Bei Trauerfeier seines Vaters: Häftling haut ab

Die JVA FuhlsbĂĽttel in Hamburg. Foto: FoTe-Press

(ha/np). Eine filmreife Flucht am Montag, den 24. Februar 2020: Ein Häftling nutzte die Beerdigung seines Vaters, um zu türmen. Das teilt die Justizbehörde mit. Nach bisherigen Erkenntnissen war er an den Füßen gefesselt, als er auf einem Parkplatz auf dem Friedhofsgelände in ein Auto sprang und von einer anderen Person davon gefahren wurde. Die Fahndung wurde umgehend eingeleitet.

Der Vorfall hat sich am Montag, 24. Februar, gegen Mittag ereignet. Zum Zeitpunkt der Entweichung befanden sich zwei JVA-Beamte bei dem Gefangenen Ganija F. Für die Ausführung war die Fesselung angeordnet worden. Der Gefangene stammt aus Montenegro, wurde 1986 geboren und verbüßt derzeit eine Freiheitsstrafe wegen Körperverletzung, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Diebstahl. Seine reguläre Entlassung stand im April 2022 an. Wenige Minuten nach der Meldung des Vorfalls durch die beiden Beamten waren Einsatzkräfte der Polizei vor Ort. Die Fahndung wurde umgehend eingeleitet.


U3 LandungsbrĂĽcken barrierefrei

Eine U-Bahn der Linie 3 in Höhe der Haltestelle Baumwall. Symbolfoto: Röhe

(ha). Seit dem 14. Februar ist die U3-Haltestelle LandungsbrĂĽcken (U3) barrierefrei zu erreichen. Damit ermöglicht die Station auch älteren Menschen, Eltern mit Kinderwagen und Personen mit Handicap einen einfachen und bequemen Zugang zur U-Bahn. Nach weniger als einem Jahr Bauzeit konnten die Arbeiten zur Barrierefreiheit an der historischen und denkmalgeschĂĽtzten Station am Hafenrand abgeschlossen werden – etwa einen Monat frĂĽher als geplant, wie es in einer Mitteilung heiĂźt. Damit sind nun 80 Haltestellen (87 Prozent) im Hamburger U-Bahn-Netz barrierefrei zugänglich.

Die U3-Haltestelle Landungsbrücken hat nun zwei Aufzüge am östlichen Ende erhalten, die von der Straßenebene direkt bis auf die Bahnsteige führen. Die Bahnsteige wurden auf der kompletten Länge für einen niveaugleichen Ein- und Ausstieg erhöht. Ein sogenannter Gapfiller – eine mit beweglichen Gummilamellen bestückte Metallschiene – verkleinert die Lücke zwischen Bahnsteigkante und U-Bahn, die aufgrund der extremen Kurvenlage der Haltestelle besteht. Zudem erhielt die Station ein taktiles Leitsystem für sehbehinderte Menschen.

Neun Millionen an Investitionen

Insgesamt investierte die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) nach eigenen Angaben etwa neun Millionen Euro in das Senatsprogramm für den beschleunigten barrierefreien Ausbau des U-Bahn-Systems. Die übrigen etwa 23 Millionen Euro flossen in die grundlegende Sanierung und Instandsetzung der Haltestelle. Die U3-Haltestelle Landungsbrücken wurde im Jahr 1912 eröffnet. Heute nutzen sie täglich zirka 29.000 Fahrgäste.