Jeder vierte Unfallverursacher begeht Fahrerflucht

Dieses Symbolfoto zeigt einen Verkehrsunfall, bei dem der Verkehrsunfalldienst der Hamburger Polizei im Einsatz ist. Foto: FoTe-Press

(mr).¬†Es ist schnell passiert: Es war ein stressiger Tag, die Familie wartet nach einem anstrengenden Arbeitstag Zuhause auf einen und es sollen nur noch ein paar Eink√§ufe erledigt werden. Doch dann kommt es auf dem Supermarktparkplatz zu einem¬†kleinen Rempler beim Einparken. Niemand ist verletzt, ein paar Kratzer sind vielleicht zu erkennen ‚Äď aber es hat ja niemand gemerkt. Warum dann nicht¬†einfach wegfahren, wenn doch noch andere Termine oder Familienangeh√∂rige warten? In Hamburg begeht fast jeder vierte Unfallverursacher Fahrerflucht. Warum es so ist, dar√ľber wird nur spekuliert. Denn: jeder Autofahrer hat genau f√ľr so einen Fall eine gesetzliche Haftpflichtversicherung. Sie bezahlt immer den Schaden an dem anderen beteiligten Fahrzeug oder Gegenstand. Der Grund f√ľr Unfallflucht k√∂nnte eine¬†Mischung aus Irrglauben, Unwissenheit oder mangelnder sozialer Verantwortung sein. Vielleicht ist es vielen aber auch nur peinlich.

Wenn es beim Ein- oder Ausparken kracht, reicht es nach Angaben des ADAC nicht aus, einen Zettel mit Unfallhergang und Adresse zu hinterlassen. Denn wer wegf√§hrt, ohne auf den Fahrer des besch√§digten Fahrzeugs zu warten oder die Polizei zu rufen, begeht bereits schon Fahrerflucht. Was niemals vergessen werden sollte: es ist eine Straftat, die neben einer Geld- oder schlimmstenfalls sogar Haftstrafe und Punkten im Verkehrsregister in Flensburg wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort, wie es im Gesetz hei√üt, auch den F√ľhrerschein kosten kann. Laut ADAC ist dabei die H√∂he des entstandenen Fremdschadens entscheidend. Bis zu 600 Euro wird das Verfahren meist gegen eine Geldauflage eingestellt. Bei bis zu 1.200 Euro drohen ein Monatsgehalt Geldstrafe, Punkte in Flensburg und maximal drei Monate Fahrverbot. Wird die 1.200 Euro-Marke √ľberschritten, ist die Fahrerlaubnis sogar f√ľr mindestens sechs Monate weg. Wenn bei einem Unfall Menschen zu Schaden kommen und sich der Verursacher vom Unfallort entfernt, ist nicht mit Milde zu rechnen: Dann droht Gef√§ngnis. Neben diesen strafrechtlichen Folgen verliert der Fahrer den Versicherungsschutz: die Kasko zahlt den eigenen Schaden nicht.¬†Um eine Straftat und die Folgen zu vermeiden, r√§t der Club, an der Unfallstelle zu warten, bis der Fahrer des anderen Fahrzeugs kommt, oder gleich die Polizei zu informieren. Wer kein Handy hat, sollte mindestens 30 Minuten warten, ehe er zur Polizei f√§hrt. Diese nimmt den Unfall auf und benachrichtigt den Halter.

Wer sich¬†unerlaubt von einem Unfallort entfernt, begeht eine¬†Straftat. Selbst wenn scheinbar nichts passiert ist, m√ľssen Sie¬†auf den Halter des anderen Fahrzeugs warten.


