(ha). Seit dem vergangenen Freitagmorgen gingen zahlreiche Anrufe in die Leitstelle der Feuerwehr Hamburg ein. Am häufigsten meldeten die Anrufenden Äste oder Baumteile, die durch die Schneelast gefährlich tief hingen oder bereits herabgestürzt waren. Busse des Nahverkehrs standen quer auf der Straße oder rutschten von der Fahrbahn. Mehrere Lastkraftwagen kamen vor Glätte die Köhlbrandbrücke nicht hoch und versperrten den restlichen Verkehr. Ein Streufahrzeug rutschte in Neuengamme in eine Böschung.
Die Feuerwehr Hamburg hat sich für dieses Wetterereignis gewappnet. Es gingen zwei weitere Drehleiterfahrzeuge in den Dienst und Rüstfahrzeuge wurden mit Räumschilden ausgestattet. Nach Angaben der Feuerwehr kam es unter anderem zu folgenden Einsätzen im Stadtgebiet: Am Freitagmorgen kam der Verkehr auf der Köhlbrandbrücke zum Erliegen. Mehrere Lastkraftwagen konnten die Steigung auf der glatten Fahrbahn nicht überwinden, so die Meldung der Polizei.
Die Rettungsleitstelle der Feuerwehr alarmierte daraufhin ein Rüstfahrzeug, um die Fahrzeuge freizuschleppen. Die Einsatzkräfte vor Ort verbanden den ersten LKW mit einer Schleppstange und ihrem Rüstfahrzeug (Unimog) und zogen das Gespann bis zum höchsten Punkt der Brücke. Das Gleiche mit einem weiten LKW. Die Fahrspuren konnten vorerst wieder freigegeben werden.
Die Leitstelle erhielt einen Notruf zur Technischen Hilfe. Ein Streufahrzeug soll im Abhang zur Dove Elbe gerutscht sein und wird nur noch von Bäumen gehalten. Vor Ort bestätigte der Einsatzleiter das Bild und ließ das schwere Winterdienstfahrzeug von einem Rüstfahrzeug der Feuerwehr sichern. Die Bergung des Havaristen übernahm eine Bergungsfirma.
Die Feuerwehr erhielt einen Notruf der Busleitstelle über einen Linienbus der an eine Leitplanke gerutscht ist und 15 Personen seien im Bus eingeschlossen. Die Leitstelle entsendete ein großes Aufgebot an Rüsttechnik und den Feuerwehrkran zur Einsatzstelle.
Vor Ort konnten der Einsatzleiter feststellen, dass die Türen vom Bus durch die Leitplanke blockiert waren. Durch eine einfache technische Maßnahme konnten die Türen geöffnet werden und alle Passagiere konnten unverletzt den Bus verlassen.
Die Feuerwehrleitstelle erhielt die Meldung, dass ein Baum auf ein Haus und ein Wohnmobil gefallen sei. Die ersteintreffenden Kräfte bestätigten diese Meldung. Eine Birke ist in die Giebelseite des Hauses und auf einen Wohnwagen gefallen. Die Bergungsarbeiten dauern zu diesem Zeitpunkt noch an.
Insgesamt war die Feuerwehr Hamburg in über 550 Einsätzen der Technischen Hilfe im Zusammenhang mit dem Wetterereignis eingebunden. Zusätzlich fielen über 100 Einsätze auf den Rettungsdienst Hamburg mit dem Stichwort „Eis“.
Insbesondere ist die große Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg an diesem Wochenende zu erwähnen, die bei vielen Einsätzen der Technischen Hilfe unterstützt haben.
