Polizei Hamburg warnt vor Erpressungen per E-Mail

Symbolfoto: FoTe-Press

(ha). In den vergangenen Tagen sind in Hamburg und Umgebung vermehrt E-Mails aufgetaucht, mit denen Personen erpresst werden sollen. Das teilt die Polizei mit. In den E-Mails wird den Angeschriebenen suggeriert, dass die Täter Zugriff auf deren Computer erlangt haben. Unter der Androhung, persönliche Daten und Videos von sexuellen Handlungen der Geschädigten zu veröffentlichen, fordern die Täter nun die Zahlung einer Geldsumme per Bitcoin-Zahlungssystem. In vielen Fällen wird ein von den Geschädigten genutztes Passwort in der E-Mail genannt und der Eindruck erweckt, die E-Mail stamme vom eigenen E-Mail-Account des Geschädigten, um der Forderung Nachdruck zu verleihen und den Druck auf die Geschädigten zu erhöhen.

Verschiedene Tätergruppierungen verschicken diese E-Mails zurzeit massenhaft weltweit an unzählige Personen. Nach aktuellen Erfahrungen liegen keine Hinweise vor, dass die betroffenen Rechner in irgendeiner Weise manipuliert wurden. Die Versender der E-Mails hatten keinen Zugriff auf die Kamera, den E-Mail-Account oder die persönlichen Daten und Kontakte der Geschädigten, teilt die Polizei mit. Die Manipulation von Absenderadressen in E-Mails ist mit einfachen Mitteln möglich. Dies ist kein Hinweis darauf, dass ein E-Mail-Zugang gehackt wurde. Die Täter nutzen Daten, wie die E-Mail-Adressen und Passwörter, die sie an anderer Stelle Рbeispielsweise durch Datendiebstahl bei Providern und Online-Händlern Рrechtswidrig erlangt haben.

Die Polizei Hamburg rät:

– Sollten Sie eine entsprechende erpresserische E-Mail erhalten, lassen Sie diese unbeantwortet. – Gehen Sie auf keinen Fall auf die Forderung ein! – Wechseln Sie ggf. Ihr Passwort und nutzen Sie f√ľr verschiedene Anwendungen und Onlineh√§ndler unterschiedliche Passw√∂rter.


Christian Schwarz √ľbernimmt Chefposten bei der Feuerwehr

Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr Hamburg. Symbolfoto: FoTe-Press

(ha).¬†Der neue Amtsleiter der Feuerwehr Hamburg ist am heutigen Donnerstag (1. November) offiziell in sein Amt eingef√ľhrt worden. Innensenator Andy Grote √ľberreichte dem Leitenden Branddirektor Christian Schwarz am Vormittag in der Innenbeh√∂rde seine Ernennungsurkunde. Anschlie√üend nahm Schwarz vor der Feuer- und Rettungswache am Berliner Tor die traditionellen Insignien des Feuerwehr-Chefs, einen Schl√ľssel zu allen Wachen der Freien und Hansestadt Hamburg sowie einen historischen Leder-L√∂scheimer, aus den H√§nden des Innensenators entgegen. Christian Schwarz folgt auf Oberbranddirektor Klaus Maurer, der nach zw√∂lfj√§hriger Amtszeit als Leiter der Feuerwehr Hamburg in den Ruhestand gegangen ist.

Schwarz steht seit mehr als zwei Jahrzehnten im Dienst der Feuerwehr. Der 50-j√§hrige promovierte Chemiker war vor seinem Wechsel nach Hamburg zuletzt verantwortlich f√ľr die Aus- und Fortbildung der Feuerwehren und Katastrophenschutzkr√§fte in Bayern. Zuvor hatte Schwarz nach Studium und Promotion seine Ausbildung f√ľr den h√∂heren feuerwehrtechnischen Dienst bei der Berufsfeuerwehr Stuttgart absolviert und war dort bis zum stellvertretenden Leiter der Einsatzabteilung aufgestiegen, bevor er 2002 Chef der Staatlichen Feuerwehrschule in Geretsried (Bayern) wurde. Als langj√§hriger Leiter einer gro√üen Ausbildungseinrichtung der Feuerwehren Deutschlands bringt er eine hohe Expertise f√ľr die Entwicklung der personellen und strategischen Zukunftsf√§higkeit der Feuerwehr insgesamt mit. Zudem leitete er zahlreiche wichtige Projekte, verantwortete unter anderem den Aufbau der Integrierten Leitstellen f√ľr Feuerwehr und Rettungsdienst in Bayern und stellte damit seine Modernisierungskompetenz unter Beweis.

