrad und beobachtet
zwei Jungs, die oben auf einer Fußgängerbrücke stehen.
Schließlich gibt es nichts Schlimmers, als wenn plötzlich Passanten im Hintergrund im Fernsehen zu sehen wären. Danach zieht die Filmcrew ins Innere eines Gebäudes am Sandtorkai, um dort weitere Aufnahmen zu machen. Ab Herbst 2026 sollen wieder neue Folgen in der ARD zu sehen. Seit mehr als 25 Jahren schlagen sie „Räuber und Gangster, Gauner und Verbrecher“ in die Flucht – ein Ende ist nicht abzusehen.