Rutschen Sie gut rein, ins neue Jahr 2019!

Das gesamte Team der Hamburger Allgemeinen Rundschau w√ľnscht Ihnen viel Gl√ľck, Erfolg und vor allem Gesundheit. Foto: FoTe-Press

(mr). Das gesamte Team der Hamburger Allgemeinen Rundschau w√ľnscht Ihnen einen sch√∂nen Start ins neue Jahr 2019. Gesundheit, Erfolg und vor allem Gl√ľck im Beruflichen und Privaten. Denken Sie dran: hatten Sie in 2018 Schwein, so k√∂nnen Sie im neuen Jahr 2019 die Sau rauslassen.

Alles Gute und einen guten Rutsch!


Frauen bleiben Hamburgs Partymeile fern

(mr).¬†Silvester 2017/18 in Hamburg ‚Äď und so berichtete Ihre Hamburger Allgemeine Rundschau am 1. Januar 2018: Bis 23 Uhr hatte es in Hamburg zum Teil heftig geregnet, trotzdem kamen Zehntausende zum Jungfernstieg, den Landungsbr√ľcken oder an die Alster und feierten mit Knallern und Raketen ins neue Jahr. Danach ging es f√ľrs Partyvolk auf den Kiez. Traditionell wird dort rund um die Reeperbahn bis fr√ľh morgens getanzt, getrunken, gefeiert. Sowohl Polizei als auch Feuerwehr sprechen von einer ruhigen Silvesternacht. Aber wo vor ein paar Jahren noch Frauen auf das neue Jahr angesto√üen und gefeiert haben, waren diesmal √ľberwiegend M√§nner zu sehen. Das spiegelt sich auch in einer Pressemitteilung der Hamburger Polizei wieder, die gegen 8 Uhr am Morgen des 1. Januar verschickt wurde. Dort¬†hatte es gehei√üen, dass in diesem Jahr verh√§ltnism√§√üig wenige Frauen und viele M√§nner mit augenscheinlichem Migrationshintergrund¬† auf der Reeperbahn unterwegs waren. Auch zwei Reporter der Hamburger Allgemeinen Rundschau waren auf dem Kiez unterwegs. ‚ÄěNoch vor ein paar Jahren sah man mehrere Gruppen an Frauen, die fr√∂hlich aufs neue Jahr angesto√üen haben. Die sa√üen auf Bordsteinkanten, auf dem Spielbudenplatz oder hielten sich auf dem Hans-Albers-Platz auf. Das war in diesem Jahr anders‚Äú, sagt Lokalreporter Daniel Schmidt. Das es am schlechten Wetter gelegen habe, glaubt der 35-j√§hrige Journalist nicht. ‚ÄěSchlie√ülich waren ja auff√§llig viele M√§nner unterwegs. Denen hat der leichte Regen ja auch nichts angetan.‚Äú

Anl√§sslich der Silvesterfeierlichkeiten hielten sich in der Spitze nach Angaben der Polizei etwa 35.000 Besucher im Vergn√ľgungsviertel St. Pauli auf. Im Bereich Landungsbr√ľcken / Hafenrand waren bis zu 13.000 Personen zu verzeichnen, w√§hrend im Bereich des Jungfernstiegs bis zu 4.000 Personen feierten (etwa 8.000 Besucher im Bereich rund um die Binnenalster). Im Bereich Landungsbr√ľcken wurden ab 23:30 Uhr zahlreiche Stra√üen f√ľr den Fahrzeugverkehr gesperrt. In der Zeit von 23:48 bis 00:15 Uhr wurde aufgrund des hohen Besucheraufkommens die Durchfahrt f√ľr alle U- und S-Bahnen am Bahnhof Landungsbr√ľcken veranlasst. Die ersten Abwanderungen setzten hier bereits gegen 00:15 Uhr ein. Gegen 1:15 Uhr hielten sich nur noch etwa 500 Personen im Bereich Landungsbr√ľcken auf. Der Jungfernstieg wurde ab 23:03 Uhr aufgrund des hohen Besucheraufkommens f√ľr den Fahrzeugverkehr gesperrt, wie die Polizei mitteilt. Gegen 00:30 Uhr kam es hier zu starken Abwanderungen der Besucher. Gegen 1:15 Uhr hielten sich nur noch etwa 200 Personen im Bereich des Jungfernstiegs auf.

Im Bereich St. Pauli war der Hauptzulauf der Besucher in den Stra√üen Reeperbahn und Gro√üe Freiheit zu verzeichnen. Dabei verlief der Zulauf bis Mitternacht zun√§chst nur sehr schleppend. In der Stra√üe Gro√üe Freiheit wurde vor dem Hintergrund des dann in der Folge immer st√§rkeren Besucherzustroms zweimal im Bereich Beatles-Platz ein kontrollierter Zugang f√ľr den Fu√üg√§ngerverkehr veranlasst. Dar√ľber hinaus wurden durch die eingesetzten Polizeikr√§fte niedrigschwellig Ma√ünahmen wie Personen√ľberpr√ľfungen sowie Erteilen von Platzverweisen und Aufenthaltsverboten getroffen. Dadurch konnte eine √úberf√ľllung der Gro√üen Freiheit und die Gefahr einer Vielzahl damit einhergehender Straftaten wie in der Silvesternacht 2015/2016 weitgehend unterbunden werden.

