Schnee in Hamburg: Winterdienst seit 2 Uhr unterwegs

Wintereinbruch in Hamburg. Mehrere Zentimeter Schnee bedecken Hamburgs Straßen und Gehwege. Foto: FoTe-Press

(ha/np). Hamburger, die aus dem Fenster schauen, wundern sich: Hamburgs Straßen und Rasenflächen haben sich in der Nacht zu heute in eine weiße Winterlandschaft verwandelt. Deshalb ist der Winterdienst der Stadtreinigung Hamburg (SRH) seit 2 Uhr auf Hamburgs verkehrswichtigen Fahrbahnen sowie Radwegen und anliegerfreien Gehwegen im Einsatz.

Ab 2 Uhr waren bereits 20 sogenannte „Sofortruffahrer und -fahrerinnen“ im Einsatz, die glatte Streckenabschnitte abstreuten und sich dabei insbesondere auf kälteempfindliche Abschnitte wie Brücken sowie Strecken in Wald- und Gewässernähe konzentrierten. Seit etwa 6.30 Uhr kontrollieren etwa 40 Streuwagenfahrer und -fahrerinnen mit ihren Fahrzeugen die Fahrbahnen und weitere zirka 30 Fahrer:innen die Radwege sowie Gehwege ohne Anlieger und streune bei Bedarf.

Schneefall bei Lufttemperaturen und Belagstemperaturen um den Gefrierpunkt können vereinzelt zu vorübergehender Schneematschbildung führen. Der Schnee taut auf den Belägen schnell weg, dennoch birgt auch nasser Schneematsch Risiken. Die SRH bittet deshalb alle Verkehrsteilnehmenden, sich trotz des Einsatzes vorsichtig fortzubewegen. Anlieger fordert die SRH ausdrücklich auf, ihrer Streu- und Räumpflichtpflicht nachzukommen und so gemeinsam mit der SRH für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden zu sorgen.

Am Vormittag ist mit Tauwetter und steigenden Temperaturen zu rechnen.

Besonderheit in diesem Winter: Mit einem umgebauten Streufahrzeug testet die SRH diesen Winter drei alternative Streustoffe auf zwei Radwegstrecken. Heute Morgen findet der Test in der Karolinenstraße statt. Radfahrende können vor Ort mitmachen und ihre Meinung zu den Taustoffen äußern. Mit dem Projekt E-WIN „Effizienter Winterdienst auf Radverkehrsanlagen am Beispiel der Stadt Hamburg“ folgt die SRH einem Forschungsauftrag des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr für effiziente und ökologisch sinnvolle Streumittel auf Radwegen.

So funktioniert der Winterdienst:

Bei Schnee- und Eisglätte sorgt der Winterdienst der Stadtreinigung Hamburg (SRH) mit bis zu 850 Einsatzkräften in rund 360 Fahrzeugen dafür, dass etwa 3.200 Streukilometer auf verkehrswichtigen Fahrbahnen, 660 Kilometer wichtige Gehwege ohne winterdienstpflichtige Anlieger, 8.400 „Zebrastreifen“ und mehr als 4.250 Bushaltestellen geräumt und gestreut werden. Das Winterdienstnetz für den Radverkehr wurde überarbeitet und deutlich ausgeweitet. Die SRH bearbeitet nun eine Strecke von etwa 600 Kilometern. Auf 34 Kilometer Radwegen in Harburg und Bergedorf testet die SRH weiterhin Blähton als umweltverträglichen Streustoff, denn auf Geh- und Radwegen abseits der Fahrbahnen ist nach dem Hamburgischen Wegegesetz der Gebrauch von Tausalz oder tausalzhaltigen Mitteln untersagt. Der Einsatz von Tausalz ist nur auf Fahrbahnen einschließlich Radfahrstreifen erlaubt.

Einsatzzentrale: Rund um die Uhr besetzt

Die Einsatzzentrale des Winterdienstes der SRH ist seit dem 1. November 2021 und noch bis zum 31. März 2022 rund um die Uhr besetzt. Von hier aus hält die SRH Kontakt mit Polizei, HVV und Wetterdiensten, überwacht das Wettergeschehen und koordiniert die Streueinsätze.

