Polizist schießt auf Autofahrer auf St. Pauli

Ein Streifenwagen der Polizei im Einsatz. Symbolfoto: Röhe

(ha). Nach einer Verkehrsunfallflucht mit anschließender StraßenverkehrsgefĂ€hrdung ist in den frĂŒhen Morgenstunden des 31. Oktober 2018 gegen 1 Uhr ein 35-jĂ€hriger Mann durch einen Schuss eines Polizeibeamten am Arm verletzt worden. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen verursachte der unter Alkoholeinfluss stehende 35-JĂ€hrige beim Einparken mit seinem Pkw Daimler Chrysler einen Verkehrsunfall im Hamburger Berg.

Als Zeugen den Fahrer, der inzwischen ausgestiegen war, hierauf ansprachen und die in der NĂ€he befindlichen Polizeibeamten informierten, setzte sich der 35-JĂ€hrige erneut in sein Fahrzeug und versuchte zu flĂŒchten. Hierbei beschleunigte er sein Fahrzeug stark in Fahrtrichtung Seilerstraße und fuhr direkt auf die herannahenden Polizeibeamten zu.

Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, mussten ein Zeuge sowie die Beamten zur Seite springen. Ein 41-jĂ€hriger Beamte machte von seiner Schusswaffe Gebrauch und verletzte den 35-JĂ€hrigen am Arm. Der 35-JĂ€hrige setzte seine Flucht weiterhin fort und fuhr kurz vor der EinmĂŒndung zur Simon-von-Utrecht Straße auf einen verkehrsbedingt haltenden Pkw Opel auf, welcher wiederrum auf den vor sich befindlichen Pkw Ford Mondeo geschoben wurde. Hierbei wurde ein 23-jĂ€hriger Insasse leicht verletzt.

Der 35-JĂ€hrige wurde am Unfallort schließlich von den Polizeibeamten vorlĂ€ufig gestellt und vorlĂ€ufig festgenommen. Der aus Afghanistan stammende Mann wurde medizinisch Erstversorgt und in ein Krankenhaus transportiert, wo er nach einer Operation stationĂ€r aufgenommen wurde. Es bestand keine Lebensgefahr. Der Daimler Chrysler wurde sichergestellt. Die Ermittlungen des DIE (Dezernat fĂŒr Interne Ermittlungen) und des VUD (Verkehrsunfalldienstes) dauern an.


Modedesigner macht XXL-Selfie im noblen Alsterhaus

Ja wo ist er denn? Stardesigner Guido Maria Kretschmer suchte das Bad in der Menge und machte nicht nur ein XXL-Selfie mit mehreren Fans, sondern auch noch Einzelfotos. Fotos: Röhe

(mr). Es sollte das grĂ¶ĂŸte Selfie mit seinen Fans werden, das es bislang gab und dieser Wunsch erfĂŒllte sich offenbar auch. Denn als Stardesigner Guido Maria Kretschmer um Punkt 13 Uhr vom zweiten in den ersten Stock des Alsterhauses die Treppe herunter lief, warteten bereits mehrere Hundert Fans und begrĂŒĂŸten ihn mit einem donnernden Applaus. Der 53-jĂ€hrige Guido Maria Kretschmer stĂŒrzte sich direkt ins GetĂŒmel und machte sowohl ein XXL-Seflie mit seinen Hamburger Fans, als auch einzelne Selfies. Wer glaubt, es waren nur Frauen anwesend, der irrt. Gut gelaunt und lĂ€ssig in blauem Anzug posierte der Stardesigner auch immer wieder zwischen MĂ€nnern, die ein Foto mit sich und dem Designer schießen wollten. „Ich habe lange auf diesen Moment hingefiebert. Jetzt genieße ich diesen Moment“, sagte Kretschmer. Wer sich nicht einreihen und sich mit dem „echten“ Stardesigner ablichten wollte, der konnte sich neben einer lebensgroßen Figur aus Pappe stellen. Wer so ein Selfie auf seinem Smartphone an der Kasse vorzeigen konnte, bekam sogar einen Rabatt von 20 Prozent.

