Großer Baum stürzt auf Kleinbus mit 7 Personen – Schutzengel im Einsatz

Blaulicht auf dem Dach eines Feuerwehrwagens. Foto: FoTe Press

(ha). In den frühen Morgenstunden erreichte während einer durchziehenden Gewitterfront ein sogenannter E-Call eines verunfallten Fahrzeugs die Rettungsleistelle der Feuerwehr Hamburg. Bei einem erheblichen Unfallgeschehen setzt das verunglückte Fahrzeug dabei selbständig einen Notruf an die nächstgelegene Rettungsleitstelle ab und übermittelt wichtige Informationen wie Standort und Unfallzeitpunkt.

Aufgrund des E-Calls alarmierte die Rettungsleitstelle zwei Rettungswagen sowie ein Löschfahrzeug zur Einsatzstelle.

Den ersteintreffenden Einsatzkräften der Feuer- und Rettungswache Barmbek bot sich bei ihrer Ankunft an der Einsatzstelle folgendes Bild: Ein großer Baum war auf einen Kleinbus gestürzt, in dem sich zu diesem Zeitpunkt eine unbekannte Anzahl von Personen befand. Durch den umstürzenden Baum wurden zudem weitere Bäume mitgerissen. Der Kleinbus war vollständig unter der Baumkrone eingeschlossen und aus dem Fahrzeug drangen laute Hilferufe.

Der Einsatzleiter erhöhte umgehend das Alarmstichwort auf „Technische Hilfeleistung mit einem Großeinsatz Rettungsdienst“ und forderte weitere Einsatzkräfte des Rettungsdienstes sowie Unterstützung zur technischen Rettung an.

Parallel schafften die Einsatzkräfte schnellstmöglich einen Zugang zu den im Kleinbus eingeschlossenen Personen, indem sie die Baumkrone freisägten und die Äste sukzessiv entfernten. Eine sofortige medizinische Sichtung ergab, dass sich in dem Fahrzeug insgesamt sieben Personen, darunter drei Kinder, befanden.

Alle Insassen wurden aus dem Fahrzeug befreit, medizinisch versorgt und in umliegende Krankenhäuser transportiert. Sechs Personen erlitten leichte, eine Person schwere Verletzungen. Angesichts der Größe des herabgestürzten Baums hatten die Insassen großes Glück im Unglück.

In der Spitze waren etwa 70 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr sowie des Rettungsdienstes im Einsatz.