Rufbereitschaften: Schon mittags an die kommende Nacht denken

Auf Grundlage der Vorhersagen der Wetterdienste und der Daten der neun eigenen Glättemeldeanlagen gibt die SRH mittags eine Rufbereitschaft für die Einsatzkräfte heraus. Diese sind dann innerhalb der Rufbereitschaftszeiten jederzeit erreichbar.

Sofortruf-Fahrer für gefährlich glatte Stellen

Zwölf sogenannte „Sofortruf“-Fahrer und Fahrerinnen sichern bei Bedarf örtlich glatte Stellen auf Fahrbahnen, die die Polizei oder der HVV der SRH-Winterdienstzentrale meldet. Hinzu kommen die zehn „Sofortruf“-Fahrer, die sich um die Meldungen glatter Stellen auf Gehwegen ohne Anlieger, an Bushaltestellen und auf Radwegen kümmern.

Das ist neu beim Winterdienst auf Radwegen

Um den wachsenden Radverkehr im Winterdienst adäquat mit zu berücksichtigen, wächst auch das Winterdienstnetz für den Radverkehr entsprechend mit und wird weiter optimiert. Erstmalig wurde in diesem Jahr ein neues und zusammenhängendes Winterdienstnetz für den Radverkehr definiert. Dieses orientiert sich nicht mehr primär an Kfz-Hauptverkehrsstraßen, sondern sowohl an Velorouten als auch an wichtigen Hauptverkehrsstraßen mit nachweislich hohem Radverkehrsaufkommen. Statt wie bislang einmal werden ab der kommenden Wintersaison 2021/22 alle Radstrecken grundsätzlich zweimal bearbeitet, da hierdurch signifikant bessere Ergebnisse erzielt werden. Alle Teile des Netzes werden gleichzeitig und nicht nach Prioritätsstufen hintereinander bearbeitet, da alle Räumfahrzeuge bei Einsatz des Schneefalls gleichzeitig losfahren. Die wichtigen Radialachsen für Pendler*innen aus den Bezirken Harburg und Bergedorf in die innere Stadt werden bei dem optimierten Konzept mitberücksichtigt.

Schnee und Eis auf Gehwegen müssen in Hamburg die Eigentümer der anliegenden Grundstücke entfernen. Das gilt ausnahmslos und überall in Hamburg von der kleinen Wohnstraße bis zur Fußgängerzone. Schnee muss sofort nach Ende des Schneefalls geräumt, Glätte unmittelbar nach Eintritt abgestreut werden (mindestens 1 Meter breit, bei starkem Fußgängerverkehr beispielsweise in Fußgängerzonen eventuell mehr, bei Eckgrundstücken bis zur Bordsteinkante). Auf Gehwegen dürfen keine Tausalze (zum Beispiel Streusalz aus dem Baumarkt) verwendet werden. Auf Gehwegen dürfen nur abstumpfende Stoffe (z.B. feinkörniger Kies, Sand, Splitt, Blähton) gestreut werden. Bei Schneefall oder Glättebildung nach 20 Uhr haben Anlieger*innen für ihren „Winterdienst“ auf dem Gehweg Zeit bis morgens um 8.30 Uhr, an Sonn- und Feiertagen bis um 9.30 Uhr. Die Bezirksämter überwachen die Räum- und Streupflicht auf Gehwegen. Über die Pflichten der Anlieger*innen informiert die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft unter http://www.hamburg.de/winterdienst. Dort gibt es auch ein Informationsblatt zum Herunterladen.

660 Kilometer verkehrswichtige Gehwegstrecken ohne Anlieger

Die SRH sichert zudem mit feinkörnigem Kies Strecken ohne Anlieger*innen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Gehwege auf Brücken, wichtige ausgewählte Gehwege an Wasserläufen, an land- und forstwirtschaftlichen Flächen, Wege an und in Grünanlagen und Gehwegverbindungen zu Haltestellen von Bus und Bahn. Hinzu kommen rund 4.250 Bushaltestellen (zirka 110 km). 140 Fahrzeuge und 340 Winterdienstkräfte kommen auf diesen Strecken zum Einsatz. Die Bearbeitung erfolgt hier in der Regel maschinell, an Bushaltestellen ist der Winterdienst hingegen personalintensiv und vergleichbar mit dem Winterdienst auf Überwegen, wo mit einem Eimer und Schaufel gestreut und Schnee manuell geschoben wird. Um lange Regiewege zu sparen, hat die SRH derzeit rund 50 mobile Silos für Kies im Hamburger Stadtgebiet aufgestellt.

