664 offizielle Fälle mit dem Coronavirus in Hamburg

Das Rathaus in der Hamburger Innenstadt. Foto: FoTe-Press

(ha). Seit der gestrigen Meldung wurden in Hamburg 158 weitere Fälle von Erkrankungen mit COVID-19 bestätigt. Damit ist die Zahl der in Hamburg gemeldeten Fälle auf nunmehr insgesamt 664 angestiegen. Das teilt der Senat mit.

Der weiterhin deutliche Anstieg der Fallzahlen wird nach wie vor in einem hohen Anteil durch Urlaubsr√ľckkehrer verursacht. Bei vielen traten Erkrankungssymptome erst mit zeitlicher Verz√∂gerung auf, so dass sie erst mit einigem Abstand zum eigentlichen Ferienende getestet wurden. In den kommenden Tagen wird bundesweit mit einem weiteren deutlichen Anstieg der positiv getesteten F√§lle gerechnet. Die zust√§ndigen Gesundheits√§mter ergreifen bei allen positiv getesteten Personen die notwendigen Ma√ünahmen.

Informationen zu Risikogebieten des RKI

Nach wie vor gehen die berichteten Krankheitsverläufe in der Regel mit leichten bis mittleren grippeähnlichen Symptomen einher. Nach aktuellem Stand befinden sich derzeit 26 Personen mit Wohnort Hamburg aufgrund einer Erkrankung mit COVID-19 in stationärer Behandlung, davon werden sechs Personen intensivmedizinisch betreut.

Dazu sagt Gesundheitssenatorin Cornelia Pr√ľfer-Storcks: ‚ÄěDie Zahlen derjenigen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, steigen sowohl in Hamburg als auch bundesweit deutlich. Ich appelliere deshalb eindringlich an alle Hamburgerinnen und Hamburger, sich an die Regeln und Einschr√§nkungen des Senats zu halten. Unser oberstes Ziel ist es, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und damit Zeit zu gewinnen. Daf√ľr ist jeder Einzelne von uns gefragt.‚Äú

Allgemeinverf√ľgung Besch√§ftigung an Sonn- und Feiertagen/ Arbeitszeit

Vor dem Hintergrund der Ausbreitung des Coronavirus erl√§sst die Beh√∂rde f√ľr Gesundheit und Verbraucherschutz durch eine Allgemeinverf√ľgung eine bis zum 30. April 2020 befristete Ausnahme vom Besch√§ftigungsverbot an Sonn- und Feiertagen und f√ľr Abweichungen von bestimmten Beschr√§nkungen des Arbeitszeitgesetzes.

Folgende Tätigkeiten werden bewilligt:

  • Produktion, Verpacken (inkl. Abf√ľllen), Kommissionieren, Liefern, Be- und Entladen und Einr√§umen:
  • von Waren des t√§glichen bzw. periodischen Bedarfs (beispielsweise Hygieneartikel, Lebensmittel),
  • von Medizinprodukten, Medikamenten sowie weiteren apotheken√ľblichen Artikeln,
  • von Produkten, die zur Eingrenzung, Bek√§mpfung und Bew√§ltigung des Infektionsgeschehens durch Coronavirus (SARS-CoV-2) eingesetzt werden.
  • Medizinische Behandlung und Versorgung von Patientinnen und Patienten einschlie√ülich Assistenz- und Hilfst√§tigkeiten.

Dar√ľber hinaus darf bei bestimmten Berufsgruppen die zul√§ssige t√§gliche Arbeitszeit auf maximal zw√∂lf Stunden pro Tag verl√§ngert werden:

  • Not- und Rettungsdiensten sowie bei Werksfeuerwehren,
  • zur Aufrechterhaltung der √∂ffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie der Funktionsf√§higkeit von Gerichten und Beh√∂rden und f√ľr Zwecke der Verteidigung,
  • in Krankenh√§usern und anderen Einrichtungen zur Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen,
  • beim Rundfunk, bei Nachrichtenagenturen sowie bei den der Tagesaktualit√§t dienenden T√§tigkeiten f√ľr andere Presseerzeugnisse, bei tagesaktuellen Aufnahmen auf Ton- und Bildtr√§ger,
  • in Verkehrsbetrieben,
  • in den Energie- und Wasserversorgungsbetrieben sowie in Abfall- und Abwasserentsorgungsbetrieben,
  • in der Landwirtschaft und in der Tierhaltung sowie in Einrichtungen zur Behandlung und Pflege von Tieren,
  • im Bewachungsgewerbe und bei der Bewachung von Betriebsanlagen,
  • bei der Aufrechterhaltung der Funktionsf√§higkeit von Datennetzen und Rechnersystemen.

Der vollst√§ndige Text der Allgemeinverf√ľgung ist unter www.hamburg.de/coronavirus ver√∂ffentlicht.


Hamburger Großmarkt: Regulär geöffnet und keine Engpässe

(ha). Als wichtiger Versorgungsbetrieb hat der Hamburger Gro√ümarkt auch weiterhin zu den bekannten Verkaufszeiten ge√∂ffnet. Alle H√§ndler und die Gro√ümarktverwaltung stehen den Einzelh√§ndlern von Obst- und Gem√ľsefachgesch√§ften, Wochenm√§rkten und Gastronomiebetrieben im vollen Umfang zur Verf√ľgung.

Im Zusammenhang mit dem Auftreten des Coronavirus (COVID-19) gibt es zunehmend Nachfragen, ob das Virus durch importierte Nahrungsmittel √ľbertragen werden kann und ob es in Deutschland zu Nahrungsmittelengp√§ssen kommen k√∂nne. Nach Aussage des Bundesministeriums f√ľr Ern√§hrung und Landwirtschaft (BMEL), ist es unwahrscheinlich, dass importierte Waren wie Lebensmittel die Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein k√∂nnten. Hauptgrund daf√ľr ist die relativ geringe Umweltstabilit√§t der Viren.  Diese Aussage beruht auf Grundlage der Erkenntnisse und Einsch√§tzung des Bundesinstituts f√ľr Risikobewertung (BfR).


Auch sind alle Produkte wie gewohnt auf dem Gro√ümarkt Hamburg verf√ľgbar. Es gibt keinerlei Engp√§sse. Durch die ver√§nderten Logistikketten aus S√ľdeuropa und die teilweise noch bestehenden Wartezeiten an den Grenzen haben sich die Transportkosten erh√∂ht, was zu gestiegenen Preisen bei einigen Obst- und Gem√ľsesorten gef√ľhrt hat. Alle Informationen rund um die Versorgung mit Lebensmitteln finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums f√ľr Ern√§hrung und Landwirtschaft https://www.bmel.de


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