Ihre Hamburger Allgemeine Rundschau wĂŒnscht farbenfrohe Ostern

Das Team Ihrer Hamburger Allgemeinen Rundschau wĂŒnscht allen Lesern schöne Osterfeiertage. Grafik: FoTe-Press

Endlich haben wir Ostern! Angefangen haben die Feiertage wieder mit dem GrĂŒndonnerstag – der Auftakt zu den Osterfeiertagen mit all den braunen Hasen und bunten Eiern. Falls Sie arbeiten mĂŒssen, Ă€rgern Sie sich nicht schwarz. Es lohnt sich auch nicht blau zu machen. Ihr Chef zeigt Ihnen sonst sicher die gelbe, wenn nicht sogar die rote Karte. Vor Scharm könnten Sie dann erröten und womöglich in ein schwarzes Loch fallen. Gehen Sie mit positiven Gedanken in den Tag hinein – nach dem Motto „grĂŒn ist Hoffnung“. Sollte zu Ostern noch Schnee liegen, reiben Sie sich ruhig die Augen – Ende MĂ€rz oder Anfang April ist das erlaubt. Blicken Sie dabei keinesfalls durch eine rosarote Brille und bedenken Sie: die Welt ist nicht nur schwarzweiß. Es gibt auch eine Grauzone. Erwarten Sie keine besinnliche Morgenröte, verzichten Sie auf eine blaue Fahne und sprechen Sie von keiner Schwarzmalerei. Wenn Sie all dies beherzigen, haben Sie sicher ein farbenfrohes Osterfest – das weiß Matthias Röhe.


Promi-GrabstÀtte des Monat

Das Grab von Schriftsteller Siegfried Lenz. Foto: Röhe

(mr). WĂ€hrend viele Zeitungen regelmĂ€ĂŸig ĂŒber aktuelle TodesfĂ€lle in Form von Todesanzeigen berichten, stellt Ihnen die Hamburger Allgemeine Rundschau darĂŒber hinaus Monat fĂŒr Monat eine ausgewĂ€hlte GrabstĂ€tte eines Prominenten vor: Politiker, Schauspieler, SĂ€nger, Sportler, KĂŒnstler.

In diesem Monat zeigen wir Ihnen die GrabstĂ€tte von Hamburgs EhrenbĂŒrger und Schriftsteller Siegfried Lenz. Der gebĂŒrtige Ostpreuße starb am 7. Oktober 2014 im Alter von 88 Jahren in Hamburg.

GrabstÀtte von Siegfried Lenz

Auf der Trauerfeier am 28. Oktober 2014 im Hamburger Michel sprachen unter anderem Hamburgs Erster BĂŒrgermeister Olaf Scholz, Schleswig-Holsteins MinisterprĂ€sident Thorsten Albig und der OberbĂŒrgermeister der polnischen Stadt Elk, der Lenz‘ Verdienste um die Versöhnung zwischen Polen und Deutschland wĂŒrdigte. Auch Bundeskanzler a. D. Helmut Schmidt sprach von der Gelassenheit, die er mit seinem langjĂ€hrigen Freund Siegfried Lenz gemein hatte und lobte seinen vorbildlichen Charakter: „‚Siggi‘ war ein Mann mit einem großen EinfĂŒhlungsvermögen. Er war ein Mann von Freundlichkeit und Bescheidenheit. FĂŒr mich blieb er ein Mann ohne erkennbare SchwĂ€che. Ich werde ihn sehr vermissen.“ Schleswig-Holsteins MinisterprĂ€sident Torsten Albig ging auf die RegionalitĂ€t von den Geschichten des Schriftstellers ein: „Weltliteratur braucht nicht zwingend die große BĂŒhne. Sie kann sehr wohl im Kleinen stattfinden: in RugbĂŒll, in Egelund, in IsenbĂŒttel.“

Siegfried Lenz war neben Hamburg auch EhrenbĂŒrger des nördlichsten Bundeslandes. In Schleswig-Holstein hatte Lenz in Tetenhusen bei Schleswig ein Ferienhaus, in dem er viele Werke schrieb und mit seinen Landschaftsschilderungen dem Norden ein literarisches Denkmal setzte.

GrabstÀtte von Siegfried Lenz

Der grĂ¶ĂŸte Erfolg von Siegfried Lenz wurde der 1968 erschienene Roman „Deutschstunde“ (1968), der auch international eine breite Leserschaft anzog. Es folgten weitere erfolgreiche Romane wie „Heimatmuseum“ (1978), „Der Verlust“ (1981), „Die Klangprobe“ (1990) oder beispielsweise „Die Auflehnung“ (1994), die Lenz an die Seite der großen deutschen Autoren wie Heinrich Böll, GĂŒnter Grass oder Martin Walser stellten. Im Alter von 82 Jahren schrieb Siegfried Lenz seine erste Liebesgeschichte. Die Novelle „Schweigeminute“ war mit etwa 360.000 verkauften Exemplaren der Überraschungserfolg des Jahres 2008. Lenz umfasst mit seinen Arbeiten alle literarischen Gattungen einschließlich Hörspiele, TheaterstĂŒcke, Essays, humoristische ErzĂ€hlungen und Dramen. Siegfried Lenz, einer der meistgelesenen deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit, wurde am 28. Oktober 2014 an der Seite seiner ersten Frau Liselotte, mit der er 56 Jahre lang verheiratet war, beigesetzt. Die GrabstĂ€tte befindet sich auf dem Friedhof Groß-Flottbek in Hamburg.

Unsere Bilder oben zeigen die GrabstĂ€tte drei Tage nach seiner Beisetzung. Auf dem Grabstein sind zu diesem Zeitpunkt bereits sein Name, sowie Geburts- und Sterbedatum eingraviert. Auf RĂŒcksichtnahme der Angehörigen geben wir keine exakte Beschreibung zur Grablage bekannt. Wir bitten um VerstĂ€ndnis.

Lesen Sie bitte auch den Artikel â€žHier ruhen Hamburgs Persönlichkeiten“.

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