Nach derzeitigem Sachstand wurden 126 Strafanzeigen (darunter 13 Strafanzeigen wegen Beleidigung auf sexueller Basis, eine Strafanzeige wegen Verdachts der sexuellen N√∂tigung) gefertigt. Gegen 69 Personen erteilten Polizeikr√§fte einen Platzverweis, gegen 38 Personen wurde ein Aufenthaltsverbot verh√§ngt. 34 Personen wurden in Gewahrsam genommen. Polizeibeamte nahmen dar√ľber hinaus 16 Personen vorl√§ufig fest.

Gegen 23:50 Uhr stellten Einsatzkräfte eine Gruppe von zehn Personen fest, die aus dem Bereich Karolinenplatz in Richtung Holstenglacis / Untersuchungshaftanstalt gingen und dort bis 00:20 Uhr den Jahreswechsel feierten. Ein versammlungsrechtlicher Charakter dieser Gruppe wurde nicht festgestellt.

Was war sonst noch los in Hamburg in der Silvesternacht?

Wie die Polizei mitteilt, trat bereits um 17:35 Uhr ein unbekannter junger Mann an eine Gruppe von 4 Jugendlichen heran, die sich auf einem Spielplatz in der Steilshooper Stra√üe in Hamburg-Barmbek-Nord aufgehalten hatten. Dieser f√ľhrte eine Luftdruckpistole mit sich und zeigte diese den Jugendlichen. Dabei l√∂ste sich pl√∂tzlich ein Schuss aus der Waffe und traf einen der Jugendlichen, einen 15-J√§hrigen, im Gesicht oberhalb des linken Auges. Dieser erlitt ein deutlich erkennbares H√§matom, das Auge blieb gl√ľcklicherweise unverletzt. Der unbekannte T√§ter fl√ľchtete sofort und kann durch keinen der Jugendlichen n√§her beschrieben werden. Der 15-J√§hrige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Das f√ľr die Region zust√§ndige Landeskriminalamt hat die weiteren Ermittlungen √ľbernommen. Zeugen, die Hinweise auf den unbekannten T√§ter geben k√∂nnen, werden gebeten, sich beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg unter der Rufnummer 040/428 65 67 89 zu melden.

Um 22:20 Uhr z√ľndete ein 30-j√§hriger Mann im Edwin-Scharff-Ring (Steilshoop) einen selbst gefertigten Knallk√∂rper. Das Selbstlaborat explodierte beim Z√ľnden allerdings bereits in seiner Hand. Der Mann kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Den 30-J√§hrigen erwartet dar√ľber hinaus ein Ermittlungsverfahren wegen des Versto√ües gegen das Sprengstoffgesetz. In der Zeit zwischen 18 Uhr und 6 Uhr r√ľckte die Polizei Hamburg zu insgesamt 1.624 Eins√§tzen aus.

Ein 39-J√§hriger hat am 1. Januar 2018 bei unsachgem√§√üem Umgang mit einem Feuerwerksk√∂rper schwere Verletzungen erlitten. Nach bisherigen Erkenntnissen hielt der sehr stark angetrunkene 39-J√§hrige eine von ihm selbst angez√ľndete Silvesterrakete bis zur Ausl√∂sung ihrer Licht- und Knalleffekte in der Hand. Hierbei erlitt er schwere Verletzungen an beiden H√§nden. Nach Angaben des vor Ort behandelnden Notarztes erlitt der Mann zudem eine schwere Verletzung am linken Auge und wird dieses m√∂glicherweise komplett verlieren. Der Mann wurde in ein Krankenhaus transportiert und dort station√§r aufgenommen. Lebensgefahr besteht nicht.

F√ľr die Feuerwehr Hamburg bedeutete der Jahreswechsel von 2017 auf 2018 eine im Vergleich zu den Vorjahren ruhige Silvesternacht. Insgesamt standen von 18 Uhr am 31.12. bis um 6 Uhr am Neujahrsmorgen 954 Eins√§tze zu Buche. Hiervon waren 217 Feuermeldungen, wovon der Gro√üteil so genannte ‚ÄěFeuer, klein‚Äú, also brennende Papierk√∂rbe oder M√ľlleimer waren. 727 medizinische Notf√§lle mussten bew√§ltigt werden, sowie 10 Technische Hilfeleistungen und sonstige Eins√§tze. Auch wenn insgesamt weniger Eins√§tze verzeichnet wurden, mussten unsere Einsatzkr√§fte zu einige schwerwiegenden Notf√§llen ausr√ľcken.

Im Wiebischenkamp (Eidelstedt) ist einem 26-jährigen Mann unter Alkoholeinfluss ein großer Böller in der Hand explodiert. Hierbei wurden ihm drei Finger der linken Hand weggesprengt und amputiert. Notfallsanitäter der Feuerwehr Hamburg und ein Notarzt versorgten den Patienten und brachten ihn in ein Krankenhaus mit einer Handchirurgie.

