Einbrecher in der Wohnung von Schauspieler Rolf Becker

Ein Einbrecher am Werk. Symbolfoto: FoTe-Press

(mr). Auch prominente Persönlichkeiten bleiben von EinbrĂŒchen nicht verschont. Im Februar 2017 schlugen Einbrecher bei Hamburgs Innensenator Andy Grote im Stadtteil St. Pauli zu, im Juli 2012 stiegen unbekannte Einbrecher in die Wohnung von Schauspielerin Doris Kunstmann ein. JĂŒngst traf es „In aller Freundschaft“-Darsteller Rolf Becker (82). Bei ihm standen vor kurzem zwei Frauen im Treppenhaus beziehungsweise eine junge Frau sogar direkt in der Wohnung im Hamburger Stadtteil St. Georg. Wie Medien ĂŒbereinstimmend berichten, hatte seine Ehefrau und Schauspielerin Sylvia Wempner (63) eine Einbrecherin erwischt. Offenbar hatte sie eine Geldkassette in der Hand und versuchte beim Anblick von Sylvia Wempner zu fliehen. Zuvor waren ihr bereits im Treppenhaus zwei fremde Frauen aufgefallen. Wempner fing sofort an, lautstark um Hilfe zu schreien – sofort eilten Nachbarn zur Hilfe und konnten die Diebin bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Nach Angaben der Polizei hat die mutmaßliche 43-jĂ€hrige Einbrecherin einen französischen Pass und wurde vorlĂ€ufig festgenommen. Unterdessen konnten ihre beiden mutmaßlichen Komplizinnen fliehen. Ermittlungen der Polizei fĂŒhrten zu einem in der NĂ€he der Wohnung geparkten Auto, welches wohl als Fluchtwagen diente. Der Pkw wurde sicher gestellt. Die Ermittlungen dauern an. Gegen die 43-JĂ€hrige wurde Haftbefehl beantragt. Die Suche nach den anderen beiden Frauen lĂ€uft auf Hochtouren. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden.

Schauspieler Rolf Becker (in Schleswig-Holstein geboren) lebt seit einem Engagement am Deutschen Schauspielhaus Anfang der 1970er-Jahre in Hamburg. Seine Wohnung befindet sich im Stadtteil St. Georg, nur wenige Schritte von der Außenalster entfernt. Bekannt wurde er durch Rollen in mehreren Theater- und Literaturverfilmungen des deutschen Fernsehens. Aber auch als Serien-Darsteller „Großstadtrevier“, „Der Bulle von Tölz“ und „KĂŒstenwache“ spielte er mit. Aktuell kennen ihn Fernsehzuschauer als Otto Stein aus der Serie „In aller Freundschaft“ (ARD). Seit 2006 verkörpert er diese Rolle.

  

Familienfoto: Ben Becker, Sylvia Wempner, sowie seine beiden Kinder Meret Becker und Rolf Becker. Das Foto rechts zeigt Schauspieler Rolf Becker bei einer Veranstaltung.


Hamburg, hier wohnen deine Promis – der Promi-Radar

Comedian Olli Dittrich wohnt im Hamburger Stadtteil Eppendorf. Wer noch alles in der Hansestadt zu Hause ist und in welchem Stadtteil seine Wohnung oder Haus hat, lesen Sie hier… Foto: FoTe-Press

(mr). Die Freie und Hansestadt Hamburg ist mit ihren ĂŒber 1,75 Millionen Einwohnern die zweitgrĂ¶ĂŸte Stadt Deutschlands. Hamburg hat sieben Bezirke, die wiederum insgesamt 104 Stadtteile implizieren. Und wo 1,75 Millionen Menschen leben, sind Promis aus Funk- und Fernsehen natĂŒrlich nicht weit. Ihre Hamburger Allgemeine Rundschau verrĂ€t im „Promi-Radar“, wo in Hamburg die Promis wohnen: Komiker und SĂ€nger Mike KrĂŒger („Der Nippel“) wohnt im Stadtteil WellingsbĂŒttel. Mit seiner Ehefrau Birgit zog er im Jahr 2005 von Quickborn in eine Zwei-Etagen-Wohnung: „Unten wohnen wir und oben ist Platz fĂŒr die Firma“, sagte der Komiker in einem Interview. Auch SĂ€ngerin Mary Roos („Aufrecht geh’n“) lebt in WellingsbĂŒttel in NĂ€he des Heinz Erhardt Parks.

SĂ€ngerin Nena wohnt in einer Villa im Stadtteil Rahlstedt, genauso wie Schauspieler Till Demtroeder(„Großstadtrevier“).

Musiker H. P. Baxxter lebt in Duvenstedt, genauso wie Sportmoderator Gerhard Delling, nicht weit von Werner Böhm alias Gottlieb Wendehals („PolonĂ€se Blankenese“), der im Stadtteil Bergstedt wohnt. Nicht weit von Duvenstedt und Bergstedt entfernt, nĂ€mlich im Stadtteil Wohldorf-Ohlstedt, lebt Schauspieler Holger Mahlich („Tatort – Leiche im Keller“) in einem beschaulichen Haus. In Ohlstedt wohnt auch TV-Moderatorin Annika de Buhr.

Moderator Reinhold Beckmann wohnt in Alsterdorf. Auch HSV-Star Rafael van der Vaart und seine Freundin Sabia Boulahrouz leben in diesem Stadtteil.

Ex-Tagesschau-Moderatorin Dagmar Berghoff, Schauspieler Fabian Harloff („Notruf Hafenkante“) und Schauspielerin Doris Kunstmann („Ein Fall fĂŒr Zwei“, „Tatort“) wohnen in Rotherbaum.

Komiker und SĂ€nger Karl Dall („Millionen Frauen lieben mich“, Foto),  TV-Köchin Cornelia Poletto, Schauspielerin Nina Bott, Hellmuth Karasek (war Journalist, Buchautor und Film- und Literaturkritiker), Anna Heesch und Comedy-Star Olli Dittrich („Dittsche“) wohnen im Stadtteil Eppendorf.