‚ÄěMit Christian Schwarz haben wir einen ausgewiesenen Feuerwehrfachmann gewonnen, der den laufenden Modernisierungsprozess der Feuerwehr Hamburg mit gro√üer Tatkraft vorantreiben wird. Ich bin davon √ľberzeugt, dass er mit seiner analytischen St√§rke und Innovationsorientierung in den n√§chsten Jahren die entscheidenden Impulse f√ľr die Weiterentwicklung unserer hochprofessionellen Gro√üstadt-Feuerwehr setzen wird‚Äú, sagte¬†Hamburgs Innensenator Andy Grote.

Wichtige Zukunftsprojekte der Feuerwehr Hamburg sind unter anderem die Entwicklung der neuen Rettungsleitstelle ‚Äď ein Hightech-Projekt, das voraussichtlich 2022 den Betrieb aufnehmen wird, sowie der Bau weiterer Feuerwachen an der Tunnelkette der Autobahn 7. Gleichzeitig gilt es, den laufenden Personalaufbau bei der Feuerwehr konsequent weiterzuf√ľhren. Hamburgs Feuerwehr-Chef Christian Schwarz: ‚ÄěIch freue mich au√üerordentlich auf die neue Aufgabe, in einer wundersch√∂nen Stadt eine der gr√∂√üten deutschen Feuerwehren leiten zu d√ľrfen und mit einer h√∂chst professionellen Organisation zuk√ľnftig f√ľr die Sicherheit der B√ľrgerinnen und B√ľrger in Hamburg zu sorgen.‚Äú


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‚ÄěDrei Engel f√ľr Charlie‚Äú: spielen Sicherheitsleute ‚Äěwilde Sau‚Äú?

Dreharbeiten in Hamburg f√ľr den Kinofilm „Drei Engel f√ľr Charlie“. Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes ma√üen sich zum Teil hoheitliche Befugnisse an und verhindern zum Teil mit Schubsen von Personen, dass sie keine Fotos oder Videos von den Dreharbeiten machen. Foto: FoTe-Press

(mr). Dreharbeiten in Hamburg: aktuell wird in der Hansestadt die dritte¬†Fortsetzung des Kinofilms ‚ÄěDrei Engel f√ľr Charlie‚Äú¬†produziert. Teilweise an zwei Sets zeitgleich dreht das Filmteam Szenen f√ľr den Kinofilm. Hamburger und viele Touristen gehen durch die Speicherstadt oder an der Au√üenalster entlang und sto√üen auf das Filmteam. Immerhin stehen unter anderem Kristen Stewart, Elizabeth Banks, Naomi Scott, Ella Balinska, Patrick Stewart, Djimon Hounsou, Jonathan Tucker und Luis Gerardo M√©ndez vor der Kamera. Wo gedreht wird, kommen auch immer Schaulustige. Meist z√ľcken sie ihr Handy und machen Erinnerungsfotos von den Dreharbeiten. Aber pl√∂tzlich kommen Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma angerannt. ‚ÄěBitte keine Fotos‚Äú. Manche stellen sich dreist vor die Passanten, halten teilweise ihre Hand vor die Smartphones. Wer sich nicht daran h√§lt, sein Handy herunter zu nehmen, wird teilweise auch schon mal beiseite geschubst. Professionelle Fotografen mit langen Objektiven werden sogar absichtlich schikaniert, in dem sie verfolgt werden. ‚ÄěEin junger Mann hat mich auf Schritt und Tritt bel√§stigt und sich immer vor mich gestellt‚Äú, sagt ein Fotograf, der als freier Mitarbeiter f√ľr eine Fotoagentur arbeitet. Er war schon kurz davor die Polizei zu rufen. ‚ÄěWenn ich hinter der Absperrung stehe ist es normaler √∂ffentlicher Raum, von dem aus ich fotografieren kann‚Äú, echauffiert sich der Fotograf und erg√§nzt: ‚ÄěDie Sicherheitsleute spielen sich auf, als als h√§tten sie hoheitliche Aufgaben, nur weil auf ihrem Pullover `Sicherheit`steht‚Äú.