Im Schleswiger Damm (Schnelsen) wurde bei der nicht bestimmungsgemäßen Explosion einer Feuerwerksrakete ein 30-jähriger Mann so schwer verletzt, dass er sich 15% der Körperoberfläche am Bauch und an den Händen zweitgradig verbrannte.

In Allermöhe erlitt ein 12-jähriger Junge ein Knalltrauma, nachdem er offenbar mit Silvesterraketen beschossen wurde und diese in direkter Nähe zu ihm explodierten. Notfallsanitäter der Feuerwehr Hamburg versorgten den Jungen vor Ort, eine Beförderung in ein Krankenhaus wurde allerdings abgelehnt.

Im Stubbenhof (Hausbruch) gerieten durch Silvesterfeuerwerk Unrat und eine Holzverkleidung auf einem Balkon im 5. Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in Brand. Das Feuer konnte mithilfe eines C-Rohres gelöscht und die Brandausbreitung in die Wohnung verhindert werden. Der Einsatz dauerte eine Stunde.

Auf einer Baustelle in der Dratelnstra√üe (Wilhelmsburg) ist aus bislang unbekannter Ursache Mann innerhalb eines Neubaus vom 6. Obergeschoss in das 5. Obergeschoss abgest√ľrzt. Der Mann wurde mithilfe einer Drehleiter gerettet und mit dem Verdacht auf eine Querschnittsl√§hmung notarztbegleitet in ein Notfallkrankenhaus bef√∂rdert. Die alarmierten H√∂henretter der Feuerwehr Hamburg mussten nicht eingesetzt werden.

Im Stadtteil Ottensen wurde an der Elbchaussee eine 27-j√§hrige Frau durch eine fehlgeleitete Silvesterrakete schwer am Auge verletzt. Offenbar ist beim Z√ľnden der Rakete eine als Abschussbasis verwendete Flasche umgekippt und hat die Flugbahn der Rakete nachteilig ver√§ndert. Die Frau wurde durch Notfallsanit√§ter der Feuerwehr Hamburg versorgt und in ein Krankenhaus mit Augenklinik bef√∂rdert.

In der Helene-Lange-Stra√üe (Harvestehude) brach im Dach eines 5-geschossigen Wohnhauses auf einer Fl√§che von etwa 10 x 15 Metern ein Brand aus. Als die ersten Kr√§fte eintrafen schlugen die Flammen bereits aus dem Dach. √úber drei C-Rohre im Innenangriff, sowie √ľber ein Wenderohr einer Drehleiter wurde die Brandbek√§mpfung durchgef√ľhrt, wie die Feuerwehr mitteilt. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr konnte eine Brandausbreitung auf benachbarte Geb√§udeteile verhindert werden. Nach gut zweieinhalb Stunden konnte ‚ÄěFeuer aus‚Äú gemeldet werden, die Nachl√∂scharbeiten dauerten noch l√§ngere Zeit an.

In der Saling in (Hamm-Nord) brannte Unrat auf einem Balkon eines Mehrfamilienhauses, der offenbar durch eine Feuerwerksrakete entz√ľndet wurde. Durch die Einsatzkr√§fte der Feuerwehr Hamburg wurde ein C-Rohr zur Brandbek√§mpfung vorgenommen, mehrere Wohnungen, in die Brandrauch gezogen war, mussten anschlie√üend bel√ľftet werden.

Im Gojenbergsweg in (Bergdorf) musste ein 19-j√§hriger Mann von Notfallsanit√§tern der Feuerwehr Hamburg versorgt werden, nachdem er sich Verbrennungen an der linken Hand zugezogen hatte. Er wollte eine Silvesterrakete aus der Hand starten, verga√ü dar√ľber hinaus aber offenbar das Loslassen derselben.

Insgesamt wurden 46 Personen durch eigenes unvorsichtiges Handling mit Feuerwerksk√∂rpern, beziehungsweise durch Unachtsamkeit Anderer verletzt und durch Rettungskr√§fte der Feuerwehr Hamburg und der Hilfsorganisationen versorgt. In der Nacht der N√§chte waren gut 500 Einsatzkr√§fte der Berufsfeuerwehr an den Feuer- und Rettungswachen im Dienst. Alle 86 Freiwillige Feuerwehren Hamburgs haben mit √ľber 1.000 Einsatzkr√§ften ‚Äď ehrenamtlich ‚Äď Dienst geleistet. √úber 1.500 Feuerwehrm√§nner und -Frauen haben erfolgreich f√ľr die Sicherheit von Hamburgern und G√§sten der Freien und Hansestadt gesorgt.

Hinweis: Die Polizei Hamburg hat ihre urspr√ľngliche Pressemitteilung vom Morgen des 1. Januar 2018 korrigiert und um 11.43 Uhr widerrufen. Es solle sich lediglich um ‚Äěeine Situation‚Äú in der Nacht gehandelt haben, als auff√§llig wenige Frauen und viele junge M√§nner mit augenscheinlichem Migrationshintergrund in einer Stra√üe unterwegs waren.