Fahrbahnen: Sichere Fahrt auf etwa 3.200 Kilometern

Wird es stadtteil- oder hamburgweit glatt, sichern bis zu 90 Einsatzkräfte mit ebenso vielen Fahrzeugen zunächst wichtige Hauptverkehrsstraßen, Strecken mit Buslinienverkehr (2.640 Kilometer) und 1.600 Busbuchten. Danach werden die Verbindungsstrecken zwischen diesen Straßen gesichert (rund 570 km). Bei Glatteis und überfrorener Nässe wird Feuchtsalz gestreut. Wird es kurz vor oder während der Hauptverkehrszeit glatt, streut die SRH zunächst eine Auswahl der wichtigsten Straßen und danach die übrigen im Streuverzeichnis aufgeführten Fahrbahnen. Ein Streudurchgang dauert mindestens dreieinhalb Stunden, ist aber abhängig von Witterung und Verkehr, sodass von Einsatzbeginn normalerweise fünf Stunden vergehen, bis auch die letzte Fahrbahn des Streuplans gesichert ist.

Fast 380 Einsatzkräfte beseitigen mit rund 100 Fahrzeugen Eis und Schnee auf 8.400 Fußgängerüberwegen („Zebrastreifen“, unmittelbare Umgebung mit Mittelinseln) manuell mit Schneeschiebern und mit einem Kies-Salz-Gemisch.

Salzhallen und -silos

Die zentrale Salzhalle der Stadtreinigung Hamburg bietet Platz für bis zu 10.000 Tonnen Streusalz. Zusammen mit dem Salz in 14 Silos und in sechs kleineren Lagerhallen kann die SRH etwa 17.000 Tonnen Streusalz bevorraten.

Autobahnen und einige Bundesstraßen

Auf den Autobahnen des Hamburger Stadtgebietes, auf der Wilhelmsburger Reichs-straße, der Bergedorfer Straße und den Flughafenzubringern sind die Hamburger Autobahnmeistereien für den Winterdienst verantwortlich.

Fahrbahnen in Nebenstraßen

Einen Winterdienst auf den Fahrbahnen in Nebenstraßen leistet die SRH im Regelfall nicht. Nur in Ausnahmefällen und nur auf Meldung von Polizei, Feuerwehr und Verkehrsunternehmen streut eine Task Force der SRH zur Gefahrenabwehr auch hier. Ähnlich wie in anderen Großstädten wie Berlin konzentriert sich die SRH bei der Sicherung von Fahrbahnen auf Hauptverkehrsstraßen und wichtige Verbindungsstraßen. Grund dafür sind die hohen Kosten und die fehlenden überzeugenden technischen Lösungen für einen Einsatz in den oft engen Nebenstraßen.


Jobcenter-Service: Wunschtermin online buchen

Wer als Selbständiger nicht von seinen Einnahmen alleine seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, wird am Standort für Selbständige betreut. Foto: FoTe Press

(ha/np). Unnötige Wartezeiten am Telefon vermeiden, den zuständigen Standort von Jobcenter team.arbeit.hamburg finden sowie das passende Anliegen schnell und kontaktlos auswählen, all das geht mit der aktualisierten Online-Terminbuchung ab sofort noch komfortabler. Rund um die Uhr und mit nur wenigen Klicks können sich Hamburger und Hamburgerinnen online unter team-arbeit-hamburg.de ihren Wunschtermin sichern, an dem sie von Jobcenter team.arbeit.hamburg zurückgerufen und beraten werden möchten. Die Themen sind vielfältig. Beispielsweise für Fragen zu einem Neuantrag auf Arbeitslosengeld II (umgangssprachlich „Hartz IV“), zum Bearbeitungsstand, zum Leistungsbezug, zur beruflichen Situation oder zu Deutschkursen steht durch die Wunschterminbuchung ausreichend Zeit zur Verfügung. Ferner enthält die Buchungsbestätigung eine Information, über die für den Termin erforderlichen Unterlagen, wie die Behörde mitteilt. Die Online-Terminbuchung ist ohne vorherige Registrierung nutzbar. Seit dem Go-Live der Plattform im März 2021 werden bereits laufend durch eine Vielzahl von Kundinnen und Kunden Termine gebucht und die passenden Beratungen dazu durchgeführt. Videotermine sind derzeit für Arbeitgebende und für Arbeitssuchende, die sich für Förderungen nach dem Teilhabechancengesetz interessieren sowie für Selbstständige online buchbar. Videotermine sollen künftig auch für andere Anliegen online gebucht werden können. Die Funktionalitäten der Online-Terminbuchung werden – seit dem Start vor knapp einem Jahr – regelmäßig ausgebaut und optimiert.

