Auch Feuerwehr zieht Silvesterbilanz: das ist passiert

Die Feuerwehr löscht einen Brand in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Dulsberg. Foto: FoTe-Press

(ha). Wie in jedem Jahr führte der Jahreswechsel auch diesmal zu einem erhöhten Einsatzaufkommen für die Feuerwehr und den Rettungsdienst Hamburg. Die Einsatzzahlen lagen im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Alle Feuer- und Rettungswachen, Rettungswachen, die Technik- und Umweltschutzwache sowie die Einsatzführungsdienste und die Rettungsleitstelle waren voll besetzt. Zusätzlich wurden im Brandschutzbereich weitere zehn Hilfeleistungslöschfahrzeuge und zwei
Drehleitern der Berufsfeuerwehr sowie zusätzliche Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge der Feuerwehr, der Hilfsorganisationen (ASB, DRK, Malteser Hilfsdienst, Johanniter-Unfall-Hilfe) und der Bundeswehr bereitgestellt. Die Freiwillige Feuerwehr sorgte für eine flächendeckende Einsatzbereitschaft im gesamten Stadtgebiet und trug damit wesentlich zur Sicherheit bei.

Im Vergleich zu anderen Tagen des Jahres wurden die Einsatzkapazitäten im Brandschutz, in der Technischen Hilfeleistung sowie im Rettungsdienst deutlich erhöht.

Um den Rettungsdienst zu entlasten, wurde in Bereichen mit hohem Personenaufkommen, wie an der Alster und rund um die St. Pauli/Landungsbrücken, ein Sanitätsdienst eingerichtet. Sanitätsstationen standen als erste Anlaufstellen für kleinere Verletzungen und Erkrankungen zur Verfügung. Dank dieser umfassenden Maßnahmen konnten die Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste der Stadt einen weitgehend sicheren und friedlichen Jahreswechsel feiern.

Einsatzlage in der Silvesternacht 2025/20265

Die Feuerwehr Hamburg hat seit 18 Uhr am Abend des 31. Dezember 2025 insgesamt 1.350 Einsätze erfasst, wobei 14 auf den Bereich Technische Hilfeleistung, 372 Einsätze auf den Bereich Brandschutz, 911 Einsätze auf den Bereich des Rettungsdienstes und 53 auf den Bereich sonstige Einsätze entfallen.

Es gab einige Übergriffe auf Einsatzkräfte der Feuerwehr oder des Rettungsdienstes. Dabei wurden nach jetzigen Erkenntnissen keine Einsatzkräfte verletzt.

Besondere Einsätze müssen deshalb in der Silvesternacht aus der allgemeinen Lage der Stadt in der Rettungsleitstelle manuell herausgesucht und bewertet werden. Demnach ist es in diesem Jahr zu folgenden besonders erwähnenswerten Einsätzen gekommen.

Besondere Einsätze

Hamburg-Farmsen-Berne, Kupferdamm, Feuer Menschenleben in Gefahr, 31.12.2025,
19:51 Uhr: Am Abend kam es im Wintergarten eines Einzelhauses zu einem Brandereignis. Alle Bewohner konnten sich vor Eintreffen der Feuerwehr unverletzt ins Freie retten. Die Brandbekämpfung erfolgte sowohl von innen als auch von außen mit zwei Strahlrohren. Aufgrund der Schäden wurde das Haus durch
für nicht bewohnbar erklärt. Im Einsatz waren etwa 30 Kräfte der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr sowie des Rettungsdienstes.

Hamburg-Ottensen, Am Born, Feuer mit zwei Löschzügen, 31.12.2025, 20:54 Uhr: Am Abend wurde der Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg ein Feuer auf dem Balkon eines fünfgeschossigen Wohnhauses gemeldet. Beim Eintreffen des Einsatzleiters zeigte sich, dass die Flammen bereits auf das Dach des Gebäudes übergegriffen hatten, sodass die Alarmstufe erhöht und das Dach großflächig geöffnet werden
musste, um den Brand gezielt zu bekämpfen. Insgesamt waren die Berufs- und die Freiwillige Feuerwehr mit etwa 50 Einsatzkräften etwa eine Stunde im Einsatz.

Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr Hamburg. Symbolfoto: FoTe-Press

Hamburg-Altona-Altstadt, Virchowstraße, Feuer mit einem Großeinsatz Rettungsdienst, 01.01.2026, 2:47 Uhr: In den Morgenstunden wurde der Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg ein Feuer auf dem Balkon eines Wohnhauses gemeldet. Die Flammen griffen rasch auf eine angrenzende Wohnung
über, in der sich noch Personen befanden. Der Einsatzleiter erhöhte daraufhin das Alarmstichwort und leitete umgehend Maßnahmen zur Menschenrettung ein. Vier Personen wurden von den Einsatzkräften aus der Wohnung gerettet, eine weitere Person konnte sich selbstständig in Sicherheit bringen. Insgesamt erlitten acht Menschen leichte Verletzungen und wurden vom Rettungsdienst versorgt. Das Feuer
konnte schnell mit zwei Strahlrohren – sowohl von innen als auch von außen – gelöscht werden. Rund 40 Kräfte der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr und des Rettungsdienstes waren etwa eineinhalb Stunden lang im Einsatz für Hamburg.