Aber warum kam Guido Maria Kretschmar ĂŒberhaupt nach Hamburg und machte dieses riesengroße Selfie? Er wollte die Werbetrommel fĂŒr die erste Ausgabe seines Frauenmagazins namens „Guido“ rĂŒhren. Das Magazin ist ab sofort im Handel und konnte natĂŒrlich auch vor Ort gekauft und von Kretschmer persönlich unterschrieben werden.

Es handelt sich um ein Frauenmagazin, das die Frauen liebt – der Claim des neuen Magazins lautet: „Eine von Euch“.  Der „Shopping Queen“-Moderator (links im Bild mit der ersten Ausgabe seines Magazins)  bezeichnet das Heft im Editorial selbst als „die Guido“. Herausgegeben wird das Magazin vom Verlag Gruner + Jahr, der seinen Sitz direkt am Hamburger Hafen hat. Es startet mit einer Auflage von 250.000 Exemplaren und soll kĂŒnftig zehn Mal im Jahr publiziert werden.

Übrigens: Fans von Guido Maria Kretschmer sollten ihr Smartphone oder Autogramm-Buch startklar halten: am Freitag, dem 26. Oktober 2018 ist er ab 16.30 Uhr im Haus der Photographie an den Deichtorhallen zu sehen. Dort gibt es eine Vernissage eines großen Modekonzerns. Auch Palina Rojinski und Gabo sind mit dabei.


Polizei gibt Tipps zum Einbruchschutz

Ein Einbrecher am Werk. Symbolfoto: FoTe-Press

(ha). AnlĂ€sslich des bundesweiten Tags des Einbruchschutzes öffnet die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle (LKA FSt 33) am kommenden Sonntag (28. Oktober 2018) ihre TĂŒren. „Nach wie vor ist die BekĂ€mpfung des Wohnungseinbruchs ein Schwerpunktthema der Polizei Hamburg“, teilt die Ermittlungsbehörde mit. In der Zeit von 11 bis 17 Uhr können Besucher ohne vorherige Terminabsprache einen Rundgang durch die Ausstellung machen und GesprĂ€che mit Experten fĂŒhren. Dabei kann sich jeder intensiv, umfassend und produktneutral ĂŒber die Möglichkeiten des Einbaus von Sicherungstechnik informieren. Zudem besteht zwischen 13 und 15 Uhr die Gelegenheit, VortrĂ€ge zum Thema „Einbruchschutz“ zu besuchen. Der 28. Oktober 2018 ist auch der bundesweite Tag des Einbruchschutzes. Unter dem Slogan „Eine Stunde mehr fĂŒr mehr Sicherheit“ wird die
Zeitdifferenz der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit symbolisch genutzt und zur Erhöhung der individuellen Sicherheit eingesetzt.

Anschrift: Caffamacherreihe 4 (am Standort des Polizeikommissariats 14).


Tricksereien beim „Tatort“-Dreh mit Wotan Wilke Möhring

Dreharbeiten fĂŒr einen neuen „Tatort“ mit Franziska Weisz und Wotan Wilke Möhring. Foto: Röhe

(mr). Beim Fernsehen wird geschummelt was das Zeug hĂ€lt. Den besten Beweis zeigen die Dreharbeiten fĂŒr eine neue Folge der Krimireihe „Tatort“ mit Franziska Weisz und Wotan Wilke Möhring in den Hauptrollen, die noch bis Mitte Oktober in Hamburg und Umgebung gedreht wird.