Einen √§hnlichen Fall vom Amtsanma√üung gab es auch in Hannover. Wie die Kollegen der¬†Hannoverschen Allgemeinen¬†berichten, hatte eine Mitarbeiterin eines Sicherheitsdienstes im Hauptbahnhof Hannover einem Passanten das Filmen mit dem Handy verboten, ihm es sogar aus der Hand geschlagen. Ein Amtsrichter verurteilte sie per Strafbefehl zur Zahlung von 600 Euro. Auch bei den Dreharbeiten in Hamburg kann von N√∂tigung gesprochen werden, wenn es das Sicherheitspersonal √ľbertreibt, Fotos oder Videos zu verhindern.

Filmcrew blockiert unerlaubte Parkplätze

Das n√§chste Vergehen ist ebenfalls als N√∂tigung sehen. Was war passiert? Die Filmcrew hatte eine¬†Genehmigung, am 13. Oktober 2018¬†in einer gewissen Zeit in der Stra√üe Neuer Jungfernstieg Dreharbeiten durchzuf√ľhren. Dazu beantragte sie bei der Beh√∂rde eine Drehgenehmigung. Teile der Stra√üe wurden mit Parkverbotsschildern (Zeichen 283 StVO) versehen, die eindeutig einen ganz klar definierten Bereich zum absoluten Parkverbot erkl√§ren. Auch in der Fehlandtstra√üe durfte das Filmteam mit seinen Produktionsfahrzeugen stehen. Mindestens 30 Parkpl√§tze standen f√ľr die Allgemeinheit nicht zur Verf√ľgung. Als w√§re das nicht f√ľr die zahlreichen Hamburger und Touristen (an einem Sonnabend!) schon einschr√§nkend genug, haben sich Sicherheitsmitarbeiter erdreist, noch unerlaubt zus√§tzliche Parkpl√§tze zu blockieren. Eine Mitarbeiterin (Foto links) stellte sich kurzerhand mit zwei H√ľtchen in eine Parkl√ľcke. Mindestens zwei Fahrzeugf√ľhrer wollten dort einparken, diskutierten auch mit den Mitarbeitern ‚Äď vergeblich.

Die rechtliche Frage dazu: d√ľrfen sich Mitarbeiter einer Filmproduktion einfach eigenm√§chtig ihren vorher definierten und¬†von der Beh√∂rde zugeteilten Bereich¬†erweitern und einfach weitere Teile absperren und gar Parkpl√§tze blockieren? ‚ÄěNat√ľrlich nicht‚Äú, stellt Sorina Weiland, Sprecherin des Bezirksamtes Hamburg-Mitte klar. Aber: ‚ÄěDas ist Sache der Polizei als Stra√üenverkehrsbeh√∂rde, die f√ľr das Absperren von Parkpl√§tzen eine Stra√üenverkehrsbeh√∂rdliche Anordnung erl√§sst.‚Äú

Also ein eindeutiges Nein. In der Stra√üenverkehrsordnung (StVO) hei√üt es im Paragraf 12 Absatz 5:¬† ‚ÄěAn einer Parkl√ľcke hat Vorrang, wer sie zuerst unmittelbar erreicht; der Vorrang bleibt erhalten, wenn der Berechtigte an der Parkl√ľcke vorbeif√§hrt, um r√ľckw√§rts einzuparken oder wenn sonst zus√§tzliche Fahrbewegungen ausgef√ľhrt werden, um in die Parkl√ľcke einzufahren.¬†2 Satz¬†1 gilt entsprechend, wenn an einer frei werdenden Parkl√ľcke gewartet wird.‚Äú

Sprich: weshalb auch immer der Parkplatz von der Filmcrew blockiert wurde, h√§tte ein jeder Autofahrer diesen Parkplatz nutzen d√ľrfen. F√ľr diesen bestimmten Bereich galt keine Einschr√§nkung durch entsprechende Beschilderung, somit sind Personen oder Sperrh√ľte rechtlich nicht bindend.