Im Stadtteil St. Pauli wohnen Olivia Jones und Kult-TV-Bulle Jan Fedder(Zweit-Wohnung).

Der viel zu frĂŒh verstorbene SĂ€nger Roger Cicero wohnte in Winterhude nicht weit von Johannes B. Kerner, Schauspieler Marek Erhardt und Lotto King Karl entfernt. Auch Schauspieler und SĂ€nger („Ich mag“) Volker Lechtenbrink wohnt in einem Mehrfamilienhaus in Winterhude. Ebenfalls in dem noblem Stadtteil ist Topmodel Toni Garrn zu Hause.

TV-Koch Steffen Henssler, Schauspielerin Brigitte Janner und die beiden Schauspieler Ulrich Pleitgen  und Siegfried W. Kernen wohnen im Stadtteil Uhlenhorst.

Sky und Mirja du Mont (Foto) wohnen in einer Villa in Rissen.

Moderator Oliver Geissen („Die Oliver Geissen Show“), Moderator Markus Lanz und Schauspielerin Christina Plate („Praxis BĂŒlowbogen“) wohnen in Pöseldorf. Auch Dirigent Justus Franz lebt dort.

SĂ€ngerin BlĂŒmchen alias Jasmin Wagner wohnt im Stadtteil St. Georg. Genauso wie TV-Talkerin Ina MĂŒller, Fernsehmoderator Ulf Ansorge, Tagesschau-Sprecher Jens Rieva und Annett Louisan („Ich will doch nur spielen“), sowie die Schauspieler Kostja Ullmann und Janine Reinhardt. Im Stadtteil St. Georg leben auch Schauspieler Gustav Peter Wöhler mit seinem LebensgefĂ€hrten Albert Widerspiel (Leiter des Filmfestes Hamburg) und Schauspieler Götz George.

Schauspieler Til Schweiger („Tatort“) lebt im Stadtteil Osdorf.

Kult-Komiker Otto Waalkes lebt in einer weißen Villa in Blankenese. Auch Kinderliedernmacher Rolf Zuckwoski hat es sich in Blankenese gemĂŒtlich gemacht. „Ich wohne dort, ich zĂ€hle mich aber nicht zu den Blankenesern“, sagte der Musiker mal bei einem Pressetermin.

Ulrich Wickert („Tagesthemen“) wohnt mit seiner Frau Julia JĂ€ckel (Vorstandsvorsitzende von „Gruner und Jahr“) in Harvestehude. Genauso wie SĂ€ngerin Vicky Leandros. Auch TV-Legende Hardy KrĂŒger(„Weltenbummler“) wohnt in dem teuren Stadtteil unweit der Außenalster.

Fernsehkoch Tim MÀlzer (Foto rechts) wohnt unweit der GrindelhÀuser im Stadtteil Harvestehude. In NÀhe der GrindelhÀuser lebt auch SÀnger Jan Delay.

Panikrocker Udo Lindenberg ist Dauergast im Hotel Atlantik auf St. Georg. Von seiner Suite aus kann der SĂ€nger auf die Außenalster blicken.

Sport-Moderatorin Monica Lierhaus wohnt in Eppendorf.

Der SĂ€nger und Musiker Achim Reichel hat seinen Lebensmittelpunkt im lĂ€ndlichen HummelsbĂŒttel. Dort wohnt er in einem reetgedeckten Haus.

Schriftsteller Siegfried Lenz und Hannelore Hoger, sowie TV-Koch Christian Rach wohnen in Othmarschen. Auch Ex-Tagesthemen-Moderator Tom Buhrow, jetzt WDR-Intendant, wohnt in Othmarschen.

Schauspieler Christian Quadflieg („Der Landarzt“, Foto) wohnt im Stadtteil Sasel im schönen Alstertal.

GeschĂ€ftsfrau Dana Schweiger wohnt in einer Villa, die mit einem Zwei-Meter-Zaun gegen Einblicke geschĂŒtzt ist mitten im Niendorfer Gehege im Stadtteil Niendorf.

Fernsehmoderator Jörg Pilawa wohnt mit seiner Familie im Stadtteil Bergedorf. Jahrelang lebte er in einer Villa, die in den 1990er Jahren dem SchlagersĂ€nger Matthias Reim gehörte. Seit MĂ€rz 2014 wohnt Jörg Pilawa in einer riesen großen Villa mit großrĂ€umigem Garten – ist aber dem Stadtteil Bergedorf treu geblieben.

Tagesschau-Chef-Sprecher Jan Hofer wohnt nur wenige Hundert Meter vom GelĂ€nde des Norddeutschen Rundfunks (NDR) entfernt: in einem wunderschönen Einfamilienhaus in Lokstedt. Im selben Stadtteil wohnen auch Schauspieler Gerhard Garbers („Adelheid und ihre Mörder“) und Ex-Tagesschau-Sprecher Jo Brauner. Auch Journalistin, Publizistin und Moderatorin Anja Reschke, die seit 2015 die Abteilung Innenpolitik beim Norddeutschen Rundfunk leitet, lebt in dem Stadtteil.

Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt wohnte seit 1961 bescheiden in einer Reihenhaussiedlung im Stadtteil Langenhorn. Er verstarb 2015 nach langer schwerer Krankheit.

SĂ€nger Michy Reincke besang mit seiner Band „Felix de Luxe“ die musikalische Fahrt „In einem Taxi nach Paris“, lebt aber im Stadtteil Barmbek-SĂŒd unweit der Mundsburg-Towers. Apropos Mundsburg-Towers: dort hat in luftiger Höhe SchlagersĂ€nger Nino de Angelo seinen Wohnsitz.

Hamburgs BĂŒrgermeister Olaf Scholz wohnt in einer Altbauwohnung im Stadtteil Altona.

