(mr). Fast drei Wochen war die Filmcrew der neuen Produktion „Hamburgs Days“ nach Informationen Ihrer Hamburger Allgemeinen Rundschau in München und drehte dort Szenen für den neuen Film über die Beatles, die ihre Anfangsjahre bei uns in Hamburg erlebten und schließlich entdeckt wurden. Nun also wirden die 60 und 61er Jahre der Beatles verfilmt, wie wir bereits mehrfach berichteten.

Scheinwerfer platziert waren. So wurde der Dammtor-
Bahnhof bestens ausgeleuchtet. Fotos: FoTe Press
Um eine weitere Szene zu drehen, beantragte die Filmcrew bei der Straßenverkehrsbehörde, die in Hamburg bei der Polizei angesiedelt ist, eine Vollsperrung. Das heißt, dass am vergangenen Donnerstags zwischen 14 und 2 Uhr nachts (Freitag) der gesamte Vorplatz für doe Filmarbeiten gesperrt war. Zunächst machte die Filmcrew allerdings Innenaufnahmen in einer Villa an der Brahmsallee direkt am Innocentiapark. Es folgte eine ausgiebige Mittagspause (auch wenn diese in den frühen Abendstunden erfolgte), die auf dem Gelände des Tennisstadions am Rothenbaum gemacht wurde.
Alles streng abgeschirmt und möglichst unauffällig – damit Passanten und neugierige Journalisten möglichst wenig mitbekommen. Teile der Filmcrew, Schauspieler und Komparsen wurden mit mehreren schwarzen Shuttlebussen von der Basis und dem Filmmotiv hin- und her gefahren. Bei der Basis handelt es sich um einen Rückzugsort der Filmcrew. Hier stehen mehrere Aufenthaltsmobiel für die Schauspieler, Wagen für Maske und Kostüm, Cateringwagen, Toilettenanhänger und sonstige Fahrzeuge. Am eigentlichen Drehort, dem Filmmotiv, stehen meistens nur die Technik-Lkw, um möglichst mit wenigen Fahrzeugen anzurücken. Würde die Filmcrew mit ihrem gesamten Fuhrpark anrollen, so würden sich Anwohner beschweren – das möchte die Filmcrew natürlich vermeiden.
Gegen 21 Uhr rollte die Technikfahrzeug von der Brahmsallee zum Dammtorbahnhof. Etwa ein Dutzend Sicherheitsmitarbeiter stand an jeder Ecke bereit und leitete sowohl Passanten als auch Autos um. So konnte die Filmcrew in Ruhe drehen und hatte „das Bild frei“. Apropos Bild: damit sich der Zuschauer später in die 60er und 61er Jahre zurückversetzt fühlt, parkten auf dem Vorplatz mehrere Oldtimer. Komparsen liefen zum Teil mit alten Kinderwagen den Bürgersteig entlang. Moderne LWD-Lampen wurden im Vorwege von Crew-Mitgliedern abgeklebt beziehungsweise mit schwarzem Stoff verdunkelt. An einer Littfasssäule kamem alte Plakate zum Vorschein. Die Crew gab sich viel Mühe, um auch Kleinigkeiten groß heraus zu bringen. Ob man es später sehen wird?

In einer Drehstartmeldung des ZDf heißt es: Nach der erschütternden Nachricht von Luna Jordans plötzlichem Tod Mitte Mai wurden die Dreharbeiten zur sechsteiligen Dramaserie „Hamburg Days“ vorübergehend ausgesetzt – inzwischen sind sie wieder aufgenommen. Die Serie von Showrunner Christian Schwochow („The Crown“, „Bad Banks“) und Headautor Jamie Carragher („Succession“) basiert auf Teilen der Autobiografie des deutschen Musikers und Künstlers Klaus Voormann. Sie erzählt von den frühen Jahren der Beatles und der prägenden Hamburger Zeit, in der sich die später weltberühmte Band formte. Die Dreharbeiten finden derzeit in Hamburg und anschließend in München und Liverpool statt.
Anfang der 1960er-Jahre: Auf St. Pauli pulsiert das Nachtleben. Die verrauchten Bars auf dem Kiez ziehen Matrosen, Künstler und Kleinkriminelle gleichermaßen magisch an. In den Clubs des berühmt-berüchtigten Rotlichtviertels entwickelt sich zu dieser Zeit eine neue Musikszene und so manche Band träumt hier vom großen Durchbruch. Auch das junge Künstlerpaar Klaus und Astrid taucht in diese faszinierende und ihnen bisher unbekannte Welt ein. Als sie eines Abends einer chaotischen Band aus Liverpool begegnen und sich mit den Musikern anfreunden, ahnt noch keiner von ihnen, dass sie schon bald gemeinsam den Stein ins Rollen bringen, der aus dieser unbekannten Kneipenband das wohl größte Musikphänomen aller Zeiten machen wird: die Beatles.