Haben sich Passanten oder Autofahrer √ľber die Dreharbeiten der Hollywood-Produktion bei der Beh√∂rde beschwert? ‚ÄěEs gibt eine Beschwerde √ľber die Dreharbeiten zu `3 Engel f√ľr Charlie` im Bereich Altl√§nder Stra√üe/Oberhafenbr√ľcke. Eine Radfahrerin kam nicht durch und musste 15 Minuten warten‚Äú, teilt Sorina Weiland als Sprecherin des Bezirksamtes Hamburg-Mitte auf Anfrage mit.

Kommentar:¬†Liebe Filmcrew: wir danken euch, dass ihr Hamburg als Filmkulisse nutzt. Wenn Hamburg in einem Kinofilm zu sehen ist, ist es Werbung. Werbung f√ľr Hamburg. Es kommen dadurch Touristen in die Stadt, die wiederum in unseren Hotels √ľbernachten und Geld in die Stadt sp√ľlen. Auch eine Produktionsfirma f√ľr Film- und Fernsehen sp√ľlt Geld in die Stadt. Die Crew und die Schauspieler √ľbernachten schlie√ülich in den Hotels. Drehgenehmigungen bringen auch der Beh√∂rde Geld ein. Aber dennoch m√ľssen auch Sie sich an geltendes Recht halten. Wenn Sie f√ľr einen bestimmten Bereich ganze Stra√üenz√ľge absperren, so halten Sie sich auch bitte an diesen Bereich und handeln nicht eigenm√§chtig und vergr√∂√üern mal eben diesen Bereich so, wie es Ihnen gerade passt. Daf√ľr hat n√§mlich ein normaler B√ľrger kein Verst√§ndnis. Wenn schon Parkpl√§tze eingeschr√§nkt werden, so ist es schon √§rgerlich genug.

Was das Fotografieren betrifft, liebe Filmcrew: so m√ľssen Sie es hinnehmen, dass Passanten hinter der Absperrung Fotos und Videos machen. Wenn Hollywoodgr√∂√üen in Hamburg vor der Kamera stehen, zieht es nun mal auch immer Schaulustige an. Wenn Sie es verhindern wollen, dass Fotos gemacht werden, m√ľssen Sie den absperrten Bereich (durch eine Beh√∂rde!) entweder vergr√∂√üern oder Sie m√ľssen LKW oder Sichtschutzw√§nde aufstellen. Hat ein Passant von einem √∂ffentlichen Grund und Boden aus Einsicht auf die Dreharbeiten, kann er Fotos und Videos machen. Fotografen (auch Berufsfotografen) zu n√∂tigen, in dem sich Mitarbeiter der Sicherheitsfirmia permanent vor das Objektiv stellen, ist eine Straftat! Schubsen oder auch nur mit einer Hand eine Person wegzudr√§ngen geht gar nicht. Auch dies stellt einen Straftatbestand dar ‚Äď und bringt ein ganz schlechtes Bild auf die Sicherheitsbranche. Wollte die Sicherheitsbranche nicht mal daran arbeiten, ihr Image zu verbessern? Sie haben jetzt die Chance dazu.

Haben auch Sie √§hnliche Probleme mit Mitarbeitern aus der Sicherheitsbranche erlebt? Stellen Sie unbedingt einen Strafantrag bei der Polizei. Werden Sie vor Ort bedroht oder gen√∂tigt, dann rufen Sie sofort die Polizei √ľber 110.