Jörg Knör (Foto) wohnt in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil EimsbĂŒttel. Im selben Haus wohnt ĂŒbrigens auch Moderatorin Inka Schneider („DAS!“).

Bitte haben Sie VerstĂ€ndnis dafĂŒr, dass wir keinerlei AuskĂŒnfte zur genauen Lage der einzelnen HĂ€user/Wohnungen geben. Auch Prominente haben ein Recht auf PrivatsphĂ€re. Wir geben hier lediglich die Stadtteile bekannt, in denen sie zu Hause sind. Stand: Juli 2015, teilweise aktualisiert August 2017. Alle Fotos: FoTe Press


Neuer Hochbahn-Betriebshof in Billbrook

(mr). „Das Auto verliert an Statussymbol bei den Jugendlichen. Das ist einfach eine Entwicklung, die wir in den vergangenen Jahren festgestellt haben“, sagte Betriebshof BillbrookAndreas Rieckhof (Staatsrat der Behörde fĂŒr Wirtschaft, Verkehr und Innovation). Daher stiegen auch die Fahrgastzahlen in den Hamburger Bussen kontinuierlich an.

Jens-Michael May (Jasper-GeschĂ€ftsfĂŒhrer) bei der feierlichen Eröffnung. Fotos: Röhe

Als Antwort darauf wurde im Billbrookdeich ein neu geschaffener Busbetriebshof der Hochbahn-Tochter Jasper eröffnet, der Platz fĂŒr etwa 145 Busse samt Werkstatt-, Reinigungs- und AbstellkapazitĂ€ten bereithĂ€lt.

„Die Fahrgastzahlen steigen. HierfĂŒr schaffen wir durch das Busbeschleunigungsprogramm dringend erforderliche KapazitĂ€ten auf wichtigen Buslinien. Gleichzeitig mĂŒssen wir aber auch die betriebliche Infrastruktur anpassen. Der Neubau des Betriebshofes ist fĂŒr den Hamburger Osten ein wichtiger Meilenstein fĂŒr das Bussystem der Zukunft“, fĂŒhrte Rieckhof fort. Das Betriebshof BillbrookBetriebsgelĂ€nde umfasst etwa 13.000 Quadratmeter, auf dem kĂŒnftig bis zu 350 Mitarbeiter am Standort Billbrookdeich arbeiten können.

GĂŒnter Elste (Hamburger Hochbahn AG), Andreas Rieckhof (Staatsrat der Behörde fĂŒr Wirtschaft, Verkehr und Innovation) und Jens-Michael May (Jasper-GeschĂ€ftsfĂŒhrer) bei der feierlichen Eröffnung.

Andreas Rieckhof„Der Betriebshof schafft die Voraussetzungen fĂŒr mehr BuskapazitĂ€ten und effizientere BetriebsablĂ€ufe. Hiervon profitieren unsere Kunden. Gleichzeitig stellen wir hier die Weichen fĂŒr den Einsatz von immer mehr Bussen mit innovativen Antriebstechnologien. Eine wichtige Voraussetzung fĂŒr unser Vorhaben, ab 2020 nur noch emissionsfreie Busse anzuschaffen“, sagte GĂŒnter Elste, Vorstandsvorsitzender der Hamburger Hochbahn AG.

Mit dem neuen Betriebshof hat die zunehmende Busflotte in Hamburg, die auch mit immer mehr Gelenkbussen ihre KapazitĂ€ten erhöht, einen neuen Standort auf technisch neuestem Stand. Die Hochbahn hat in das Projekt etwa 19 Millionen Euro investiert. Der alte, deutlich kleinere Standort am MĂŒhlendamm wurde mit dem Neubau aufgegeben.

Andreas Rieckhof (Staatsrat der Behörde fĂŒr Wirtschaft, Verkehr und Innovation).


Ina MĂŒller tauft Walross-Baby auf „Thor“

(ha/mr). Um Punkt 14 Uhr betrat Moderatorin und SĂ€ngerin Ina MĂŒller das Eismeer in Hagenbecks Tierpark. Gut gelaunt und voller Freude taufte die Tierfreundin MĂŒller das niedliche Ina MĂŒllerWalross, das bereits 100 Kilogramm wiegt, mit Nordseewasser. Zusammen mit Tierpfleger Dirk Stutzki begrĂŒĂŸte die Entertainerin die etwa 100 Besucher und Journalisten. Dann kam Deutschlands erster Walross-Nachwuchs zusammen mit seiner Mutter ins Eismeer. Ganz entspannt und immer neben seiner Mutter hat „Thor“ dann all den Zuschauern gezeigt, dass er fĂŒr viele unterhaltsame Stunden im Tierpark Hagenbeck bereit ist. „Ich taufe dich auf den Namen Thor und wĂŒnsche dir, dass es dir immer gut gehen soll und du ein langes Leben hast.“ Bei diesen Worten ĂŒbergoss Taufpatin Ina MĂŒller den dreieinhalb Monate jungen Walrossbullen im Tierpark Hagenbeck mit echtem Elbwasser aus einem silbernen Taufkelch. „Ich habe mich ein bisschen verliebt“, gestand die frisch gebackene Patentante nach dieser offiziellen Handlung.

Ina MĂŒllerKein Wunder, denn der gerade 100 Kilogramm schwere Thor zeigte sich von seiner unwiderstehlichsten Seite. Ganz nach Walrossart pustete er die Moderatorin, SĂ€ngerin und Tierfreundin an, ließ sich von ihr streicheln und hielt sogar still, als ihm das Wasser aus dem Kelch ĂŒber Kopf und Nacken rann.

