Nachtschicht nicht nur für die „Nachtschicht“

Schauspielerin Tara Fischer steht in einem ehemaligen Hotel an der Louise-Schroeder-Straße in Altona vor der Kamera. Foto: FoTe Press

(mr). Wer in diesen Tagen nachts aufmerksam durch Hamburg läuft, kann schon mal den einen oder anderen hellen Scheinwerfer auf dem Bürgersteig stehen sehen. Es sind wieder Filmgesellschaften aktiv, die aktuell nachtszenen drehen. An der Spaldingstraße Ecke Nagelsweg in Hammerbrook beispielsweise werden an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen Aufnahmen für einen neuen ZDF-Krimi „Nqchtschicht“ produziert.

Ein leerstehendes Büro dient als Filmkulisse: die
Filmcrew hat mal eben eine Polizeiwache draus
gemacht. Fotos: FoTe Press

Für den 20. Film der ZDF-Kultkrimireihe „Nachtschicht“ mit dem Arbeitstitel „Sterben verboten“ versammelt Autor und Regisseur Lars Becker ein hochkarätiges Ensemble vor der Kamera. Neben Armin Rohde, Idil Üner, Sabrina Ceesay, Özgür Karadeniz und Albrecht Ganskopf spielen Sabrina Amali, Almila Bagriacik, Friederike Becht, Ercan Durmaz, André M. Hennicke, Fritz Karl, Roland Koch, Frederick Lau, Laurence Rupp, Jürgen Prochnow und andere.

Zum Inhalt teilt das ZDF mit: Kurz vor seinem 50. Geburtstag wird der Gangster Angelo Amtmann (Frederick Lau) aus dem Hochsicherheitstrakt entlassen – mit einer Fußfessel, die Alarm schlägt, sobald er Bewährungsauflagen ignoriert. Kaum wieder draußen, feiert Angelo im großen Stil auf St. Pauli – trotz blinkender Fußfessel. Alle Kiez-Größen machen ihre Aufwartung. Selbst Erichsen (Armin Rohde), der Angelo seinerzeit hinter Schloss und Riegel gebracht hat, schaut vorbei. Allerdings nicht, um mitzufeiern, sondern um die Party abrupt zu beenden, denn Angelo hat Kiez-Verbot. Als Angelo Erichsen ans Fenster zieht, um mit ihm sprechen, wird er von einem Sniper erschossen.
Erichsen und sein Team stürmen das Haus gegenüber und stellen fest, dass der Auftragskiller offensichtlich eine Rechts-Links-Schwäche hatte. Hat er Angelo vielleicht nur aus Versehen getötet? War möglicherweise Erichsen das eigentliche Opfer? Das KDD-Team wird es in dieser Partynacht herausfinden.

Es produziert Network Movie Film- und Fernsehproduktion GmbH. In einem Mehrfamilienhaus an der Eggerstedtstraße im Stadtteil Altona dreht das Filmteam von „Helen Dorn“ mit Anna Loos in der Hauptrolle. Gedreht wird hier auch in den Abend- und Nachtstunden. Zwei weitere Filme der ZDF-Samstagskrimireihe „Helen Dorn“ werden derzeit in Hamburg und Umgebung gedreht. Nach einem rätselhaften Todesfall ermittelt Kommissarin Helen Dorn (Anna Loos) in „Totentanz“ (Arbeitstitel) in der vielschichtigen und sehr speziellen Welt des Tanzsports und trifft dort auf unvermutete Abgründe. In „Schattenkrieg“ (Arbeitstitel) muss Helen Dorn den grausamen Mord an einer scheinbar unauffälligen Familie aufdecken, wobei sie in ein Geflecht aus Spionage, Verrat und düsteren Geheimnissen gerät.

Neben Tristan Seith, Nagmeh Alaei, Ernst Stötzner, Stipe Erceg, Maya Lauterbach und Alexandra Pfeifer spielen Wayne Carpendale, Elena Uhlig, Merab Ninidze, Tessa Mittelstaedt, Arne-Carlos Böttcher, Paloma Padrock, Pauline Pollmann, Julia Nachtmann, Aenne Schwarz, Birthe Gerken, Leander Lichti und andere. Friedemann Fromm führt erneut Regie und schrieb das Drehbuch zu „Totentanz“. Von Jeanet Pfitzer, Frank Koopmann und Roland Heep stammt das Drehbuch zu „Schattenkrieg“. Es produziert Network Movie Film- und Fernsehproduktion. Aktuell entstehen auch Aufnahmen in einem Bürugebäude an der Gasstraße in Bahrenfeld.

Armin Rohde am Filmset von „Nachtschicht“ am
12. März 2026 in Hamburg.