Sterne-Köche und Prominente kochen zugunsten der Hamburger Tafel

(ha).¬†Schlemmen, Sterne-K√∂che und TV-Stars treffen ‚Äď und dabei Gutes tun. Vom 2. bis 27. Oktober k√∂nnen die Besucher des¬†Einkaufszentrums am Hamburger Fernsehk√∂che wie Stefan¬†Marquard, Nils Egtermeyer und Andr√© Stolle erleben und deren au√üergew√∂hnliche Gerichte¬†genie√üen. Je ein Euro pro Portion flie√üt an die Hamburger Tafel e.V.
Gemeinsam werden die bekannten Spitzenk√∂che die Speisekarten der Gastronomen mit besonderen Raffinessen und Verfeinerungen bereichern. Kunden der Europa Passage k√∂nnen ihnen dabei im Oktober abwechselnd √ľber die Schulter¬†und in die T√∂pfe gucken. Der sympathische Sternekoch Andr√© Stolle beginnt am 2. Oktober, es folgt am 4. Oktober Fernseh- und Starkoch Nils¬†Egtermeyer.¬†¬†Am. 5. Oktober bruzzelt Sat.1-Gastronomietester Harry Schulz bei¬†‚ÄěCamachos‚Äú. Und so geht es spannend immer weiter. Sternekoch Stefan Marquard ist am¬†18. Oktober live in der ‚ÄěEssBar‚Äú zu erleben. T√§glich werden sich im Oktober in der Europa Passage w√§hrend der √ľblichen¬†√Ėffnungszeiten die Koch- und Fernsehstars an einer von Howden K√ľchen gesponserten Profi-K√ľche abwechseln. Unterst√ľtzt werden sie von Prominenten wie Tetje Mierendorf,¬†Yasmina Filali, Sarah Knappik, Paul Janke, den Spielern der Hamburg Towers und vielen¬†weiteren bekannten Fernsehpers√∂nlichkeiten.

Hier eine √úbersicht der einzelnen Live-Cooking-Termine in der Europa Passage, die ebenfalls noch folgen:

18.10.¬†‚Äď Stefan Marquard

19.10. ‚Äď Jolina Fust

20.10.¬†‚Äď Sarah Knappik

24.10.¬†‚ÄstPricilla Klein

25.10. ‚Äď Silva Gonzalez und Stefanie Schanzleh ‚Äď Hot Banditoz

26.10. ‚Äď Carsten Spengemann

Los geht es stets jeweils um 12:00 Uhr. Moderiert werden die Koch-Events von Hamburgs Radio-Liebling Maren Bockholdt.


Betr√ľger im Stadtgebiet unterwegs

Ein Streifenwagen der Polizei im Einsatz. Symbolfoto: Röhe

(ha).¬†Die Polizei Hamburg warnt erneut vor Betr√ľgern im Hamburger Stadtgebiet, die sich telefonisch als Polizeibeamte und/oder Staatsanw√§lte ausgeben und insbesondere √§ltere Menschen dazu bewegen,¬†hohe Bargeldsummen auszuh√§ndigen, zu hinterlegen oder zu √ľberweisen.¬†In einem aktuellen Fall wurde ein 76-j√§hriger Mann √ľber mehrere Tage von einem angeblichen Polizeibeamten und einem angeblichen Staatsanwalt telefonisch kontaktiert. Die Betr√ľger erkundigten sich nach den finanziellen Verh√§ltnissen des Mannes, woraufhin dieser angab, einen gr√∂√üeren Bargeldbetrag in einem Bankschlie√üfach aufzubewahren. Diese Information nutzten die T√§ter, um dem Mann vorzut√§uschen, es gebe aktuelle Ermittlungen im Zusammenhang mit Bankschlie√üf√§chern, in welchen Falschgeld gelagert werde. Der 76-J√§hrige wurde in der Folge aufgefordert, das vermeintliche Falschgeld aus seinem Schlie√üfach abzuholen und als Postsendung an eine ihm √ľbermittelte Anschrift in die T√ľrkei zu verschicken. Diesem kam der 76-J√§hrige nach. Als er dar√ľber hinaus aufgefordert wurde, eine weitere Bargeldsumme per Blitz√ľberweisung ebenfalls in die T√ľrkei zu senden, wurde ein Bankmitarbeiter aufmerksam und verst√§ndigte die Polizei.¬†Die weiteren Ermittlungen hat das Landeskriminalamt √ľbernommen.