Ina MĂŒller ist eine Patentante, wie sie sich ein Walross nur wĂŒnschen kann. Sie fĂŒhle sich von den stromlinienförmigen Tieren angezogen, gestand sie. Und das gleich aus mehreren GrĂŒnden. Da sei zum Beispiel die Lust am Futtern, die sie mit den großen MeeressĂ€ugern gemeinsam habe. Und natĂŒrlich die daraus resultierende bis zu 15 Zentimeter dicke Speckschicht. „Vielleicht sollten wir Frauen uns daran ein Beispiel nehmen“, so Ina MĂŒller, „dick sein und sich trotzdem wohlfĂŒhlen.“

Ina MĂŒllerDer Tierpark Hagenbeck ist begeistert von der Walrosspatin. Sie hatte nicht nur sehr spontan zugesagt, diese Aufgabe zu ĂŒbernehmen, Ina MĂŒller kennt sich bereits sehr gut mit den Tieren aus. Als Dank fĂŒr die charmante Taufe ĂŒberreichte GeschĂ€ftsfĂŒhrer Dr. Claus Hagenbeck Ina MĂŒller den silbernen Taufpokal als Geschenk. Außerdem durfte sie ein PlĂŒschwalross zum Knuddeln mit nach Hause nehmen. „Der kommt mit auf Tour“, freute sich die SĂ€ngerin.

Unsere Fotos zeigen Ina MĂŒller bei der Taufe des Walross-Babys. Fotos: FoTe Press


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Hamburgerin Marianne Kay ausgezeichnet

(ha/mr). Eine Kugel Eis im LieblingscafĂ©, Freunde treffen, eine Alsterfahrt: Mit ihrer Infinitas-Kay-Stiftung schenkt Marianne Kay todkranken Menschen einen Tag voller GlĂŒck. Und macht ihnen so den Abschied ein bisschen leichter
HĂ€tte NĂ€chstenliebe ein Gesicht, dann vielleicht das von Marianne Kay. Ein LĂ€cheln umspielt ihren Mund und die Augen strahlen, als sie Ankes Rollstuhl zum Bootsanleger schiebt. Kai PflaumeGleich wird sie die Krebskranke mit einer Alsterkanalfahrt ĂŒberraschen. Sie weiß, wie sehr sich die 68-JĂ€hrige so eine Tour wĂŒnscht. Einmal noch.
Die Hamburgerin Marianne Kay erfĂŒllt todkranken Menschen in der letzten Lebensphase einen Herzenswunsch. Noch mal daheim mit dem Mann frĂŒhstĂŒcken, eine Kugel Eis im LieblingscafĂ©, noch mal an die Nordsee – Angehörige schaffen es oft nicht, sich um solche SehnsĂŒchte zu kĂŒmmern, haben mit dem nahenden Abschied zu tun. Also kĂŒmmert sich Marianne Kay. Sie steht in Kontakt mit Hospizen, besucht die Kranken, klĂ€rt mit Ärzten die TransportfĂ€higkeit, bereitet in kĂŒrzester Zeit alles vor – bevor die Patienten zu schwach sind.
Zwei Tage vor der Überraschung sitzt Marianne an Ankes Bett im Hospiz am Israelitischen Krankenhaus. Die erzĂ€hlt von ihrer Liebe zur Alster: „Dort konnte ich immer durchatmen.“ Das Atmen fĂ€llt Anke heute schwer. Im September war sie mit RĂŒckenschmerzen beim Arzt. Im Oktober bekam sie die Diagnose Krebs. Krankenhaus, zwei Chemothera-pien, dann gab es keine Hoffnung mehr.

Kai Pflaume (Foto oben) fĂŒhrte durch das Programm. Fotos: FoTe-Press

Ihr Wunsch ist kniffelig. „Die Alsterdampfer fahren erst ab April“, sagt Marianne Kay – ahnend, dass Anke es bis zum April nicht mehr schafft. „Aber wir holen sie Sonntag zum Alsterspaziergang ab!“ Dabei hat Marianne Kay lĂ€ngst ein Schiff gechartert, Kuchen und Champagner bestellt, dazu Seemanns-Musik. Bruder Wolfgang wird mit den drei Kindern aus Schweden kommen, Schwester Ingrid und die Nachbarn auch.
2008 grĂŒndeten Marianne Kay und ihr Mann Hans-Michael (67) die Infinitas-Kay-
Stiftung mit privatem Geld, seit 2012 gibt’s das Projekt „Ein letzter Wunsch“. Wie kam es dazu? „Als ich nachts am Sterbebett meines Vaters saß, schwĂ€rmte er von Rosinenschnecken. Ich versprach, morgens eine zu kaufen.“ Er starb, bevor die LĂ€den öffneten. Heute sind die Kays rund um die Uhr erreichbar, machen kaum Urlaub,
um keinen Wunsch zu verpassen. FĂŒnf Ehrenamtliche helfen, weitere werden gesucht. „Der letzte Weg ist oft einsam“, sagt die Hamburgerin Marianne Kay. Dabei könne ein erfĂŒllter Wunsch inneren Frieden bringen, beim Loslassen helfen. „Die letzten Schritte im Leben sollten so behutsam begleitet werden wie die ersten.“
Am Anleger wartet ein Schiff. „Nanu“, ruft Marianne Kay dem KapitĂ€n zu, „Sie fahren ja doch!“ Der lĂ€chelt und schiebt Anke an Bord. Sie entdeckt die Kaffeetafel – und zehn Verwandte und Freunde. Bruder Wolfgang nimmt sie in den Arm, Schwester Ingrid streicht ihr ĂŒber den RĂŒcken. Das Schiff legt ab.
Zwei Stunden Leben. Zwei Stunden jeder Ente nachschauen, jedem Ruderer, jeder Welle. Ankes Augen kleben am Fenster. Strahlen, fĂŒllen sich mit TrĂ€nen, blicken zum Himmel und zu dem Apfelkuchen vor ihr. Nur keinen Moment verpassen. „Danke“, sagt sie leise.

FĂŒr ihr Engagement wurde Michaela Kay mit dem Preis “Die Goldene Bild der Frau” geehrt.

