Mord am U-Bahnhof Wandsbek-Markt: Politiker schweigen

Mehrere Blumen, Kerzen und Kerzen liegen auf dem BAhnsteig am Wandsbek-Markt. Foto: FoTe Press

(ds). Katrin Göring-Eckardt (Grüne) prägte 2015 während der Flüchtlingskrise den Satz „Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich darauf“. Diese Aussage, oft im Kontext von Einwanderung und einer bunteren Gesellschaft zitiert, wurde zum Symbol für die Debatte über den gesellschaftlichen Wandel und ist bis heute politisch stark umstritten. 

Dass sich unser Land verändert hat, kann auch der linkeste Linke nicht leugnen. Menschen, die bei uns in Deutschland Schutz suchen und grundsätzlich auch willkommen sind, sorgen immer wieder für Entsetzen. Beispiele: Ein Asylant lief im Januar 2023 mit einem Messer durch einen Zug und tötete ein junges Pärchen und verletzte weitere Fahrgäste zum Teil schwer. Bei dem Messerangriff in Mannheim am 31. Mai 2024 ermordete ein in Deutschland lebender Asylant einen Polizisten mitten in der Innenstadt – mehrere Personen wurden darüber hinaus schwer verletzt. Ein Gewalttäter und islamistischer Attentäter ermordete im Dezember 2016 den Fahrer eines Sattelzugs, brachte das Fahrzeug in seine Gewalt und steuerte es in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin. In Folge des Attentats starben insgesamt 13 Personen, 54 weitere wurden zum Teil schwer verletzt.

Es könnten weitere Taten aufgezählt werden, die sich in den vergangenen Jahren in ganz Deutschland ereignet haben. Was alle Fälle eint: immer trifft es völlig fremde Menschen, die ein Täter, der in Deutschland als Asylant eingereist ist, in den Tot gerissen hat.

So auch ein Fall kürzlich in Hamburg. Am vergangenen Donnerstagabend sind zwei Personen am U-Bahnhof Wandsbek Markt ums Leben gekommen. Den bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei zufolge wartete eine 18-Jährige am Bahnsteig auf die U-Bahn in Fahrtrichtung Innenstadt. Ein 25-jähriger Südsudanese stand abseits von der Heranwachsenden ebenfalls auf dem Bahnsteig. Der Mann ging kurz darauf unvermittelt auf die Frau zu, ergriff sie und zerrte sie aus bislang ungeklärten Gründen mit sich ins Gleisbett vor die inzwischen einfahrende U-Bahn. Beide Personen verstarben noch an der Unfallstelle.

Das Kriseninterventionsteam (KIT) des Deutschen Roten Kreuzes übernahm die psychosoziale Akutbetreuung von Zeuginnen und Zeugen. Der Kriminaldauerdienst (LKA 26) übernahm die ersten Ermittlungen vor Ort, welche anschließend aufgrund des Verdachts eines Tötungsdelikts durch die Mordkommission (LKA 41) in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft übernommen wurden. In diesem Zusammenhang sicherten die Beamtinnen und Beamten Beweismittel, darunter Videoaufzeichnungen und Zeugenaussagen, die derzeit ausgewertet werden.

Nach derzeitigem Stand liegen den Strafverfolgungsbehörden keine Erkenntnisse zu einer etwaigen Vorbeziehung der Beteiligten vor. Die Ermittlungen hierzu sowie zu den weiteren Hintergründen dauern aktuell an. Besonders brisant: Der 25-Jährige besaß eine gültige Aufenthaltserlaubnis und war Mitte 2024 nach Hamburg gekommen. Er lebte zuletzt in einer städtischen Wohnunterkunft. Und hier wird es politisch hochexplosiv: Der Mann reiste im Rahmen humanitärer Aufnahmeprogramme der Bundesländer nach Deutschland ein. Die Bundesregierung hat ihn also aktiv ins Land geholt.

Hamburg reiht sich ein in eine erschreckende Serie ähnlicher (wie oben beschrieben) Verbrechen. Erst im August vergangenen Jahres hatte ein irakische Asylbewerber eine 16-jährige Ukrainerin im niedersächsischen Friedland vor einen einfahrenden Zug gestoßen und getötet.

Dazu der AfD-Fraktionschef und innenpolitische Sprecher, Dirk Nockemann: „Wieder ein schrecklicher und sinnloser Tod einer jungen Frau inmitten des öffentlichen Raumes. Unsere Gedanken sind bei dem Opfer, den Angehörigen und den betroffenen Zeugen. (…) Wer war der 25-jährige Südsudanese und warum lebte er in Hamburg? Die AfD-Fraktion fordert umfassende Aufklärung. Einmal mehr zeigt sich die von der AfD geforderte Notwendigkeit einer asylpolitischen 180-Grad-Wende. Ohne scharfe Asylpolitik ist die Freiheit der Bürger überall und jederzeit in Gefahr. Wir dürfen nicht zusehen, wie der öffentliche Raum zum Angstraum wird. Als AfD kämpfen wir für die Zurückgewinnung der Sicherheit in unserem Land.“

Gerne hätten wir auch Zitate anderer Parteien veröffentlicht. Allerdings schweigen sie. Kein Statement vom Bürgermeister und von der Zweiten Bürgermeisterin. Nichts.