Die Polizei Hamburg rät:

H√∂ren Sie auf Ihr Bauchgef√ľhl und nehmen Sie sich Zeit, die Anrufe¬†zu √ľberdenken. K√∂nnen diese abenteuerlichen Geschichten wirklich stimmen?

Wenden Sie sich an eine Person Ihres Vertrauens und erz√§hlen Sie ihr von den Anrufen ‚Äď egal, welche Anweisungen Sie vom Anrufer erhalten haben!

Wählen Sie die 110 (oder eine eigens recherchierte Nummer) und sprechen Sie mit der richtigen Polizei.

Bedenken Sie:

Die Polizei erfragt keine Bankdaten wie Kontonummer, Kontostand oder Inhalt vom Schließfach! Auch fragt sie nicht nach Verstecken von Wertsachen und Geld bei Ihnen zu Hause.

Die Polizei setzt Sie niemals unter dem Vorwand, Ermittlungsbeh√∂rden unterst√ľtzen zu m√ľssen, unter Druck!

Die Polizei wird Sie niemals auffordern, Geld von der Bank abzuheben und dies beispielsweise zur √úbergabe vor dem Haus zu deponieren oder an einen vermeintlichen Polizisten zu √ľbergeben.


Elisabeth Kreth ist neue Präsidentin des Sozialgerichts

Symbolfoto: Das Gerichtsgebäude am Sievekingsplatz in der Innenstadt Hamburgs. Foto: FoTe-Press

(ha).¬†Seit gut drei Wochen ist sie bereits am Sozialgericht t√§tig, am 13. September folgte nun die offizielle Amtseinf√ľhrung der neuen Pr√§sidentin am Sozialgericht Elisabeth Kreth. ‚ÄěViele Kolleginnen, Kollegen und Weggef√§hrten nahmen an dem Festakt teil‚Äú, sagte¬†Marion Klabunde, Sprecherin der Justizbeh√∂rde.¬†Justizsenator Till Steffen f√ľhrte bei seiner Rede aus: ‚ÄěDie F√§lle des Sozialgerichts erfordern oft z√ľgiges und besonnenes Handeln in menschlich tragischen Situationen. Die Menschen, die hier arbeiten, meistern diese Herausforderungen jeden Tag auf bemerkenswerte Weise. Trotz dieser hohen Belastung und der st√§ndig steigenden Anzahl an Verfahren, erlebe ich hier im Haus aber immer einen ganz starken Leistungswillen. Die Richter lassen nicht nach und sie schrecken nicht zur√ľck. Sie stellen sich ihrer sicher oft schwierigen Aufgabe und bem√ľhen sich trotz des Zeitdrucks ihrem eigenen hohen Anspruch stets gerecht zu werden. Denn das ist ihr richterliches Selbstverst√§ndnis und das beeindruckt mich zutiefst.‚Äú

Steffen hob hervor, dass Elisabeth¬†Kreth eine enorme Bereicherung f√ľr das Gericht sei. So bringe sie nicht nur eine enorm breite Berufserfahrung und einen herausragenden juristischen Sachverstand mit, sondern auch eine offene unkomplizierte Art und einen ganz frischen Blick auf die Dinge.

Elisabeth Kreth, 59 Jahre, ist 1988 in den h√∂heren Justizdienst der Freien und Hansestadt Hamburg eingetreten. Sie sa√ü von April 2018 bis August 2018 einem Senat des Finanzgerichts vor, wo sie bereits seit 2001 Beisitzerin war. Zuvor war sie viele Jahre Beisitzerin am Verwaltungsgericht, dort befasst unter anderem mit dem Sozialrecht. Zwischen 1996¬† und 1998 war sie an das Bundesministerium der Justiz als Referentin f√ľr Besonderes Verwaltungsrecht abgeordnet. Kreth war bis 2016 Mitglied des Pr√§sidiums des Deutschen Richterbundes. Von 2015 bis 2018 war sie die Vorsitzende des Richterrats des Finanzgerichts. Sie ist au√üerdem ausgebildete Mediatorin und am Finanzgericht als G√ľterichterin t√§tig.