VerleihungSie helfen, sind fĂŒr andere da, schenken Hoffnung und HerzenswĂ€rme: Am Donnerstag, den 20. November 2014, ehrte die Zeitschrift „Bild der Frau“ zum achten Mal außergewöhnliche Persönlichkeiten mit der Goldenen Bild der Frau. Erstmals rollte Deutschlands grĂ¶ĂŸte Frauenzeitschrift den roten Teppich fĂŒr die fĂŒnf ehrenamtlich engagierten Alltagsheldinnen in Hamburg aus. UnterstĂŒtzt wurden die PreistrĂ€gerinnen in diesem Jahr von den prominenten Paten Judith Rakers, Lilly Becker, Birgit Schrowange, Wolke Hegenbarth und Walter Sittler.

Unser Foto zeigt Marianne Kay und Schauspieler Walter Sittler auf dem Roten Teppich.

Die Frauenpower-Gala fand im Operettenhaus auf der Reeperbahn statt. Erneut fĂŒhrte Fernsehmoderator Kai Pflaume unter dem Motto „Starke Frauen fĂŒr ein starkes Land“ durch die glanzvolle Verleihung mit 500 GĂ€sten aus Politik, Wirtschaft und Show. Bundesministerin Ursula von der Leyen, die dem Preis von Beginn an verbunden ist, ĂŒberreichte den Leserpreis.

„Nie war die Goldene Bild der Frau so wichtig wie in diesen Tagen, in denen sich die schlimmen Nachrichten und Krisen fast zu ĂŒberschlagen scheinen“, sagte Chefredakteurin Sandra Immoor. „Denn unsere PreistrĂ€gerinnen setzen der Ohnmacht und Beklemmung etwas entgegen: Engagement, MitgefĂŒhl, Tatkraft, NĂ€chstenliebe. Ihre Botschaft: Auch das Gute steckt an! Jede einzelne PreistrĂ€gerin in diesem Jahr und der letzten acht Jahre macht die Welt mit ihrem Projekt, ihrem Verein ein bisschen wĂ€rmer, gerechter, besser. DafĂŒr möchten wir Danke sagen.“

Ausgezeichnet fĂŒr Mut, StĂ€rke und NĂ€chstenliebe wurden in diesem Jahr:

  • Marianne Kay (65) aus Hamburg: Sie schenkt Sterbenden mit dem Projekt ‚Ein letzter Wunsch‘ einen Tag voller GlĂŒck und macht ihnen den Abschied so ein wenig leichter.
  • Patricia Carl (29) aus Berlin: Selbst nur 1,22 Meter groß kĂ€mpft sie mit dem ‚Bundesverband KleinwĂŒchsige Menschen und ihre Familien e.V.‘ gegen Vorurteile und Diskriminierung.
  • Anna Vikky (27) aus DĂŒsseldorf: Mit ihrer Online-Spenden-Plattform ‚2aid.org‘ sammelt die Studentin Spenden und baut Trinkwasserbrunnen in Afrika.
  • Eva-Maria Weigert (58) aus MĂŒnchen: Ihre Initiative ‚Freudentanz – das grenzenlose Tanzprojekt‘ gibt FlĂŒchtlingskindern neuen Mut, Halt und Lebensfreude.
  • Christine Wichert (49) aus Krefeld: Sie bringt mit ihrem Verein ‚Wahlverwandtschaften e.V.‘ einsame Menschen zusammen und schenkt ihnen Geborgenheit.

Die Goldene Bild der Frau fördert jedes dieser sozialen Projekte mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. ZusĂ€tzlich wĂ€hlen die ĂŒber fĂŒnf Millionen Leserinnen und Leser noch bis zum Vorabend der Gala ihr „Herzensprojekt“ – und entscheiden so darĂŒber, welche PreistrĂ€gerin zusĂ€tzliche 30.000 Euro UnterstĂŒtzung erhĂ€lt. Ursula von der Leyen, Bundesministerin der Verteidigung, hat als Höhepunkt des Abends die Gewinnerin verkĂŒndet.

AusfĂŒhrliche Informationen zur GOLDENEN BILD der FRAU finden Sie auch unter www.goldenebildderfrau.de.


IT-Gipfel: Hamburg ergreift die Chancen der Digitalisierung

(ha/mr). Hamburg war am 21. Oktober Gastgeber des Nationalen IT-Gipfels 2014. Olaf Scholz, Erster BĂŒrgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg begrĂŒĂŸte Bundeskanzlerin Angela Merkel, Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und etwa 800 Fachbesucher in der Handelskammer. Im Zentrum des Kongresses stand die Debatte ĂŒber den digitalen Wandel und den Einfluss auf Gesellschaft und Wirtschaft. In einem Exponat zum Thema „Content & Technology“ zeigten ansĂ€ssige Unternehmen, dass sie die Chancen der Digitalisierung im Schulterschluss mit der Stadt ergreifen und mit innovativen Wertschöpfungsmodellen bestens auf den Strukturwandel vorbereitet sind.

Hamburg versteht sich als einen der großen IT-Standorte und nutzt als „Smart City“ die Möglichkeiten, die digitale Anwendungen bieten um Dienstleistungen in ihrer QualitĂ€t zu verbessern oder Ressourcen effizienter zu nutzen. Beispiele dafĂŒr liefern die intelligente Verkehrssteuerung, digitale Bildungsangebote oder die modernsten Logistik-Technologien im Hamburger Hafen. Wie innovationsfreudig die Hamburger Wirtschaft ist, zeigt sich nicht zuletzt in der Medienbranche. Der verstĂ€rkte Einsatz von IT in der Produktion, Vermarktung und Distribution von Medien- und Kreativinhalten hat aufgrund der bedeutenden Rolle der Medien- und Digitalwirtschaft innerhalb der Wirtschaftsstruktur des Standorts eine herausragende Bedeutung fĂŒr die Zukunft.