Viel mehr als nur Schminke: DKMS LIFE schenkt Lebensfreude und Selbstwertgef√ľhl

(ha). Die Diagnose Krebs, die j√§hrlich etwa 230.000 Frauen in Deutschland erhalten, bedeutet nicht nur den Kampf mit dem √úberleben, sondern auch einen t√§glichen Kampf mit dem Spiegelbild. Denn die Krebstherapie mit Chemo- oder Strahlenbehandlung f√ľhrt zu drastischen Ver√§nderungen des Aussehens. Durch Haarausfall, Verlust von Wimpern und Augenbrauen oder Hautirritationen verlieren viele Frauen ihr Selbstbewusstsein und f√ľhlen sich zus√§tzlich von der Krankheit gezeichnet.¬†In kostenfreien Kosmetikseminaren von DKMS LIFE gemeinn√ľtzige Gesellschaft mbH erhalten Krebspatientinnen Hilfe zur Selbsthilfe im Umgang mit den √§u√üeren Ver√§nderungen w√§hrend der Krebstherapie. Professionelle, geschulte Kosmetikexpertinnen zeigen den Krebspatientinnen Schritt f√ľr Schritt, wie sie die √§u√üerlichen Folgen der Therapie kaschieren k√∂nnen: von der Reinigung und Pflege der oft sehr empfindlichen Haut, dem Auftragen der Grundierung und nat√ľrlichen Nachzeichnen der ausgefallenen Augenbrauen und Wimpern bis hin zum Abdecken von Hautflecken, die aufgrund der Bestrahlung entstanden sind. Dar√ľber hinaus werden die maximal zehn Teilnehmerinnen in dem rund zweist√ľndigen ‚ÄěMitmachprogramm‚Äú anschaulich zum Thema T√ľcher und Kopfschmuck beraten.

Alle Patientinnen nehmen aktiv am Seminar von DKMS LIFE teil, das hei√üt, sie schminken sich selbst, um ein Gef√ľhl f√ľr den Umgang mit den Produkten und deren Anwendung zu gewinnen. Die Kosmetikexpertin hilft ihnen dabei. Dabei geht es nicht um das perfekte Make-up, sondern um ein nat√ľrliches und frisches Aussehen f√ľr den Alltag und ein St√ľck Normalit√§t. Die Teilnehmerinnen werden ermutigt, wieder einen Blick in den Spiegel zu werfen und das Erlernte auch im Anschluss an das Seminar umzusetzen. Denn f√ľr Krebspatientinnen ist Kosmetik oft viel mehr als nur Make-up ‚Äď sie kann Therapie und Lebenshilfe sein.¬†Die Teilnahme und eine Tasche mit 13 hochwertigen Kosmetikprodukten, die auf die einzelnen Schritte des Programms abgestimmt sind, sind f√ľr die Patientinnen kostenfrei.

Unternehmen der Kosmetikindustrie unterst√ľtzen als Kooperationspartner das Patientenprogramm „look¬†good¬†feel¬†better“ wesentlich und tragen erheblich zum Erhalt und Ausbau bei.¬†Das¬†Kosmetikseminar f√ľr Krebspatientinnen in Therapie im Hamburger Krebsgesellschaft e.V. bietet DKMS LIFE am 26.01.2018 um 10 Uhr an.¬†Information und Anmeldung beim¬†Hamburger Krebsgesellschaft e.V.,¬†21073 Hamburg,¬†Helga Wolff,¬†Telefon 040 / 30 09 22 27.¬†Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist auf 10 begrenzt.¬†Weitere Termine und Informationen zu den Schminktipps unter www.dkms-life.de.


Warum √ú-Wagen gr√ľne Kennzeichen f√ľhren

Ein Fernseh√ľbertragungswagen und der dazugeh√∂rige Ger√§tewagen des WDR im Einsatz in K√∂ln. Foto: R√∂he

(mr).¬†Aus den Bereichen Land- und Forstwirtschaft oder beispielsweise dem Schaustellergewerbe kennen wir das: Trecker, M√§hmaschinen und Jahrmarktsfahrzeuge fahren mit gr√ľnem¬†√ú-WagenNummernschild.