Nun folgt sie auf Marianne Schulze, die im November 2017 nach 17 Jahren als Präsidentin des Sozialgerichts in den Ruhestand getreten ist.


Der Dienstwagen von Peter Tschentscher. W√§hrend der CSD-Parade 2018 lief Hamburgs Erster B√ľrgemeister zusammen mit Senatorin Melanie Leonard und der Zweiten B√ľrgermeisterin Katharina Fegebank eine kurze Strecke zu Fu√ü. Aus Sicherheitsgr√ľnden fuhr seine gepanzerte Limousine nur wenige Meter vor ihm. Foto: R√∂he

Sind Schutzma√ünahmen f√ľr Politiker hochgefahren worden?

(mr).¬†In der Vergangenheit gab es schon einige Attacken auf Politiker. Im April 1990 beispielsweise auf Oskar Lafontaine (SPD).¬†Eine geistig verwirrte Frau griff damals den damaligen saarl√§ndischen Ministerpr√§sidenten und Kanzlerkandidaten auf einer Wahlkampfveranstaltung in K√∂ln mit einem Messer an. Sie verletzt ihn lebensgef√§hrlich. Im Oktober des selben Jahres schie√üt ein geistig verwirrter Mann¬†bei einer Wahlkampfveranstaltung im badischen Oppenau auf den Bundesinnenminister Wolfgang Sch√§uble (CDU). Sch√§uble ist seitdem querschnittsgel√§hmt und sitzt im Rollstuhl. Auf den damaligen Regierenden B√ľrgermeister von Berlin, Walter Mopmer (SPD) wurde im August 1991 mit einem Holzkn√ľppel eingeschlagen. Au√üerdem spr√ľhten ihm Vermummte Reizgas ins Gesicht. Auf Joschka Fischer (Gr√ľne) wurde im Mai 1999 w√§hrend einer Debatte auf einem¬†Sonderparteitag der Gr√ľnen in Bielefeld ein Farbbeutel-Anschlag ver√ľbt. Der damalige Bundesau√üenminister wurde am Ohr getroffen und erlitt einen Trommelfellriss. Politikerin Angelika Beer (Gr√ľne) wurde von einem¬†Unbekannten im Juni 2000 in Berlin mit einem Messer angegriffen und verletzt. Sie hatte zuvor mehrere Morddrohungen erhalten.

Auch Hamburger Politiker Ziel von Messer-Attacke

Auch in Hamburg kam es schon zu √ľbergriffen auf Politiker: Eine geistig verwirrte Frau verletzte den damaligen Hamburger Justizsenator Roger Kusch (CDU) bei einem Wahlkampfauftritt im Februar 2004 in der Hansestadt mit einem Messer.

Diese Beispiele von¬†Attentaten r√ľcken die Gef√§hrdung von Politikern in den Fokus. In Deutschland genie√üen der Bundespr√§sident, Bundeskanzler, s√§mtliche Minister des Bundeskabinetts, Parteivorsitzende, Fraktionschefs und alle ehemaligen Amtstr√§ger Personenschutz. Bundespr√§sidenten und -kanzler bis zum Lebensende. Das zust√§ndige Bundeskriminalamt (BKA) erarbeitet eine so genannte Gef√§hrdungseinsch√§tzung, nach der sich auch die Zahl der Personensch√ľtzer¬†richtet. Auch alle 16 Ministerpr√§sidenten haben einen Rund-um-die-Uhr-Schutz ‚Äď allerdings ist daf√ľr das jeweilige Landeskriminalamt (LKA) des entsprechenden Bundeslandes zust√§ndig.