Deshalb haben 40 namhafte Unternehmern das Thema „Content & Technology“ in einer Regionalen Arbeitsgruppe (RegAG) diskutiert und in einem Papier herausgearbeitet, welche Chancen der Wandel mit sich bringt und wie die Unternehmen diese nutzen können. „Das digitale Reise-Serviceportal ‚Dein Tag in Hamburg‘ zeigt, wie journalistische UnabhĂ€ngigkeit und Markensichtbarkeit durch Content-Marketing effizient kombiniert werden können“, erlĂ€utert Kristian Meinken von der Kommunikationsagentur pilot die innovative Medienmarke. Das Digitalmagazin, das schnelle und einfach Orientierung in der Stadt bietet, verdeutlicht die Vertikalisierung der Wertschöpfungskette durch die Zusammenarbeit von Medien- und Markenredaktion sowie die zeitgleiche Auswertung von Nutzungsdaten durch den Einsatz moderner Technologie. „Modelle wie im gezeigten Show Case werden vor allem dann möglich, wenn es Unternehmen gelingt, exzellente Inhalte mit exzellentem technischem Wissen zu vereinen“, stellt Meinolf Ellers, dpa-infocom fest. Als genereller Trend liegt zugrunde, dass „zukĂŒnftig Inhalteanbieter vermehrt zu Technologieunternehmen werden und anders herum Technologieunternehmen mehr und mehr Inhalte anbieten“, weiß Jochen Toppe, CoreMedia AG zu ergĂ€nzen.

Die Unternehmen in Hamburg haben die Herausforderung des Strukturwandels erkannt und sind entschlossen, den neuesten Entwicklungen im Markt mutig, mit Erfindungsreichtum und Unternehmergeist zu begegnen. Damit haben Inhalteproduzenten, IT-Unternehmen und Nutzer gemeinsam die Chance, einen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel zu gestalten. Der Standort ist fĂŒr diese Entwicklung sehr gut aufgestellt, denn Hamburg verfĂŒgt ĂŒber eine große Vielfalt an kreativen Inhalte-Produzenten genauso wie ĂŒber eine breit aufgestellte innovative Technologieindustrie. Die Stadt kĂŒmmert sich medienpolitisch um angemessene Rahmenbedingungen und initiiert vergleichbare Dialoge ĂŒber die Chancen und Risiken der Digitalisierung auch in weiteren Branchen. Als Austragungsort des IT-Gipfels bietet Hamburg somit die ideale Möglichkeit zur Diskussion der politischen und wirtschaftlichen Begleitung der Digitalen Agenda der Bundesregierung und wird sich aktiv an der Neuausrichtung des Gipfels beteiligen.

Die Regionale Arbeitsgruppe Hamburg ist eine von insgesamt acht AGs, die im Rahmen des Nationalen IT-Gipfels 2014 verschiedene Themen und Thesen entwickeln und diese am Gipfeltag prĂ€sentieren. Unter dem Thema „Content & Technology“ evaluieren Vertreter der Hamburger Medienpolitik und –verwaltung sowie Vertreter der fĂŒhrenden Hamburger Medien und Technologie-Unternehmen die Chancen, die sich aus dem Strukturwandel in den beiden Branchen ergeben.

Angela Merkel und Sigmar Gabriel Von links: Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, Hamburgs Erster BĂŒrgermeister Olaf Scholz und Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Ankunft des IT-Gipfels 2014 in Hamburg. Foto: FoTe-Press


Drehstart fĂŒr TV-Serie „Großstadtrevier“

Jan Fedder(ha/mr). Am 14. MĂ€rz 2017 ist die erste Klappe fĂŒr die 31. Staffel der ARD-Kultserie „Großstadtrevier“ gefallen. Gedreht werden 16 neue Folgen bis Ende des Jahres 2017 in Hamburg und Umgebung – mit vielen Überraschungen und einigen prominenten Gastdarstellern. Das Team vom Hamburger Polizeikommissariat 14 um Milieuermittler Dirk Matthies (Jan Fedder, Foto links) hat es wieder mit kniffligen FĂ€llen zu tun. Aber natĂŒrlich geht es in der neuen Staffel auch wieder um die kollegialen und allzu menschlichen Belange und Konflikte der Hamburger Polizisten.Jan Fedder

Am 16. Dezember 1986 war die erste Folge „Großstadtrevier“ mit dem Titel „Mensch, der Bulle ist `ne Frau“ im ARD-Vorabendprogramm zu sehen. Keiner der Beteiligten – weder Krimi-Altmeister JĂŒrgen Roland noch die einstigen Hauptdarsteller Mareike CarriĂšre und Arthur Brauss – dĂŒrften damals damit gerechnet haben, dass ĂŒber 30 Jahre spĂ€ter das „Großstadtrevier“ nach der „Lindenstraße“ die Ă€lteste Serie im deutschen Fernsehen sein wĂŒrde. Angefangen hat die Hamburger Polizeiserie mit einem brandheißen Thema: Ellen Wegener (Mareike CarriĂšre) nahm als Beamtin im Streifendienst ihre Arbeit auf. Frauen im Polizeidienst waren in den 1980er Jahren bundesweit etwas Neues. Und so erregte die junge Polizistin im „Großstadtrevier“ natĂŒrlich Aufsehen. Zum ersten Mal in der Geschichte des deutschen Fernsehens stand eine Frau im Mittelpunkt einer Polizeiserie. Den Bezug zu aktuellen Themen hat sich die beliebte ARD-Serie in all den Jahren bewahrt. Genauso wie sie seit 30 Jahren von den Machenschaften der „großen Haie“ erzĂ€hlt, hat sie liebevoll die Sorgen und Nöte der kleinen Leute auf dem Kiez im Blick.