Auch das Team von „Sarah Kohr“ macht aktuell Nachtaufnahmen. In einem Hotel in Altona, in der überwiegend Flüchtlinge leben, entstehen mehrere Szenen. Ein handelt sich um einen weiteren Action-Thriller der „Sarah Kohr“-Reihe mit dem Arbeitstitel „Schmutzarbeit“, der in diesen Tagen in Hamburg und Umgebung gedreht wird.

Zum Inhalt teilt das ZDF mit: Bei einem nächtlichen Einsatz im Hamburger Hafen rettet Sarah Kohr (Lisa Maria Potthoff) den schwer verletzten Arbeiter Levan Kostava (Sandro Togonidze) vor zwei Männern, die ihn in der Elbe „entsorgen“ wollen. Doch bevor der Mann ins Krankenhaus gebracht werden kann, wird er samt Krankenwagen entführt.

Sarah Kohr versucht nicht nur den schwer Verletzten zu finden, sondern auch die Kriminellen zu stoppen, die hinter ihm her sind. Dabei stößt sie auf ein Netzwerk aus illegaler Zeitarbeit, organisiert von der Unternehmerin Mira Röver (Pheline Roggan). Unter vollem Körpereinsatz gelingt es Sarah Kohr schließlich, das ausbeuterische Netzwerk aufzudecken. Doch die Gegenseite schreckt vor nichts zurück, um ihr lukratives Geschäft beizubehalten.

Neben Herbert Knaup und Corinna Kirchhoff spielen Peter Lohmeyer, Michael Lott, Anano Makharadze, Stellan Torrn, Tara Fischer, Urs Rechn, Altamasch Noor, Charlotte Crome und andere. Mike Marzuk inszeniert das Drehbuch von Timo Berndt. Es produziert die film gmbh, Uli Aselmann und Sophia Aldenhoven, München.

Maria Furtwängler alias Charlotte Lindholm ermittelt seit fast 25 Jahren im „Tatort“ in Hannover sowie Städten und Dörfern in Niedersachsen. Gedreht wird aber auch in Hamburg.

Und nachts beziehungsweise in den Abendstunden wird auch eine neue Ausgabe der Krimireihe „Tatort“ gedeht. Der neue Fall von „Tatort“-Kommissarin Charlotte Lindholm ist ein ungewöhnlicher, rätselhafter Tod. In einem Pflegeheim für Menschen mit Demenz gibt es einen Unfall – zumindest vermeintlich. Dieser entpuppt sich jedoch als möglicher Mord, wie es vom Norddeutschen Rundfunk heißt. Bis Ende März wird Furtwängler bei den Dreharbeiten für den neuen Film mit dem Arbeitstitel „Tatort: König in Gelb“ vor der Kamera ermitteln. An ihrer Seite sind der Schauspieler Andreas Lust als Hauptkommissar Matthias Vogel sowie Thomas Thieme als Gustav König zu sehen. In der gesamten vergangenen Woche machte das Filmteam zahlreiche Innenaufnahmen an der Norderstraße. Zahlreiche Aufenthaltswagen, Masken- und Kostümmobile nahmen fast die ganze Straße in Beschlag. Einige Technik-Lkw und Cateringwagen parkten am Besenbinderhof.

Das Aufenthaltsmobil von Maria Furtwängler war übrigens vor Blicken Schaulustiger oder „Tatort“-Fans abgeschirmt: es stand fünf Tage lang in einem Innenhof eines Bürogebäudes. Streng bewacht von mehreren Sicherheitsmitarbeitern der Filmcrew.

Der eigentliche Schauplatz von Lindholms neuem Fall ist ein sogenanntes Demenzdorf. Menschen mit Demenz wird dort ein normales Alltagsleben ermöglicht. Das Demenzdorf befindet sich im niedersächsischen Kleinhude. Der Bewohner und allseits beliebte Herr König soll nach den Behauptungen von Hauptkommissar Vogel ein Serientäter sein, dem bereits sieben Menschen zum Opfer gefallen sind. Aber keiner will Vogel glauben, weshalb er seine Kollegin Charlotte Lindholm um Hilfe bittet.

Im Laufe der Ermittlungen stellt sich heraus, dass nicht nur Vogel ein Geheimnis hat, sondern auch die Leitung des Demenzdorfes. Und ganz allmählich beginnt Lindholm selbst, an ihrer Erinnerung zu zweifeln. Aber ihr Instinkt täuscht sie nicht: Es gibt mehrere verdächtige Personen.

Für „König in Gelb“ stehen neben Furtwängler, Lust und Thieme unter anderem Matthias Bundschuh, Marina Galic, Cornelius Schwalm, Kathrin Ackermann, Constantin von Jascheroff und Gerd Anthoff vor der Kamera. Regie führt Alexander Adolph. Nach bisherigen Angaben soll die Folge im Herbst dieses Jahres im Ersten und in der ARD Mediathek zu sehen sein.

Scheinwerfer beleuchten einen Polizeistreifenwasgen.