By By „Hamburg Days“: Filmcrew dreht letzte Szenen auf der Reeperbahn

Filmarbeiten für die neue Serie "Hamburgs Days" über die Anfänge der Beatles in Hamburg in den1960er und 1961er Jahren. Foto: FoTe Press

(mr). Großfächige Blue- und Greencreenwände stehen auf dem Bürgersteig in Höhe der Hausnummer 15 auf der Reeperbahn. Passanten werden gebeten, die Straßenseite zu wechseln. Mehrere Oldtimer stehen auf einem Parkstreifen – das können Passanten von der gegenüberliegenden Straßenseite aus sehen. Auch der Schriftzug „Top Ten Club“ ist zu erkennen. Ansonsten sehen die vielen Kiezgänger nicht viel. Denn die Filmcrew der neuen Produktion „Hamburgs Days“ gibt sich wirklich viel Mühe, dass möglichst wenig an die Öffentlichkeit gelangt.

Ihre Hamburger Allgemeine Rundschau hat es dennoch geschafft, exklusive Fotos von den Filmarbeiten zu machen – trotz der meterhohen Bluescreenwänden (auch Bluebox genannt). Diese werden übrigens dazu benutzt, um bei der späteren Postproduktion das Blau oder Grün durch Chroma-Keying elektronisch zu entfernen und durch beliebige andere Hintergründe, Landschaften oder Spezialeffekte zu ersetzen. Es handelt sich dabei um ein Spezialeffektverfahren, bei dem Schauspieler oder Gegenstände vor einem einheitlich blauen oder grünen Hintergrund gefilmt werden. Gleichzeitig dienen diese Wände aber auch als Sichtschutz.

Die Reeperbahn ist in Teilen für Passanten gesperrt. Die
Filmcrew benutzt riesige Green- und Bluecreenwände, um in
Ruhe filmen zu können. Fotos: FoTe Press

Überschattet wurden die Filmarbeiten bei der internationalen Serienproduktion „Hamburg Days“ durch den tragischen Tod einer der Hauptdarstellerinnen. Nachdem die Dreharbeiten Mitte Mai infolge des plötzlichen Todes von Hauptdarstellerin Luna Jordan unterbrochen worden waren, stehen die Kameras inzwischen wieder in Hamburg. Gleichzeitig ist nun auch die wichtigste Personalentscheidung gefallen: Lea Drinda übernimmt die Rolle der legendären Beatles-Fotografin Astrid Kirchherr. Für alle Schauspieler und Filmcrew markiert die Wiederaufnahme der Produktion einen emotionalen Neuanfang.

Ein Kameramann filmt die fünf jungen Schauspieler dabei,
wie sie vor dem „Top Ten Club“ auf der Reeperbahn vor
dem Eingang stehen.

Die sechsteilige Dramaserie von Showrunner Christian Schwochow („The Crown“, „Bad Banks“) und Headautor Jamie Carragher („Succession“) basiert auf Teilen der Autobiografie des Musikers und Künstlers Klaus Voormann. Erzählt wird die Geschichte jener Hamburger Jahre, in denen John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und ihre Bandkollegen als unbekannte Musiker auf St. Pauli spielten – lange bevor sie als Beatles Weltruhm erlangten..

Lea Drinda übernimmt zentrale Rolle

Mit Lea Drinda erhält die Produktion eine neue Hauptdarstellerin für eine der wichtigsten Figuren der Serie. Sie verkörpert künftig Astrid Kirchherr, die Hamburger Fotografin, die den Beatles nicht nur mit ihren ikonischen Bildern ein frühes Gesicht gab, sondern auch als prägende Persönlichkeit der Hamburger Kunstszene gilt. Ihr wird zudem die Mitentwicklung der später weltberühmten Pilzkopffrisur zugeschrieben.

Die Neubesetzung war notwendig geworden, nachdem Luna Jordan überraschend verstorben war. Ihr Tod hatte die Produktion tief erschüttert und zu einer vorübergehenden Unterbrechung der Dreharbeiten geführt. Nun setzt die Filmcrew die Arbeiten fort – begleitet von großem Respekt vor ihrer verstorbenen Kollegin.

Nun also geht der Filmdreh weiter. In Hamburg drehte die Filmcrew nach Informationen der Hamburger Allgemeinen Rundschau in einem leerstehenden Gebäude an der Reeperbahn Innenszenen des historischen Kaiserkellers. Ideal: die Filmcrew werkelte während der Innenaufnahmen an der Frontseite an dem Eingang des „Top Ten Clubs“ herum, während die Filmcrew samit Darsteller und Komparsen über die Seilerstraße ins Innere des Gebäudes gelangte.

Innenaufnahmen des „Top Ten Clubs“ wiederum wurden in den Räumen des Grünspans an der Großen Freihheit gemacht. An mehreren Tagen entstanden dort zahlreiche Szenen dieses legendären Clubs mit vielen Komparsen und Darstellern. Die Außenfassade des Kaiserkellers baute die Filmcrew währenddessen an der Friedrichstraße auf.

Lea Drinda . Filmarbeiten für die neue Serie „Hamburgs
Days“ über die Anfänge der Beatles in Hamburg in
den1960er und 1961er Jahren.
Max von der Groeben begrüßt offenbar zwei junge Männer als Gäste des „Top Ten Clubs“.
Max von der Groeben (rechts) am Filmset von „Hamburgs Days“ an der Reeperbahn in Hamburg.

Nachdem die Außenszenen binnen weniger Stunden an der Reeperbahn im Kasten waren, zog die Filmcrew mit Darstellern, Komparsen und jeder Menge Technik ins Innere Gebäude. Dort wurden weitere Szenen gedreht, die im Kaiserkeller spielen, der dort liebevoll nachgebaut wurde.

Am Freitag baute das Filmteam ihre Basis auf dem Heiligengeistfeld komplett ab. Nach unseren Informationen dreht aktuell das Filmteam in München. Offenbar hat das Filmteam nun alle Szenen im Kasten und sagt: „By by Hamburg“.


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