Personensch√ľtzer haben Schichtdienste im In- und Ausland

Aus Sicherheitsgr√ľnden geben sowohl BKA als auch LKA keine genaue Angaben zu den Sch√ľtzern und den Besch√ľtzten. Gesch√§tzt wird, dass sich in Deutschland zwischen 600¬†und 800¬†Polizisten allein um die hochrangigen Politiker k√ľmmern. Alleine die Anzahl an Personensch√ľtzern von Bundeskanzlerin Angela Merkel wird aktuell mit 18 bis 24 beziffert. Das sind Personen,¬† die zum¬†engeren Kreis der pers√∂nlichen Bewacher z√§hlen ‚Äď nicht ‚Äěnormale‚Äú Polizisten, die als Objektbewacher vor den Wohnsitzen der Kanzlerin stehen.

Allerdings sind diese gesch√§tzt 18 bis 24 Personensch√ľtzer nicht alle gleichzeitig um sie herum. Es gilt das Beamtenrecht: Sie machen ihre Arbeit im In- und Ausland im Schichtdienst. Es gibt teilweise langj√§hrige pers√∂nliche Verbindungen: Beispielweise gab es einen Besch√ľtzer des Bundespr√§sidenten a. D. Johannes Rau, der ihn durch alle √Ąmter begleitete und in dieser Bewacher-Funktion sein 25- J√§hriges Dienstjubil√§um¬†feierte.

Vier LKA-Beamte sch√ľtzen Hamburgs B√ľrgermeister

Auch¬†Politiker wie Hamburgs Erster B√ľrgermeister Peter Tschentscher (SPD, quasi ein Ministerpr√§sident) werden rund um die Uhr an fast jedem Ort von Personensch√ľtzern bewacht. Diese Sorgfalt erstreckt sich streng genommen bis zur Schlafzimmer- oder Toilettent√ľr. In der Regel sind st√§ndig zwei LKA-Beamte in unmittelbarer Umgebung zu Hamburgs Erstem B√ľrgermeister, bei √∂ffentlichen Auftritten sind es in der Regel vier Personensch√ľtzer. Aufmerksame Beobachter allerdings k√∂nnen gerade aktuell feststellen, dass die Schutzma√ünahmen offenbar hochgefahren wurden. Zwei Beispiele: Bei einem Pressetermin auf dem Hamburger Fernsehturm, zudem nur wenige Pressevertreter und eine Handvoll verlesener Besucher (die eine Besichtigung des Tele-Michels gewonnen hatten) oben auf der Aussichtsplattform geladen waren, gab sich auch der B√ľrgermeister Tschentscher die Ehre. Mit dabei: drei bewaffnete Beamte des LKA, die den B√ľrgermeister auf Schritt und Tritt verfolgten. Notwendig oder √ľbertriebene Ma√ünahme? Immerhin kamen dort nur registrierte und vorher namentlich bekannte Personen hoch.

Bei der Christopher Street Parade (CSD-Parade) versammelte sich der B√ľrgermeister zusammen mit Senatorin Melanie Leonard, der Zweiten B√ľrgermeisterin Katharina Fegebank, sowie weiteren Politikern und Pers√∂nlichkeiten wie Olivia Jones, um den Startschuss der Parade zu geben. Auch hier waren wieder vier LKA-Beamte vor Ort und sicherten den B√ľrgermeister in alle Richtungen ab. Das war schon bei seinen Amtsvorg√§ngern wie Ole von Beust und Olaf Scholz der Fall. Sie hatten allerdings in der Regel drei, nicht vier Personensch√ľtzer um sich herum. Aber eine Auff√§lligkeit gab es diesmal schon: der Dienstwagen des Ersten B√ľrgermeisters war nur wenige Meter von ihm entfernt. Um ihm herum mehrere Polizisten, die die CSD-Parade begleiteten.

Warum der Dienstwagen die Strecke mitfuhr, die der B√ľrgermeister zu Fu√ü absolvierte, ist nicht bekannt. Bekannt ist allerdings: Vier Personensch√ľtzer f√ľr den Hamburger B√ľrgermeister kosten viel Geld ‚Äď und zwar f√ľr den Steuerzahler! Neben Peter Tschentscher werden auch Innensenator Andy Grote und (Anlass bedingt) weitere Senatoren besch√ľtzt.¬†In vielen F√§llen sind auch Ehefrauen in das Schutzprogramm mit¬†einbezogen. Bezahlt von der Allgemeinheit, dem Steuerzahler.