Das Hamburger Jobcenter sichert derzeit den Lebensunterhalt für über 180.000 Menschen in der Hansestadt. Aufgrund dieser Verantwortung ist die Vermeidung persönlicher Kontakte besonders wichtig, um den Gesundheitsschutz und damit die Arbeitsfähigkeit in den Standorten aufrechtzuerhalten. „Mit der Online-Terminbuchung sind wir auch in Zeiten von Omikron weiterhin erreichbar. Menschen in besonderen Notsituationen und jene die ohne die entsprechenden Kommunikationsmittel sind, beraten wir selbstverständlich unter den aktuellen Hygiene- und Abstandsregelungen persönlich vor Ort“, versichert Jobcenter-Geschäftsführer Dirk Heyden.


Großstadtrevier-Polizist ermittelt bei den kleinen Pfefferkörnern 

Mit gezückter Waffe steht Patrick Abozen (rechts) als Polizist für die “Pfefferkörner” vor zwei Filmkameras. Foto: FoTe Press/Röhe

(mr). Nanu? Den Polizisten kennen wir doch aus dem “Großstadtrevier” (ARD). Dort spielt Patrick Abozen (37) seit 3. Dezember 2018 den Streifenpolizisten Lukas Petersen. Aktuell steht der gebürtige Hamburger als Polizist bei den “Pfefferkörnern” (ARD) vor der Kamera. Der Dreh am Kehrwiedersteg in der Speicherstadt hat es in sich: ein Mann entführt ein junges Mädchen – sie muss in einen alten Mercedes steigen. Drei Pfefferkörner kommen dazu, stellen sich dem Entführer in den Weg. Er zückt ein Messer.

Patrick Abozen steht als Polizist bei den „Pfefferkörnern“
vor der Kamera.

Nun kommt Patrick Abozen zusammen mit einem als Frau verkleideten Mann und gezückten Pistolen ins Bild. “Halt Polizei! Das Messer runter”, ruft er. Der Mann legt das Messer widerwillig auf den Boden und nimmt dann seine Hände hoch. Patrick Abozen nimmt professionell den Entführer fest. Eine Polizistin in Uniform steht mit einem Streifenwagen parat und nimmt ihn mit aufs Revier. Erleichterung bei den Pfefferkörnern, sie nehmen sich teils in den Arm. Die Transfrau nimmt die Perücke herunter und stellt sich dem Polizisten als Mann vor.  

Aktuell werden in ganz Hamburg neue Folgen für die 19. „Pfefferkörner“-Staffel gedreht. Laut Produktionsfirma “Letterbox” sind drei Drehblöcke geplant, die sich auf die Frühjahrs-, Sommer- und Herbstferien verteilen. Gefilmt wird aber auch zur Schulzeit. In jeder Staffel der Hamburger Kinderserie versucht eine Gruppe von vier oder fünf Jugendlichen, knifflige Fälle aufzuklären. Dreh- und Angelpunkt im TV ist stets die Speicherstadt. Hier wird auch am häufigsten gedreht, obwohl das Team Ihrer Hamburger Allgemeinen Rundschau die Filmcrew auch am Fischmarkt, Bahrenfeld und auf St. Pauli antraf.

Erst im Februar rief die Filmproduktion zu einem Casting auf, in dem neue Darsteller gesucht wurden. Offenbar wurden alle Stellen besetzt. Regie führt Andrea Ketzenberger, an der Kamera steht unter anderem Marius von Felbert. Laut Filmklappe ist es die 235. Folge. Wann die gedrehte Folge ausgestrahlt wird, steht noch nicht fest.

Festnahme des Entführers. Eine Polizistin führt
den Mann zum Streifenwagen. Fotos: FoTe Press