Oberleitung am Hauptbahnhof gerissen: Taube wohl schuldig

Der Metronom steht am Gleis 12. Gut zu sehen: das abgerissene Seil der Hochspannungsleitung. Foto: FoTe Press

(mr). Ein lauter Knall erschreckte am Sonntag zahlreiche Reisende am Hauptbahnhof. Es kam zu massiven Verspätungen und Umleitungen am Hauptbahnhof. Grund: am Sonntagmorgen riss gegen 8.30 Uhr eine Oberleitung am Gleis 12. Aus Sicherheitsgründen mussten allerdings drei Gleise gesperrt werden. Mehrere Züge wurden umgelenkt, einzelne fuhren nur ab oder bis Hamburg-Harburg.

Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn mitteilt, soll ein Kurzschluss die Ursache für den Knall gewesen sein. Nach Angaben eines Reportes vor Ortz soll womöglich eine Taube gegen die Oberleitung geflogen sein, woraufhin ein Tragseil gerissen sei. Auf Gleis 13 wurde gegen 10.30 Uhr von einem Mitarbeiter der Bahn mit einem blauen Müllbeutel eine tote Taube entfernt Mutmaßlich die „schuldige Taube“. Die Reparaturarbeiten dauerten bis etwa 17 Uhr – dann wurde das Gleis 12 wieder freigegeben. Ein Teil der Leitung hing auf einem Metronomzug, der nach Bremen fahren sollte. Ein anderer Teil lag zwischen den Bahnsteigen.

Nur drei Gleise am Hauptbahnhof betroffen

Die Bahnsteige der Gleise 13/14 und 11/12 wurden zunächst komplett, danach in Teilen gesperrt. Mehrere Mitarbeiter der DB-Sicherheit standen an den Zu- und Abgängen und sorgten für Umleitungen der Reisenden. Der Metronom wurde nach dem Vorfall sofort geräumt und der Bereich stromlos geschaltet. Mehrere Bahnsteige waren vorübergehend gesperrt.


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