√úbertragungswagen (Radio und Fernsehen) sind von der Kfz-Steuer befreit, weil sie nicht dem Zweck dienen, G√ľter oder Personen zu transportieren‚ĶFotos: FoTe-Press

Wer aber aufmerksam auf Autobahnen oder Bundes- und Landstra√üen umher f√§hrt und √úbertragungswagen mit zum Teil gro√üen Satellitensch√ľsseln auf dem Dach zu sehen bekommen, wird feststellen, dass diese ebenfalls mit den steuerbefreiten gr√ľnen Kennzeichen unterwegs sind. Aber warum ist es so? ‚ÄěUnsere √ú-Wagen fahren gem√§√ü des deutschen Zulassungsrechts als so genannte `selbstfahrende Arbeitsmaschinen` zulassungsfrei und sind deshalb von der Kfz-Steuer befreit‚Äú, hei√üt es aus der Pressestelle des¬†√ú-WagenNorddeutschen Rundfunks (NDR). Auch der Westdeutsche Rundfunk (WDR) in K√∂ln best√§tigt das. ‚ÄěUnsere √ú-Wagen-Flotte ist mit gr√ľnen Kennzeichen unterwegs, weil jeder einzelne √ú-Wagen schneller als 20 km/h f√§hrt. Dies ist eine bundesweite Vorschrift‚Äú, hei√üt es von der √∂ffentlich rechtlichen Sendeanstalt in K√∂ln. Wer nun glaubt, dieses Privileg h√§tten nur die √∂ffentlich rechtlichen Sender, weil sie so oder so durch den Rundfunkbeitrag staatlich gef√∂rdert sind, der irrt. Auch die zahleichen privaten Fernseh- oder Radiosender und Fernsehproduktionsfirmen genie√üen diese Sonderstellung. Bleibt nur die Frage, warum ein √ú-Wagen steuerfrei fahren darf, ein Pr√ľffahrzeug einer Telekommunikationsfirma oder ein Fahrzeug eines Elektroinstallateurs nicht? Diese Fahrzeuge sind immerhin ‚Äď genauso wie ein √úbertragungswagen ‚Äď ebenfalls voll mit Technik ausgestattet. Nachfrage beim Landesbetrieb Verkehr (LBV, Stra√üenverkehrsamt) in Hamburg. Jetzt wird der Unterschied deutlich: ‚Äě√ú-Wagen sind nach ihrer Bauart und ihren besonderen, mit dem Fahrzeug fest verbundenen Einrichtungen zur Verrichtung von Arbeiten, jedoch nicht eigent√ľmlich zur Bef√∂rderung von Personen oder G√ľtern bestimmt. Bei Fahrzeugen, die dem Zweck nach eher Personen oder Arbeitsmaterial von A nach B fahren, d√ľrfen keine steuerfreien Kennzeichen angebracht werden.‚Äú Zu den Fahrzeugen, die nach ¬ß 3 KfzSteuergesetz steuerfrei sind, z√§hlen neben den √úbertragungswagen unter anderem Rohreinigungsfahrzeuge, Schienenreinigungsfahrzeuge, Hebeb√ľhnenfahrzeuge, Autokr√§ne, Fahrzeuge der Stra√üenreinigung, Baumaschinen oder Radlader. √úbrigens sind nicht nur die klassischen √úbertragungswagen steuerfrei und mit einem gr√ľnen Kennzeichen versehen, sondern auch Schnittmobile, R√ľst- und Ger√§tewagen, Me√ütechnikwagen, so genannte Strom- oder Lichtwagen, sowie Kamerawagen der NDR-Fahrzeugflotte fahren mit gr√ľnen Kennzeichen auf den Autobahnen und Bundes- und Landstra√üen umher.

Hinweis:¬†Das Fahrzeug mit einem steuerlichen Vorteil darf auch nur f√ľr den beim Finanzamt angegeben Zweck (= Grund f√ľr eine Steuerbeg√ľnstigung) benutzt werden! Au√üerdem muss der Nutzungszweck entsprechend nachgewiesen werden.

Ü-Wagen Ü-Wagen Ü-Wagen Ü-Wagen

Von links nach rechts: ein H√∂rfunk√ľbertragungswagen des MDR, ein Fernseh-√ú-Wagen des HR, sowie jeweils ein Fernseh√ľbertragungswagen des BR.¬†

   

Von links nach rechts: Fernseh-Ü-Wagen von RT1, N24, RNF und SWR.