In den Hauptrollen spielen Rhys Mannion („It Is In Us All“, „Freud’s Last Session“) als John Lennon, der Liverpooler Singer-Songwriter Ellis Murphy als Paul McCartney, Harvey Brett als George Harrison, Louis Landau („Rivals“, „Concordia ‒ Tödliche Utopie“) als Stu Sutcliffe, Patrick Gilmore als Pete Best und Casper von Bülow („DRUCK“, „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“) als Klaus Voormann. In weiteren Rollen stehen Laura Tonke „22 Bahnen“, „Sløborn“), Trystan Pütter („Ku’damm 56‒63“) sowie Max von der Groeben („Fack Ju Göhte“) vor der Kamera.
Neu dabei sind Lea Drinda („In die Sonne schauen“), die die Rolle der Fotografin Astrid Kirchherr übernommen hat, sowie Asa Butterfield („Unchosen“, „Sex Education“) als legendärer Beatles-Manager Brian Epstein, Jonny Lee Miller („The Crown“, „Trainspotting“) als Paul McCartneys Vater Jim McCartney, Christine Tremarco („Adolescence“, „The Responder“) als John Lennons strenge, aber zutiefst fürsorgliche Ziehmutter Aunt Mimi und Louis McCartney („Stranger Things: The First Shadow“) als Ringo Starr.
Die Idee zur sechsteiligen Serie stammt von Benjamin Benedict („Unsere Mütter, unsere Väter“), die Drehbücher verantwortet Jamie Carragher als Headautor. Showrunner Christian Schwochow übernimmt gemeinsam mit Laura Lackmann („Mängelexemplar“) auch die Regie. Für die musikalische Gestaltung sorgt der renommierte Produzent und BAFTA-Preisträger David Holmes. Klaus Voormann selbst fungiert als exklusiver Berater. Für die Bildgestaltung zeichnet Frank Lamm („Andor“, „The Crown“) verantwortlich.
„Hamburg Days“ wird gemeinsam von W&B Television (Produzenten: Benjamin Benedict, Quirin Berg, Max Wiedemann), Turbine Studios (Produzenten: Andrew Eaton, Justin Thomson), Christian Schwochow und Jamie Carragher für AGC Television (Produzenten: Stuart Ford, Lourdes Diaz und Miguel A. Palos Jr.), das ZDF und die BBC produziert. Ausführende Produzentinnen sind Isabel Haug von W&B Television und Katharina Haase. Die verantwortliche Redaktion im ZDF haben Alexandra Staib, Caroline von Senden und Sandra Dettki. Die Serienproduktion wird vom German Motion Picture Fund, der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, dem FilmFernsehFonds Bayern sowie dem Medienboard Berlin-Brandenburg unterstützt. Die Dreharbeiten dauern voraussichtlich bis Anfang August, ein Sendetermin steht noch nicht fest.
Am heutigen Montag (10. August 2026) soll nach unseren Informationen das Filmteam Aufnahmen in der Speicherstadt machen. Entsprechende Anwohnerschreiben hängen bereits in der Straße Pickhuben. Darin werden die Anwohner darum gebeten, keine Autos in den extra für dei Filmarbeiten aufgestellten Halteverbotsszonen abzustellen.