E-Scooter beschädigt – Festnahme

Zwei E-Scooter stehen auf einem Bürgersteig in der Innenstadt. Foto: FoTe-Press

(ha). Da war aber jemand sehr frustriert: Beamte der Bundespolizei haben in der vergangenen Nacht gegen 4.15 Uhr einen 24-jährigen Mann mit unbekannter Staatsangehörigkeit vorläufig festgenommen. Er wurde von Zeugen beobachtet, wie er mehrere E-Scooter den Treppenabgang zur U-Bahn-Station am Jungfernstieg hinunter warf.

Beamte der Bundespolizei nehmen Mann fest

Beamte der Bundespolizei nahmen den Mann daraufhin vorläufig fest und brachten ihn zum Polizeikommissariat 14.

Zeitgleich nahmen Beamte des Polizeikommissariates 21 (Wache Altona) Zeugenaussagen auf, nach denen ein junger Mann, auf den die Beschreibung des 24-Jährigen zutraf, bereits gegen 3:40 Uhr E-Scooter von der Brücke Bei den St. Pauli Landungsbrücken auf die Fahrbahn warf, obwohl darunter Fahrzeugverkehr stattfand.

Darüber hinaus brannte eine unbekannte Anzahl von E-Scootern, die zu einem Haufen aufgeschichtet wurden. Das Feuer konnte durch die Zeugen gelöscht werden.

Mutmaßlicher Täter sitzt in U-Haft

Es konnte ein Zusammenhang zwischen den Taten hergestellt werden. Der Mann wurde Abschluss der polizeilichen Maßnahmen dem Untersuchungsgefängnis Hamburg zugeführt.


Heimfelder Holz soll Naturschutzgebiet werden

(ha). Der Senat hat das etwa 95 Hektar große Heimfelder Holz als Naturschutzgebiet einstweilig sichergestellt. Damit sind forstwirtschaftliche Maßnahmen wie etwa Fällungen dort bis auf Weiteres nicht gestattet. Da in dem Wald beispielweise seltene Käfer- und Fledermausarten zu Hause sind, hat er einen hohen naturschutzfachlichen Wert. Die Vorbereitungen für eine Ausweisung als Naturschutzgebiet haben begonnen.

Das Heimfelder Holz gehört im Wesentlichen der Stadt und einem privaten Grundbesitzer. Der Privateigentümer hatte zunächst eine Freizeitnutzung auf dem Gelände geplant, die aber aus Arten- und Landschaftsschutzgründen in dem Wald nicht realisierbar ist. Mit der Sicherstellungsverordnung, die nach Senatsbeschluss vom 17.12. kürzlich im Amtlichen Anzeiger veröffentlicht und damit wirksam ist, sind mögliche forstwirtschaftliche Verwertungen der Fläche bis auf Weiteres untersagt. Nachdem den Behörden bekannt wurde, dass umfangreichere Rodungen geplant sein könnten, haben sich die zuständige Wirtschafts- und Umweltbehörde sowie das Bezirksamt Harburg binnen kurzer Zeit darauf verständigt, eine Sicherstellungsverordnung für diese Fläche zu erarbeiten, die jetzt vom Senat erlassen wurde.

Jens Kerstan, Umweltsenator, erklärt dazu: „Das Heimfelder Holz ist aus naturschutzfachlicher Sicht eine spannende und wertvolle Fläche. Hier gibt es einen alten Mischwald-Baumbestand. Der Wald ist Lebensraum für Fledermaus- und Käferarten, die vom Ausstreben bedroht sind, und außerdem für seltene Pflanzen. Dazu haben wir das Gehölz vor Rodungen geschützt. Wir wollen das Gehölz unter Naturschutz stellen und beginnen umgehend mit den Vorbereitungen dazu.“

Im Beschluss heißt es zum Schutzzweck: „Das einstweilig sichergestellte Gebiet dient dem Schutz, der Erhaltung und der Entwicklung eines vielfältigen Lebensraumkomplexes aus Laub-, Misch- und naturnahen Kiefernwäldern mit ihren darin beheimateten artenreichen Lebensgemeinschaften als Ganzes und als Lebensraum für gefährdete und vom Aussterben bedrohte Pflanzen- und Tierarten. Hierzu gehören insbesondere Fledermäuse; außerdem in Buchenwäldern beheimatete Pflanzen sowie an Alt- und Totholz gebundene Käferarten.“

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