Vor 24 Jahren kam „der Neue“
Jan Fedder und TeamIn der Folge „Der Neue“ (Sendetermin: 6.10.1992) kam Jan Fedder als Dirk Matthies in das Team der Kiezpolizisten. Zwei Jahre und 27 Folgen spĂ€ter stieß dann Hariklia („Harry“) Möller in der Folge „Kein Tag wie jeder andere“ (Sendetermin: 15.2.1994) dazu: eine Polizistin mit griechischen Wurzeln, als Migration in Deutschland noch ein Fremdwort war. Jan Fedder und Maria Ketikidou prĂ€gten gemeinsam mit so großartigen Schauspielern wie Peter Heinrich Brix, Dorothea Schenck oder Edgar Hoppe und Peter Neusser die Serie. In der JubilĂ€umsstaffel wird es in Gastrollen ĂŒbrigens ein Wiedersehen mit dem einen oder anderen Bekannten frĂŒherer Jahre geben. Die Ausstrahlungstermine fĂŒr die neuen Episoden „Großstadtrevier“ im Ersten stehen allerdings noch nicht fest.

Jan Fedder: „Das ‚Großstadtrevier‘ ist mein Zuhause. Ich bin fĂŒr viele mittlerweile eine Vaterfigur und versuche heute, vieles an die jĂŒngeren Kollegen weiterzugeben!“

„Großstadtrevier“ ist eine Produktion der Letterbox Filmproduktion im Auftrag des NDR und der ARD-Werbung fĂŒr Das Erste. Produzentin ist Kerstin Ramcke, ausfĂŒhrende Produzentin Dr. Claudia Thieme. Executive Producer: Dr. Bernhard Gleim (NDR). Gedreht wird noch bis 15. Dezember 2017.

Jan Fedder und TeamNeben Jan Fedder (Mitte) sind in der aktuellen Staffel auch wieder Maria Ketikidou, Jens Muenchow, Wanda Perdelwitz, Sven Fricke, Marc Zwinz, Peter Fieseler und Saskia Fischer dabei. Fotos: FoTe-Press


Rebecca Stache als beste SekretĂ€rin gekĂŒrt

Auszeichnung(ha). Deutschlands beste SekretĂ€rin heißt Rebecca Stache. Die 32-jĂ€hrige Assistentin des Vorsitzenden der GeschĂ€ftsfĂŒhrung arbeitet bei der HafenCity Hamburg GmbH und konnte sich im Finale gegen neun Konkurrentinnen durchsetzen. Bei dem bundesweiten Wettbewerb eines BĂŒroartikel-unternehmens hatten knapp 250 SekretĂ€rinnen teilgenommen. Im Finale ĂŒberzeugte Rebecca Stache vor allem bei einer kniffligen Aufgabe: Sie musste auf dem unaufgerĂ€umten Schreibtisch ihres Chefs dringend benötigte Unterlagen in besonders kurzer Zeit finden und sortieren. Auch bei einem GedĂ€chtnistest und im Rahmen von Organisationsaufgaben konnte sie punkten. Platz 2 ging an Mira Hermes aus Lennestadt (30), Platz 3 sicherte sich Monique Liebau aus Erzhausen (36).

Unser Foto zeigt Deutschlands beste SekretÀrin: Rebecca Stache. Foto: ha


„Der Verkehr auf dem Friedhof ist zum Problem geworden“

Von Nicole Petersen. Jeden Morgen zwischen 7 und 8 Uhr schlĂ€ngeln sich mehrere Autokolonnen durch die Straßen. Und das mitten auf einem Friedhof: auf dem Friedhof Ohlsdorf, dem grĂ¶ĂŸtem Parkfriedhof der Welt. BerufstĂ€tige nutzen morgens und nach Feierabend den eigentlich nur fĂŒr Besucher fĂŒr PKW freigegebenen Friedhof als AbkĂŒrzungsweg.

„Der Verkehr auf dem Friedhof ist zum Problem geworden“, sagt Rainer Wirz, Bereichsleiter Hamburger Friedhöfe gegenĂŒber dem Hamburger WochenBlatt. Hintergrund: Jeden Morgen zwischen 7 und 8 Uhr ziehen sich lange Autoschlangen durch das 400 Hektar große FriedhofsgelĂ€nde. viele BerufstĂ€tige, die den Friedhof als AbkĂŒrzung benutzen – dabei ist der Friedhof Ohlsdorf fĂŒr den Durchgangsverkehr eigentlich gesperrt. Die Friedhofsverwaltung hat nun „AbkĂŒrzern“ und „Durchfahrern“ nun den Kampf angesagt, will nur Besucher haben. Eingangstore sollen kurzfristig wĂ€hrend des Berufsverkehrs bis acht Uhr geschlossen bleiben, langfristig ist ein Schrankensystem im GesprĂ€ch, so die Friedhofsverwaltung.

