Randalierende Fußballfans am U-Bahnhof – Polizei probt den Ernstfall

Zahlreiche Polizistinnen und Polizisten üben am U-Bahnhof Schlump den Ernstfall bei randalierenden Fußballfans. Etwa 200 Statisten verkleideten sich dazu als Fußballfans und wurden von der U-Bahn zu mehreren Bussen begleiteitet. Der Übungsleiter (weiße Weste) beobachte das Treiben. Foto: FoTe Press

(mr). Am heutigen Mittwochvormittag sorgten mehrere vermummte Fußballfans für Aufregung an der U-Bahnhaltestelle Schlump. Zunächst liefen sie grölend, trommelnd und zum Teil vermummt über den Bahnsteig an der U-Bahn-Linie 3. Sie sprangen in eine U-Bahn und brachten die Waggons zum Schaukeln. Sofort rückten mehrere Polizisten an: in schwerer Schutzausrüstung und mit Schutzhelmen auf dem Kopf. Sofort wurden die Beamtinnen und Beamten bepöbelt. Sprechchöre „Ohne Helme, ohne Knüppel seid ihr nichts“ waren zu hören.

„Übung – keine Gefahr“ ist auf den Bannern
zu lesen. Foto: FoTe Press

Was zu Zeiten von Bundesligaspielen bei uns Hamburg tatsächlich regelmäßig der Fall ist, war heute zum Glück nur eine Übung. Mit großen Bannern mit dem Hinweis „Übung – keine Gefahr!“ wurden Passanten und Fahrgäste der beiden U-Bahnlinien 2 und 3 auf die Übung hingewiesen. Zudem standen mehrere Polizistinnen und Polizisten bereit und klärten Menschen auf. Denn die zahlreichen vermummten Fußballfans und behelmten Einstzkräfte sorgten schon für die eine oder andere bedrohlich wirkende Situation. Einige Passanten blieben stehen und beobachteten das Geschehen.

Die vermeintlichen Fußballfans waren in Wahrheit Angehörige der Polizeischule und der Bundeswehr, die eigens für die Übung als Statisten engagiert wurden. Sie wurden – wie es auch in Wirklichkeit gemacht wird – im U-Bahnhof mehrere Male aufgestockt und wurden dann peu à peu von der U-Bahnhaltestelle zu mehreren Bussen begleitet. Von dort ging es zum HSV-Stadion in den Volkspark. Dort ging die Übung für die Polizeikräfte weiter.

Vor Ort waren sowohl eine Hundertschaft der Hamburger Polizei als auch Kräfte aus Schleswig-Holstein und der Bundespolizei. Erst in der vergangenen Woche sorgte eine spaktakuläre Übung der Polizei für Aufsehen. Der Polizeihubschrauber „Libelle 1“ flog übers Heiligengeistfeld und ließ drei Polizisten in luftiger Höhe auf den Hochbunker abseilen.

Der Polizeihubschrauber „Libelle 1“ fliegt über den Hochbunker am Heiligengeistfeld in Hamburg
Ein Beamter seilt sich gerade mit einem Seil ab.