Teure Tanne: Bußgelder fĂŒr illegal geschlagenem Weihnachtsbaum

Tannenbaum am Horner Kreisel in Hamburg. Dieser ist fĂŒr die Allgemeinheit aufgestellt. Foto: Röhe

(np). Zweifelsohne gehört zu Weihnachten traditionell ein Weihnachtsbaum. Er gehört zu Weihnachten wie der Osterhase zu Ostern, ohne Weihnachtsbaum ist Weihnachten nur halb so schön. Am Fuße werden all die schönen Geschenke und SĂŒĂŸigkeiten drapiert, der Baum selbst mit Baumkugeln und Lametta geschmĂŒckt. FĂŒr viele Menschen stellt es offenbar ein Problem dar, den richtigen Baum fĂŒr das Familienfest zu finden. So hat jeder seine eigene Vorstellung davon, wie groß er sein darf. Auch der Wachstum bezĂŒglich der Tannen spielt eine große Rolle – einige wĂŒnschen es sich fĂŒllig, andere hingegen wollen es lieber lichter. Auch der Kostenfaktor eines Weihnachtsbaumes spielt fĂŒr viele Menschen eine Rolle.  Eine Nordmanntanne beispielsweise kostet in Hamburg je nach QualitĂ€t zwischen 16 und 22 Euro pro laufendem Meter, fĂŒr Blaufichten mĂŒssen Kunden zwischen 10 und 14 Euro und fĂŒr Fichten etwa 6 bis 8 Euro bezahlen. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich einige Personen entweder schlicht einen Weihnachtsbaum klauen oder sich auf den Weg ins Hamburger Umland machen, um in den dortigen WĂ€ldern unerlaubter Weise selbst ihren Baum fĂ€llen. Dabei sollte allerdings immer beachtet werden, dass dies einen Straftatbestand darstellt und mit einer Geldbuße oder sogar GefĂ€ngnisstrafe bedacht werden kann. Denn Diebstahl (auch der eines Baumes) ist kein Kavaliersdelikt. Denn: der Baum an sich steht meist auf einem PrivatgrundstĂŒck, so dass zusĂ€tzlich zum Diebstahl also immer auch Hausfriedensbruch hinzu kommt. Die Mindeststrafe als Bußgeld in den einzelnen BundeslĂ€ndern hat Ihre Hamburger Allgemeine Rundschau einmal fĂŒr Sie zusammen getragen:

Baden-WĂŒrttemberg (keine Angaben)
Bayern 50 Euro bis 50.000 Euro
Berlin (keine Angaben)
Brandenburg 50 Euro bis 10.000 Euro
Bremen 50 Euro bis 20.000 Euro
Hamburg 50 Euro bis 50.000 Euro
Hessen (keine Angaben)
Mecklenburg-Vorpommern 50 Euro bis 100.000 Euro
Niedersachsen 100 Euro bis 50.000 Euro
Nordrhein-Westfalen 40 Euro bis 12.500 Euro
Rheinland-Pfalz (keine Angaben)
Saarland 50 Euro bis 10.000 Euro
Sachsen 50 Euro bis 15.000 Euro
Sachsen-Anhalt (keine Angaben)
Schleswig-Holstein (keine Angaben)
ThĂŒringen 500 Euro bis 25.000 Euro

(Quelle: www.bussgeld-info.de/baum-faellen/) Übrigens: Wer körperliche Anstrengung nicht scheut oder ein Faible fĂŒr HolzfĂ€ller-Romantik hat, kann seinen Weihnachtsbaum auch ganz legal selber fĂ€llen. Dazu bieten einige Kaufleute in Hamburg und Umgebung jedermann die Gelegenheit. Unter anderem gehören die Revierförstereien Gut Schönau, Revierförsterei Volksdorf, Revierförsterei Alt-Erfrade oder die Revierförsterei im Niendorfer Gehege dazu. Auch in Elmshorn kann auf dem Tannenhof-bornholdt die Tanne selbst geschlagen werden.


Datenklau am Geldautomaten nimmt in Hamburg zu

BetrĂŒger schlagen auch in Hamburg immer wieder an Geldautomaten zu. Viele Geldautomaten werden manipuliert. Foto: FoTe-Press

(mr). In den vergangenen vier Jahren gingen die BetrugsfĂ€lle an Geldautomaten zurĂŒck, wie aus den jeweiligen KriminalitĂ€tsstatistiken hervor geht. Im Jahr 2017 gibt es allerdings eine dramatische Wende: von Januar bis November 2017 gab es 53 FĂ€lle von „Skimming“ (Manipulation von Geldautomaten), im gesamten vergangenen Jahr wurden 15 FĂ€lle in Hamburg registriert. Zugleich stieg auch die Schadenssumme durch das AusspĂ€hen von Kartendaten und Geheimnummer (PIN) von Bankkunden. Beim „Skimming“ kopieren Kriminelle die Kundendaten, spĂ€hen per Blick ĂŒber die Schulter oder ĂŒber versteckte Kameras die Eingabe der Geheimzahl aus und rĂ€umen dann mit Hilfe von blitzschnell erstellen Kartendubletten an auslĂ€ndischen Automaten die Konten leer. Bundesweit gab es von Januar bis November 2017 insgesamt 476 Manipulationen von Geldautomaten, wie „Euro Kartensysteme“ (ein Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Banken und Sparkassen) mitteilt.

Hamburg kam mit 53 FĂ€llen an dritter Stelle hinter Berlin mit 267 und Nordrhein-Westfalen mit 67 FĂ€llen. In den ersten elf Monaten des Vorjahres waren es noch 344 FĂ€lle. Die BruttoschĂ€den durch den Einsatz von Kartendubletten betrĂŒgen etwa zwei Millionen Euro – das sind mehr als 30 Prozent mehr als in den elf Monaten des Vorjahres (circa 1,6 Millionen Euro).

Tipps zum richtigen Umgang mit einer Geldkarte am Geldautomaten finden Sie hier.