(mr). Mehrere Veränderungen im Produktionsablauf und bei der Besetzung der beliebten ZDF-Serie „Notruf Hafenkante“ sorgen aktuell für Gesprächsstoff. Insbesondere die Kündigung von Schauspielerin Manuela Wisbeck macht bei Fans der Polizei- und Arztserie, die ihren Dreh- und Handlungsort in Hamburg hat, große Sorgen. Nach fast 16 Jahren muss Manuela Wisbeck die Vorabendserie verlassen, wie die Darstellerin selbst in einer Instagramstory berichtet. Eigentlich sollte Wisbeck, die als Frauke Prinz häufig im Eingangsbereich des fiktiven Elbkrankenhaus zu sehen ist und ständig mit lockeren Sprüchen für Lachen sorgt, bei einer Autogrammstunde beim diesjährigen Hafengeburtstag dabei sein. Neben Sanna Englund, Fabian Harloff, Rhea Harder-Vennewald, Marc Barthel, Lilli Hollunder und unter anderem Raul Richter sollte Manuela Wisbeck mit den Serienfans ins Gespräch kommen und für Fotos und Selfies zur Verfügung stehen.
Mit den Worten: „Nach 16 wunderbaren Jahren heißt es für mich Abschied nehmen von @notrufhafenkante . 💙 Was für eine Reise. Ich bin unglaublich dankbar für all die Menschen, die mich in dieser Zeit begleitet haben – vor und hinter der Kamera. Danke an meine großartigen Kolleginnen und Kollegen, an das gesamte Team und natürlich an euch Zuschauerinnen und Zuschauer für eure Treue, eure Nachrichten und eure Unterstützung über all die Jahre“ beginnt sie einen emotionalen Post.

bei „Notruf Hafenkante“ vor der
Kamera. Nun soll Schluss sein.
Foto: FoTe Press
Weiter heißt es: „Die Rolle der Frauke Prinz war für mich etwas ganz Besonderes und wird immer einen festen Platz in meinem Herzen haben. Ich werde diese Zeit, die gemeinsamen Momente und die vielen Erinnerungen sehr vermissen. Danke für 16 unvergessliche Jahre.“
Wisbeck erklärt, dass sie nur noch bis Juli am Set neue Folgen drehen werde. Außerdem mutmaßt sie, dass ihre Gage für den TV-Sender finanziell nicht mehr zu stemmen sei. Die Quelle ist ein Video (Account: @manuelawisbeck) auf ihrem offiziellen Account bei Instagram.
Tatsächlich sind bei der Produktion zahlreiche Veränderungen zu sehen. So war beispielsweise jahrelang bei Außendrehs ein Cateringwagen vor Ort, der die Filmcrew mit Frühstück, Mittag und Kaffe/Kuchen respektive Abendessen versorgt hat. Nach Informationen der Hamburger Allgemeinen Rundschau sollen Kosten der Grund für die Einsparung sein. Das Filmteam wird aktuell mit Mittagessen versorgt, welches ein Cateringunternehmen ans Filmset bringt. Ein Vollcatering gibt es aktuell nicht. Auch die Anzahl der Folgen wurde reduziert: Jahrelang wurden in etwa pro Staffel 22 bis 26 Folgen gedreht. In diesem Jahr sollen nach unseren Informationen 20 Episoden produziert werden.
Generell wird nach Beobachtungen unseres Dreharbeiten-Reporters seit ein paar Jahren weniger draußen gedreht. Das heißt, dass viele Szenen in den zwei Fernsehstudios auf dem Gelände von Studio Hamburg produziert werden (ein Studio für Szenen im Elbkrankenhaus, ein weiteres für Aufnahmen im Polizeikommissariat 21). Das spart enorme Kosten wie Drehgenehmigungen bei den Behörden, Fahrtkosten zu den Außensets, Filmblocker (die Passanten davon abhalten, durchs Bild zu laufen und dem Filmteam zu nahe zu kommen), sowie beispielsweise Mietkosten für Wohnungen, Gewerbe- oder Geschäftsräume.
Zudem werde an „teuren Darstellern“ gespart. Mit einem Trick werden auch hier Produktionskosten gespart, indem sie einfach weniger Drehtage haben. So sind sie immer noch in den Folgen zu sehen, tauchen aber insgesamt weniger auf. Dass nun eine Darstellerin, die seit 16 Jahren dabei ist, komplett gestrichen wird, sorgt bei den Fans und Schauspielerkollegen für Verwunderung. Fabian Harloff schreibt unter ihrem Post: „Ich bin komplett schockiert😳🥴“
Ein Fan schreibt: „Unverständlich! Das Herz einer Serie zu entfernen! Den oder die Verantwortlichen haben wahrscheinlich weder Herz noch Verstand!“