Die erste Trickserei beginnt mit dem Drehort: In einem ArchitekturbĂŒro in der Weidestraße im Stadtteil Barmbek wurden die BĂŒros mal eben zu einer Wache der Autobahnpolizei umgebaut. Ein Empfangstresen mit der Aufschrift „Autobahnpolizei Niedersachsen“ begrĂŒĂŸt die GĂ€ste. An den Schreibtischen stehen Monitore, Ordner und SchriftstĂŒcke mit dem Vermerk „Polizei Niedersachsen“. An einigen ArbeitsplĂ€tzen sind kleine Polizei-Modellautos drapiert. Das GroßraumbĂŒro an der Weidestraße bildet in der Krimireihe die Basis fĂŒr die Ermittlungsarbeit der Kommissare Julia Grosz (Franziksa Weisz) und Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring). Hier wird ein HeckenschĂŒtze gesucht, der auf einem Autohof auf einen LKW-Fahrer geschossen hat und unerkannt geflĂŒchtet ist.

Architekten als Komparsen

Trickserei Nummer zwei: Die Polizisten, die Falke und Grosz als Ermittlerteam zur Seite stehen, sind in Wirklichkeit die Architekten. Im richtigen Leben befassen sie sich mit der technischen, wirtschaftlichen, funktionalen und gestalterischen Planung und Errichtung oder Änderung von GebĂ€uden und Bauwerken – nach den SchĂŒssen auf den LKW-Fahrer kĂŒmmern sie sich jetzt um das Umfeld der Spedition und versuchen heraus zu bekommen, ob es sich bei dem TĂ€ter um einen psychisch gestörten EinzeltĂ€ter oder um eine Auseinandersetzung im Truckermilieu handelt.

Filmfahrzeuge als Polizeistreifenwagen

Trickserei Nummer drei: Die Polizeifahrzeuge, die in der Folge im kommenden Jahr in der ARD zu sehen sein werden, sind in Wirklichkeit keine. Eine Verleihfirma von Einsatzfahrzeugen bietet Filmproduzenten an, fĂŒr einen bestimmten Zeitraum solche Fahrzeuge einzusetzen. Wenn das Fiilmteam den Drehort Ă€ndert, mĂŒssen die Aufschrift „Polizei“ und das Blaulicht abgedeckt sein. Auch die Filmkennzeichen werden durch richtige, amtlich zugelassene Kfz-Zeichen ersetzt. Apropos Kennzeichen: bei einem Film-Polizeifahrzeug ist das Filmkennzeichen WL PI 9834 zu sehen. WL steht fĂŒr Winsen an der Luhe. Die weitere Buchstaben- und Zahlenkombination gibt es allerdings nicht bei der Polizei Niedersachsen. Fahrzeuge der niedersĂ€chsischen Polizei haben die Nummern 3 oder 7, nicht 9. Es gibt aber BundeslĂ€nder, in denen auch Polizeifahrzeuge eine 9 als erste von drei Zahlen haben. Dazu zĂ€hlen unter anderem Hessen.

Trickserei Nummer vier: UnabhĂ€ngig vom Wetter wird die Folge in der vorgegebenen Zeit gedreht. Dabei kann es schon mal sein, dass es an einem Tag regnet, am Tag darauf die Sonne scheint. Um Sonne zu simulieren, werden bei Dreharbeiten riesige Scheinwerfer eingesetzt. Und es gibt auch folgende Situation: Nachtszenen werden am Tage gedreht. Damit der Fernsehzuschauer nichts mitbekommt, werden kurzerhand sĂ€mtliche Fenster mit schwarzen VorhĂ€ngen verhĂŒllt.

Neben Wotan Wilke Möhring und Franziska Weisz stehen Milan Peschel, Levin Liam, Charlotte Lorenzen und Oana Solomon vor der Kamera. Das Buch schrieb Oke Stielow. Unter Leitung von Regisseur Stephan Rick entsteht bis zum 12. Oktober 2018 in Hamburg und Umgebung die sechste Folge mit dem Ermittler-Duo Falke und Grosz. Das Erste zeigt den NDR „Tatort: Kollateralschaden“ voraussichtlich im kommenden Jahr.