Aber es gibt auch so einen Fall: Rentner Udo G. fĂ€hrt mit seinem Kleinwagen mehrmals im Monat kreuz und quer ĂŒbers FriedhofsgelĂ€nde und benutzt auch kleine Wege, die sonst nur dem Friedhofspersonal, Bestattern oder GĂ€rtnereien erlaubt sind mit dem PKW zu befahren. Und das völlig legal, schließlich hat er immer eine Sondergenehmigung im Wagen.
“Am 4. Februar 2013 wurde fĂŒr die von Ihnen genannte Person eine Genehmigung fĂŒr die Befahrung der Hauptwege im Schritttempo erteilt. Fußwege und unbefestigte Wege sind ausdrĂŒcklich von der Befahrung ausgenommen”, teilt Marc Templin, stellvertretender Leiter Friedhöfe auf Nachfrage der Hamburger Allgemeinen Rundschau mit. BegrĂŒndung dieser Ausnahmeregelung: “Die Genehmigung wurde vor dem Hintergrund der Beförderung von umfassender FotoausrĂŒstung fĂŒr Fotoarbeiten an GrĂ€bern von prominenten Verstorbenen erteilt. Da keine Beschwerden hinsichtlich der Genehmigung vorlagen wurde die Genehmigung am 2. April 2014 bis zum 31. Dezember 2014 verlĂ€ngert.”
Das Verhalten auf dem Friedhof ist im Hamburger Bestattungsgesetz und der Hamburger Bestattungsverordnung geregelt, insbesondere in den §§ 6 (Fahrzeuge) und 7 (Verhalten auf dem Friedhof) der Hambuger Bestattungsverordnung. Darin ist auch geregelt, dass die Hamburger Friedhöfe AöR eine Ausnahme fĂŒr die Benutzung mit PKW gestatten darf. Es werde der Bedarf im Einzelfall geprĂŒft. Fahrzeuge der FriedhofsgĂ€rtnereien und Steinmetzbetreibe erhalten ausnahmslos eine solche Genehmigung.
Rentner Udo G. gehört nicht zu dieser Personengruppe, warum hat er eine solche Genehmigung erhalten und wie viele wurden noch auf Privatpersonen ausgestellt?
“Die Genehmigung, befestigte Nebenwege fĂŒr Fotozwecke zu befahren, wurde nur Herrn G. erteilt, und zwar befristet. Die weiteren Sondergenehmigungen werden an Behinderte beziehungsweise Begleitpersonen von Behinderten erteilt, in der Regel unbefristet. Insgesamt sind dies 21 Sondergenehmigungen. Wir wissen jedoch nicht, ob noch alle 21 Genehmigungen, die ĂŒber die Jahre erteilt wurden, noch in Anspruch genommen werden”, teilt Lutz Rehkopf, Sprecher des Friedhofes Ohlsdorf mit.
Wie passt es zusammen, dass die Verwaltung auf der einen Seite den Fahrzeugverkehr auf dem Friedhof moniert, aber dann solche Genehmigungen ausgestellt, die ja dazu fĂŒhren dass sogar ĂŒberall gefahren werden darf? “Die wenigen Sondergenehmigungen stellen, gemessen am ĂŒbrigen Friedhofsverkehr, keine GefĂ€hrdung oder Störung dar. Außerdem erkennen wir in der TĂ€tigkeit des Fotografen etwas fĂŒr die Gesellschaft allgemein NĂŒtzliches, das dem Friedhof und seinen Besuchern letztlich zu Gute kommt”, rechtfertigt Lutz Rehkopf die Genehmigung. Der Friedhofssprecher wird sogar noch 
ausfĂŒhrlicher: „Viele Menschen kennen Friedhöfe nur von Beerdigungen. Sie nehmen, durch diesen Anlass und ihre Trauer geprĂ€gt, nicht immer ein positives Bild des Friedhofs mit. Wenn Menschen mit den historischen SchĂ€tzen, seinen Prominenten-GrĂ€bern und seinem grĂŒnen Reichtum in anderen ZusammenhĂ€ngen erlebt wird, wird das positiv erinnert. Die Folge ist, dass das Grab möglicherweise öfters besucht wird – dies ist fĂŒr den Trauerprozess hilfreich. Es fĂŒhrt möglicherweise auch dazu, dass FriedhofsgĂ€ste sich ĂŒber den Friedhof und ihre Erfahrungen darauf ĂŒber die Beerdigungen hinaus austauschen und sich dann frĂŒhzeitig mit den Themen Tod, Trauer, Abschied beschĂ€ftigen. Damit gewinnen sie die Chance, im Trauerfall souverĂ€ner zu agieren, in einem GesprĂ€ch in der Familie WĂŒnsche festzustellen – im Gegensatz dazu sind „friedhofsferne“ Personen regelmĂ€ĂŸig mit den Anforderungen im plötzlichen Todesfall völlig ĂŒberfordert. Viele Friedhofseinrichtungen sind dazu geschaffen, den Friedhof in anderen Wahnehmungsrahmen positiv erfahrbar zu machen und diesen wichtigen Austausch ermöglichen: auf dem Friedhof selbst das CafĂ© Fritz, FriedhofsfĂŒhrungen, das Friedhofsmuseum und die Veranstaltungen, sogar die FriedhofsbĂ€nke als Orte des GesprĂ€chs am Grab. Auch im Internet (Homepage mit Prominenten-Liste, die Linkliste fĂŒr Interessenten, die selbst nicht gerne auf den Friedhof kommen, aber neugierig sind) gĂ€be es viele Interessenten.“

Außerdem fĂŒhrt Rehkopf fort, dass die vielen Fotografen, die ihre Bilder online stellen, ein Bestandteil dieser wachsenden Friedhofskultur seien. „Es ist uns also recht, wenn privates Engagement diese Objekte wie GrĂ€ber, Parkanlagen, Brunnen, BrĂŒcken, GebĂ€ude und Personen wie Prominente, Wissenschaftler, Politiker, Geistliche auf dem Friedhof auch fĂŒr diesen Personenkreis zugĂ€nglich macht und damit den Friedhof und die Ideen um ihn herum, die historisch gewachsen sind, bekannter macht. Und daher unterstĂŒtzen wir, in angemessenem Rahmen, diesen Personenkreis. Im Gegensatz dazu verfolgen die Durchfahrer ihre eigenen, nur fĂŒr sie nĂŒtzlichen Zwecke. Ich denke, der Gegensatz ist jetzt klar geworden: die BeschĂ€ftigung von Herrn G. ist mit dem Verhalten der Durchfahrer, die sich einen den schnöden Zeitvorteil erschleichen, nicht vergleichbar“, erklĂ€rt Lutz Rehkopf.

Das die Fotos des Rentners Udo G. zweifelsohne eine Bereicherung sein können – fĂŒr die Allgemeinheit und den Friedhof Ohlsdorf selbst – ist keine Frage. Warum Udo G. dies allerdings mit dem Auto tun muss mit lediglich einer handelsĂŒblichen Spiegelreflexkamera an Bord, um solche Fotos zu fertigen, ist noch immer eine offene Frage